Zugvögel unterwegs – gemeinsam sicher durch den Herbst

Sie sind wieder unterwegs: Kraniche, Störche, Gänse und Co. zieht es ab Oktober in wärmere Gefilde gen Süden. Allein über 300.000 Kraniche bewegen sich im Herbst im Luftraum über Deutschland (Schätzung NABU). Viele von ihnen auf dem Weg in den Süden. Aufgrund des Klimawandels, bleibt aber auch eine zunehmende Zahl zur Überwinterung in unseren Regionen und damit dauerhaft Luftraumnutzer.

Ganzjährig sind ohnehin die luftfahrtrevelanten Vogelschutzgebiete (ABA = aircraft relevant bird areas) zu beachten. Diese Gebiete sind seit 2007 in den ICAO Luftfahrerkarten ausgewiesen (grüner Rand, grün gepunktet) als Gebiete „mit hohem Vogelaufkommen während der Rast- und Zugzeiten sowie mit besonders störsensiblen (Großvogel-) Arten“. Insgesamt gibt es derzeit 208 derartige Gebiete. Es sind (glücklicherweise) keine Flugverbotszonen oder eigenständige Lufträume, sondern spezielle Schutz- und Risikowarn-Gebiete.

Zur Sicherheit der Vögel, zur Sicherheit der Piloten*innen und zur Vermeidung von Vogelschlag-Unfällen bitte dringend beachten:

  • Ganzjährig, aber insbesondere im Herbst während der Zugzeit (wie im Frühjahr) die ABA-Gebiete komplett meiden und umfliegen oder - falls nötig - auf kürzestem Weg und nicht unter 2.000 ft (ca.600 m) über Grund queren.
  • Wenn beim Fliegen große Vogelschwärme beobachtet werden, dann Langen Info informieren, damit ggf. andere Luftfahrer*innen regional gewarnt werden können.

Infos über den aktuellen Vogelzug findet man unter: www.ornitho.de.

Nähere Infos zu ABAs: www.daec.de, www.aba.bfn.de und Doku: Luftsport und Naturschutz, DAeC, BfN, September 2021)