UHU-Cup startet mit Electric Class und Modellflugsimulator
Am Samstag ging’s mit der Electric Class los, da diese Modelle am wenigsten windempfindlich sind. Bis zum Nachmittag waren alle vier Durchgänge geflogen, doch für weitere Klassen war das Wetter einfach zu ungeeignet. Es sollte ja keine Materialschlacht werden – und die Kinder sollten ihre Modelle schließlich heil mit nach Hause nehmen.
Daher wurde entschieden, die Segelflugklassen am Modellflugsimulator im Seminarraum auszutragen. Das funktionierte erstaunlich gut – sogar Kinder, die noch nie am Simulator geflogen waren, erzielten sehr gute Ergebnisse. Das mag daran liegen, dass beim Simulatorfliegen nichts kaputtgehen kann und alle entsprechend entspannt waren. Teilweise war es im Raum ruhiger als draußen in der Natur unter realen Bedingungen. Die Wettbewerbe dauerten etwas länger, da immer nur eine Person gleichzeitig fliegen konnte – im Freien stehen normalerweise vier Startstellen zur Verfügung, an denen parallel geflogen wird.
UHUs kämpfen mit dem Sturm – Frisbees als Ersatz
Den Mini-UHU flogen wir im großen Raum des LSV-Gebäudes – allerdings mit selbst gefalteten Papierfliegern. Die echten Wurfgleiter wären bei dem Sturm entweder gar nicht in die Luft zu bringen oder wären zu weit weggeflogen (Originalzitat eines Teilnehmers: „Dann können wir ja bis nach Gleina laufen, um die Modelle zu holen…“). Damit alle unter gleichen Bedingungen starten konnten, durften die Kleineren auf eine Leiter steigen, um ihre Flieger aus zwei Metern Höhe abzuwerfen.
Am Sonntagabend waren somit nur noch der Schleuder-UHU und der Kleine UHU nicht geflogen. Aber auch am frühen Montagmorgen war es zu windig, um einen sinnvollen Wettbewerb durchzuführen. Also beschlossen wir, diese Wettbewerbe mit Frisbeescheiben auszutragen: Beim Schleuder-UHU gab es einen Weitwurf, beim Kleinen UHU einen Zielwurf. Das alles konnte auf dem Volleyballfeld des Hauses der Luftsportjugend durchgeführt werden.
Die Siegerehrung, die am Pfingstmontag stattfand, mussten die Organisatoren auf 11 Uhr verschieben, da die Auswertung und das Erstellen der Urkunden noch etwas Zeit in Anspruch nahmen. Sie fand schließlich in einem würdigen Rahmen statt. Urkunden, Pokale und Sachpreise wurden vergeben. Trotz des ungewöhnlichen Ablaufs waren alle mit dem Treffen zufrieden und hoffen auf eine Neuauflage bei besserem Wetter im nächsten Jahr.
Ein besonderer Dank gilt den Helfern, Betreuern und den Firmen AeroNaut, Modellbau Thiele, Höllein, Lindinger und Multiplex, die uns freundlicherweise Sachpreise als Spenden zur Verfügung gestellt haben.
