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Technik & Fliegen

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt, vor das Fliegen die Technik. Ohne die über 7.000 ehrenamtlichen technischen Fachkräfte - Frauen wie Männer - würde in den DAeC-Vereinen sich kein Propeller drehen, kein Ballon aufsteigen und kein Fallschirmspringer zielgenau im Landekreis aufsetzen.

 

 

Technik und Werkstattarbeit gehören zum "Konzept Fliegen" im DAeC. Für die Pilotinnen und Piloten ist es wichtig, auch einmal einen Einblick in das Innere ihrer Flugzeuge zu werfen, selbst wenn sie den Werkstattleiter nur mit Handlangerdiensten unterstützen können. Und die Werkstattarbeit ist auch die Voraussetzung dafür, dass das Fliegen im Verein nach wie vor preisgünstiger ist als außerhalb.

 

Das Ressort Technik wird im Deutschen Aero Club von einer Kommission betreut, dem die Technischen Referenten der Landesverbände sowie der Bundeskommissionen angehören. Sie verhandelt mit den Behörden über die gesetzlichen Vorschriften und formuliert die Richtlinien für die Ausbildung und Prüfung des Personals.

Für die Werkstattarbeit im DAeC gelten dieselben strengen Auflagen wie für jede gewerbliche Flugzeugwerft.

Deshalb haben die Landesverbände (zum Teil mehrere gemeinsam) Instandhaltungsbetriebe und CAMOs nach den Regularien der EASA und/oder nationale Instandhaltungsbetriebe gegründet, die unter der Aufsicht des Luftfahrt-Bundesamtes stehen. Die Vereine mit ihren Werkstätten sind meist Außenstellen dieser Betriebe.

Jede durchgeführte Instandhaltung erfordert eine Freigabe durch berechtigtes Personal. Das sind zum Einen Prüfer von Luftfahrtgerät. Diese haben die Berechtigung der Freigabe des Luftfahrzeuges nach Arbeiten von der Wartung, über kleinere wie größere Reparaturen bis hin zur Grundüberholung beispielsweise eines Sperrholz-Oldtimers. Durch den DAeC ausgebildetes Technisches Personal kommt derzeit vor allem als sachkundiges Personal im Rahmen der "Pilot-Owner-Maintenance" zum Einsatz.

Auch wenn die Kosteneinsparung ein wichtiges Argument für ihren Einsatz ist, so hat doch ein Faktor vor allem anderen Priorität: die Sicherheit der Flugzeuge, Schirme und Ballone.

 

 

Von so vielem Beiwerk beim Luftsport sollten sich Interessentinnen und Interessenten aber nicht abschrecken lassen. Moderne Fluggeräte sind wartungsfreundlich. Ein Motorflugzeug aus Ganzmetall ist so wetterfest wie ein Automobil, und ein GfK-Segler braucht nach einer Flugsaison kaum mehr als eine gründliche Politur und ein paar Schönheitsreparaturen. Wer aber Gelegenheit hat, einmal eine klassische Segelflugzeugwerkstatt zu besuchen, sollte diese nutzen. Der Aufbau eines Sperrholz-Oldtimers gleicht einem filigranen Kunstwerk, das man gesehen haben muss.