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Internationale Leistungsabzeichen Segelflug

  • Die Bedingungen für die Leistungsabzeichen sind im Alleinflug zu erfüllen.
  • Für den Erwerb von Leistungsabzeichen gelten generell die für den jeweiligen Flug gültigen Bedingungen des Sporting Code, »Sektion 3, Segelflugzeuge und Motorsegler, Kapitel 1, 2, 4.
  • Die Beurkundungen der Flüge und Leistungen dürfen nur durch zugelassene Sportzeugen durchgeführt werden.
  • Ein Flug kann für mehrere Leistungsabzeichen und Diamanten anerkannt werden.
  • Motorsegler können für den Erwerb von Segelflug-Leistungsabzeichen verwendet werden, wenn der Antrieb während der Leistung nicht benutzt wird. Einzelheiten hierzu siehe Sporting Code, Sektion 3, Segelflugzeuge und Motorsegler, Kapitel 2 Pkt. 2.5.4. 

Arten von Leistungsabzeichen

  • Leistungsabzeichen in Silber
    Strecke = ein Flug auf geradem Kurs über mindestens 50 km
    Dauer = ein Flug von mindestens fünf Stunden
    Höhe = ein Höhengewinn von mindestens 1000 m
  • Leistungsabzeichen in Gold
    Strecke = ein Flug über mindestens 300 km
    Dauer = ein Flug von mindestens fünf Stunden
    Höhe = ein Höhengewinn von mindestens 3000 m
  • Diamanten
    Es gibt drei Diamanten
    Diamantstrecke = ein Flug über mindestens 500 km
    Diamantziel = ein Flug von mindestens 300 km über eine Zielrückkehr- oder Dreieckstrecke (als geschlossener Kurs)
    Diamanthöhe = ein Höhengewinn von mindestens 5000 m
    Diamanten dürfen nur an einem Leistungsabzeichen in Silber oder Gold getragen werden.
  • Abzeichen und Diplome für Flüge von 750 km und mehr. Diese gehören zur Gruppe individueller Abzeichen, verliehen für die Durchführung eines Streckenfluges von 750 km oder mehr, in Stufen von 250 km (750 km, 1000 km, 1250 km, usw.). Nur ein Diplom darf pro Flug verliehen werden, und zwar für die Stufe, die als nächste unter der geflogenen Strecke liegt. 
    Der DAeC verleiht das 750-km Diplom und registriert dieses, die FAI registriert und honoriert die darüber liegenden Leistungen mit der Ausstellung eines Streckendiploms.

Bedingungen für Streckenflüge

  • Streckenflüge können um bis zu drei angemeldete Wendepunkte durchgeführt werden, wobei die Reihenfolge der Wendepunkte nicht vorher angegeben werden muss. Jeder Wendepunkt darf jedoch nur einmal umrundet werden, d. h. Mehrfachumrundungen sind nicht erlaubt. Vieleckflüge sind jedoch möglich. Der Endpunkt braucht dabei nicht angemeldet werden, wenn er der Landepunkt ist (eine Außenlandung ist damit möglich). Bitte beachten: Einige Flüge können als Freier Flug durchgeführt werden, andere müssen angemeldet werden. (s. Sporting Code, Sek 3, Kap. 2)
  • Streckenflüge für alle Leistungsabzeichen - außer dem Flug für den Zieldiamant- unterliegen der o. g. Regel und können auch ohne Wendepunkte (als gerade Strecke) geflogen werden. Beim Streckenflug für das Leistungsabzeichen in Silber ist ein Flug auf geradem Kurs über mindestens 50 km erforderlich. Diese Leistung kann auch als Teil eines größeren Streckensegelfluges erflogen werden, sofern zwischen dem Punkt des Segelflugbeginns und weitesten Punkt mindestens 50 km liegen. Dies unterscheidet sich von der Regelung des 50-km-Fluges für den SPL/ LAPL (S).
    Für den Zieldiamant ist ein Flug von mindestens 300 km über eine Zielrückkehr- oder Dreieckstrecke. Die Wendepunkte müssen angemeldet sein.
    Für die Gold (300 km), den Streckendiamant (500 km) und Diplome für Flüge von 750 km und mehr (1000 km, 1250 km ...) ist jede Streckenart zulässig. Bei einem Freien Flug jedoch ausschließlich die Gerade Strecke.
  • Eine Höhenauswertung des Barogramms ist erforderlich, wenn aus dem Barogramm nicht eindeutig erkennbar ist, dass die zulässige Maximalhöhe am Ausklink-/Abflugpunkt eingehalten wurde.

  • Grenzen des Höhenverlustes (siehe SC 3, Kap. 2.4.5) :

    • Bei Distanzflügen von 100 km oder weniger macht ein Höhenverlust von mehr als 1% der Länge des Kurses die Segelflugleistung ungültig.
    • Bei Distanzflügen über 100 km, in denen der Höhenverlust mehr als 1.000 m beträgt, muss eine Höhenstrafe von der Länge des Kurses abgezogen werden, um die offizielle Distanz zu erhalten.

  •  Achtung: Bei  Streckenflügen gilt bei der Wendepunktumrundung der 90° Sektor. Alternativ bei Wendepunkten gilt der 500m-Zylinder. (s. Sporting Code). Bei Abflug- und Endpunkt gilt eine Linie von 1 km.

Bedingungen für Dauerflüge

 

  • Die Verwendung eines Loggers ist beim 5-Stunden-Flug nicht erforderlich, wenn der Flug örtlich unter ständiger Beobachtung durchgeführt wird. Wird der 5-Stunden-Flug mit einem Motorsegler durchgeführt, so ist das Mitführen eines GNSS-Flugrekorders mit Motorlaufsensor erforderlich, es sei denn der Antrieb wird unbrauchbar gemacht oder versiegelt. Es muss nachgewiesen werden, dass der Antrieb während der Leistung nicht lief.
  • Eine Kalibrierung des Logger ist bei Dauerflügen nicht erforderlich, sofern der Abflug- bzw. Ausklinkpunkt eindeutig weniger als 1000 m über der Endpunkthöhe liegt.

Bedingungen für Höhengewinnflüge

  • Bei einem Höhengewinnflug wird der Abstand zwischen der niedrigsten und der darauffolgend größten Höhe gemessen. Es ist bei Höhengewinnflügen zu empfehlen, zu Beginn des Fluges nach dem Ausklinken an einer sicheren Stelle einen Tiefpunkt oder z.B. durch einen Kurswechsel) auf dem Barogramm zu erzeugen, um die Ausklinkhöhe deutlich anzuzeigen und den Höhengewinn zu vergrößern.
  • Die erreichten Höhen sind mit einem Barogramm zu belegen. Bei Höhengewinnflügen für Leistungsabzeichen muss der IGC-zugelassene GNSS-Flugrekorder innerhalb von 24 Monaten vor oder 2 Monate nach dem Flug kalibriert werden.
  • Wird der Höhengewinnflug mit einem Motorsegler durchgeführt, so ist das Mitführen eines GNSS-Flugrekorders mit Motorlaufsensor erforderlich, es sei denn der Antrieb wird unbrauchbar gemacht oder versiegelt. Es muss nachgewiesen werden, dass der Antrieb vor Beginn des Höhengewinns abgestellt war.

Positionsrrekorder (PR)

Flüge für die Leistungsabzeichen Silber und Gold können auch mit Positionsrekordern (PR) dokumentiert werden - siehe SC3 Kapitel 2 Pkt 2.6.