Landesmeisterschaft im Segelkunstflug 2026 in Hünsborn

Vom 26.07.-01.08.2026 fanden in Hünsborn die offenen Landesmeisterschaften im Segelkunstflug statt.

Dieser Wettbewerb dient der Ermittlung der Gesamtsieger aber auch der Landesmeister der jeweiligen Bundesländer. Es wurde in allen drei Klassen, der Sportsmen mit sechs Piloten (die Einsteigerklasse für Piloten die ihre Kunstflugberechtigung gerade erst erworben haben), der Advanced mit 13 Piloten (die Fortgeschrittenenklasse) und der Unlimited mit 12 Piloten (früher Vollakro) geflogen.

Die Organisation von Tobias Ohlig als Wettbewerbsleiter und seinem Verein, dem LSV Hünsborn ließ hier keine Wünsche offen. Von einer hervorragenden Infrastruktur über eine köstliche Versorgung bis hin zu minutiösen Wettbewerbsstrukturierung wurde alles geliefert, wovon das Kunstfliegerherz nur träumen kann.

Ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Wettbewerbes ist auch die durch Eugen Schaal vorbildlich geführte Schiedsrichterlinie, welche die Figuren bewertet. Eugen Schaal hatte den Posten als Chefschiedsrichter zwar das erste Mal inne, aber dies war in der Führung und Strukturierung keinesfalls erkennbar. Zugutekamen ihm vermutlich die jahrzehntelange Wettbewerbserfahrung inklusive 20 Jahren Flugerfahrung in der Nationalmannschaft.

Bis auf einen Tag konnte jeden Tag geflogen werden, sodass Unlimited und Advanced vier und die Sportsmen sogar fünf Durchgänge fliegen konnten. In allen drei Klassen blieb es bis zum Schluss spannend und die Rangliste durchmischte sich von Flug zu Flug neu.

Am Ende konnte Daniel Welling mit der Lo100 die Sportsmen für sich entscheiden. Die Plätze zwei und drei gingen an Daniel Schegck mit der Pilatus B4 und an Jun Tukahata mit der ASK21 (hierbei sei erwähnt, dass die Sportsmen gezielt darauf ausgelegt ist, dass auch mit Ausbildungsdoppelsitzern teilgenommen werden kann).

In der Advanced gewann André Kubasik auf den H-101 Salto gefolgt von Nora Geusen auf der SZD 59 und Oliver Frank auf dem Swift S1.

Die Unlimited entschied der zweimalige deutsche Meister Wolfgang Schieck auf seinem Swift S1 für sich. Auf das Treppchen folgten ihm Robin Kemter und Gisbert Leimkühler (beide ebenfalls Swift S1).

Im Rahmen der Siegerehrung überreichte der Beauftragte für Segelkunstflug, Lars Czernek, Georg „Schorsch“ Dörder die goldene Daidalos-Medaille und Reiner Scheler die silberne Ehrennadel des DAeC. Beide haben sich über mehrere Jahrzehnte in überragender Weise für den deutschen sowie den internationalen Segelkunstflug in Funktionen wie Schiedsrichter, Chefschiedsrichter, Trainer und Interessenvertreter verdient gemacht.