K6E als technisches Denkmal anerkannt

Die letzte bei Alexander Schleicher gebaute K6E wurde als technisches bewegliches Denkmal anerkannt. Mit ihr endete 1972 die Ära der reinen Holzflugzeuge, während im selben Jahr mit dem Erstflug der SB 10 das Zeitalter der Hightech-Konstruktionen aus Kohlefaser begann.

Zuletzt stand die K6E am 19. Juni,  im Weserbergland-Zentrum in Hameln im Mittelpunkt des Geschehens und erwartete zahlreiche Gäste. Der DAeC wurde bei diesem Festakt durch seinen Präsidenten Claus Cordes sowie den Vorsitzenden des Bundesausschusses Historie und Technik vertreten. Das Segelflugmuseum auf der Wasserkuppe vertrat Bernd Vogt, für den Landkreis Hameln-Pyrmont nahm der stellvertretende Landrat Thomas Figge teil.

Der vom Luftsportverein Hameln und seinem Vorsitzenden Klaus Preen initiierte Festakt war sorgfältig vorbereitet und wurde vom Landschaftsverband Niedersachsen gefördert. Es boten sich spannende Einblicke in die Geschichte dieses außergewöhnlichen Flugzeuges: So schilderte Andreas Wenzeck von der Segelflugkommission Niedersachsen die besonderen Eigenschaften der K6E und berichtete von persönlichen Erlebnissen mit dem Flugzeug. Einen weiteren Höhepunkt setzte Hans-Georg Kaiser, Sohn des Konstrukteurs Rudolf Kaiser. Er ordnete die K6E in das Lebenswerk seines Vaters ein und machte eindrucksvoll deutlich, weshalb dieser besondere Einsitzer zu Recht als fliegendes Denkmal gilt.

Die verschiedenen historischen, technischen und persönlichen Perspektiven führte schließlich Christiane Curti, Referentin für technische Denkmäler bei der Landesdenkmalpflege Niedersachsen, in ihrem Vortrag zusammen. Jetzt stehen sowohl die K6E als auch die SB 10 auf der Denkmalliste von Niedersachsen.