UL Fliegen lernen

Ob im klassischen Doppeldecker, im offenen Einfachflugzeug oder schnelles Reisen mit Kabinenkomfort: Ultraleichtfliegen ist Spaß für jede Frau und jeden Mann. Die rasante technische Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten hat nicht nur bei Luftsportlern für viel Aufsehen gesorgt. Heute hat sich die jüngste Sparte des Luftsports etabliert. Ultraleichtflugzeuge genießen einen guten Ruf als sicheres, preiswertes und umweltfreundliches Luftsportgerät.
 

Infos rund um den Ultraleichtflug

Fachliche Vorraussetzungen

  •     Flugtauglichkeit Klasse 2
  •     Flugausbildung
  •     erfolgreiche Teilnahme an einer Unterrichtung in Sofortmaßnahmen am Unfallort
  •     Mindestalter 16 Jahre bei Ausbildungsbeginn
  •     Mindestalter 17 Jahre zum Erwerb der Lizenz

Theoretische Ausbildung

  •     Luftrecht
  •     Navigation
  •     Meteorologie
  •     Aerodynamik
  •     Flugzeugkunde, Technik
  •     Verhalten in besonderen Fällen
  •     Menschliches Leistungsvermögen

Flugausbildung

  •     Mindestens 30 Flugstunden
  •     2 Überlandflüge mit Fluglehrer
     

Ultraleichtflugzeuge sind Luftsportgeräte mit einer Gesamtabflugmasse von maximal 600 kg für Doppelsitzer. Es gibt vier Arten von Ultraleichtflugzeugen: 

  • Aerodynamisch gesteuerte ULs, die sich nur noch durch ihr Gewicht, aber nicht durch ihre Handhabung oder Leistungsdaten von Motorflugzeugen unterscheiden.
  • Gewichtskraftgesteuerte ULs (Trikes), die von einer Drachenfläche getragen werden.
  • Tragschrauber (oder auch Gyrocopter genannt), die ihren Auftrieb durch einen nicht angetriebenen Rotor und ihre Energie durch einen Pusher-Motor bekommen.
  • UL-Hubschrauber als jüngste Klasse.

Modernste Technologien und Materialien für den Bau von Ultraleichtflugzeugen in Verbindung mit sehr leisen und umweltfreundlichen Motoren bieten ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort. Alle Ultraleichtflugzeuge - mit Ausnahme von Tragschraubern und UL-Hubschraubern - sind mit einem Gesamtrettungssystem ausgestattet, das den Piloten mit seinem Flugzeug im Notfall sicher an einem Fallschirm zu Boden bringt. Durch sorgfältige Aus- und Weiterbildung der Piloten wird das Risiko minimiert. Mit der notwendigen Disziplin und dem Respekt vor der Fliegerei sind die Voraussetzungen für unfallfreies Fliegen gegeben.

Ultraleichtfliegen ist umweltfreundlich. Durch den Einsatz moderner Motoren und Technologien werden verbrauchs- und schadstoffarme Antriebsaggregate benutzt. Die Triebwerke sind insbesondere auf möglichst geringe Lärmemission getrimmt, der Gesetzgeber hat hier niedrige Grenzwerte vorgeschrieben. Auch Elektro-Antriebe werden inzwischen erfolgreich erprobt und bereits für kürzere Flugzeiten, z.B. in der Schulung eingesetzt.

Luftsport und Naturschutz schließen sich nicht gegenseitig aus, im Gegenteil. In vielen Bereichen arbeiten Piloten und Flugplatzbetreiber mit Naturschützern eng zusammen.

Der DAeC engagiert sich seit mehr als 20 Jahren erfolgreich um die Kooperation mit Naturschutzverbänden und Naturschützern. Ziel der Arbeit ist es, Piloten und Flugplatzbetreiber für die Belange des Umwelt- und Naturschutzes zu sensibilisieren und andererseits den Vertretern des Umwelt- und Naturschutzes die Bedingungen und Möglichkeiten der Luftsportler zu erklären.
 

Frauen und Männer. Alt und jung. Die Ausbildung kann mit 16 begonnen, die Lizenzprüfung mit 17 abgelegt werden. Voraussetzung ist ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2.

Ohne Theorie geht nichts. Aerodynamik, Technik, Meteorologie, Navigation, Luftrecht, Verhalten in besonderen Fällen, menschliches Leistungsvermögen sind Pflichtfächer. Zur praktischen Ausbildung gehören mindestens 30 Flugstunden. Beim Wechsel von und zu anderen Lizenzen, wie beispielsweise dem Segelflug, gibt es sinnvolle Erleichterungen.

Ausgebildet wird in den Vereinen des DAeC und in privaten Flugschulen. Informationen und Adressen der Vereine liegen bei den DAeC-Landesverbänden vor. Hier finden Sie eine Übersicht der DAeC-Mitgliedsverbände.

In einer Vereinsflugschule liegen die Kosten für Theorie- und Praxisausbildung etwa zwischen 2.000 Euro (Trike) und 3.500 Euro (aerodynamisch gesteuerte ULs). Die Ausbildung findet meist an den Wochenenden statt.

Nein. Die Vereine stellen ihren Mitgliedern gegen eine relativ geringe Gebühr Flugzeuge zur Verfügung. Außerdem verchartern Flugschulen ihre Ultraleichtflugzeuge. Eine Alternative zum individuellen Flugzeugkauf bieten Haltergemeinschaften.