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09.03.2015 Allgemein, Segel- & Motorsegelflug

Neue Heimat für die Sportsoldaten Segelflug

Die Bundeskommission Segelflug beging den Neustart der Spitzensportförderung durch Sportsoldaten Segelflug mit einer offiziellen Veranstaltung am 5. März 2015 beim Landesleistungszentrum Segelflug des Aero-Club Saar auf dem Flugplatz Marpingen.

Offizieller Beginn des neuen Sposo-Jahres

2015 mit dabei: v.l. Markus Uhlig, Robin Diesterweg, Joshua Arntz und Robin Sittmann

Robin Diesterweg (links) hat sich bereits für die WM Junioren Anfang Dezember in Australien qualifiziert

Allen Vertreten von den beteiligten Organisationen und Behörden  wurde die Notwendigkeit dieser Förderung für den Sportverband, das bewährte Konzept für die besonderen Trainingsgruppe in einem Informationsteil  vorgestellt. Die Gäste aus der Kommunalpolitik, der Bundeswehr und den Vertretern der Bundes – und Landesebene konnten sich einen Eindruck von den hervorragenden Bedingungen verschaffen und begrüßten die Sportsoldaten in ihrer neuen Heimat.
Damit  beginnt für vier der größten Talente in dieser Sportart die intensivste Trainingsphase ihrer bisherigen sportlichen Laufbahn. Zwischen 300 und 500 Flugstunden absolvieren die Sportsoldaten in diesem Jahr und erreichen damit einen Ausbildungserfolg, für den sonst fünf bis sieben Jahre notwendig wären.

„Es ist die ursprünglichste Form des Fliegens, deshalb bin ich fasziniert vom Segelflug. Er ist mein Leben“, beschreibt Joshua Arntz mit leuchtenden Augen seine Passion. Sein Vater nahm ihn schon als Kind zum Fliegen mit. Mit 14 begann er allein über dem Flugplatz zu kreisen, doch erst mit dem Erhalt des Flugscheins nach Vollendung des 16. Lebensjahres darf vom Platz weg Strecke geflogen werden. Gemeinsam mit seinem Vater besitzt der 19-jährige Braunschweiger ein eigenes Flugzeug. „Dafür habe ich seit dem sechsten Lebensjahr gespart“, erzählt er und macht dabei nicht den Eindruck, als habe er deshalb in der Kindheit irgendetwas vermisst. Von seiner Zeit als Sportsoldat erhofft sich Schütze Arntz, der für seinen Heimatverein Aero-Club Braunschweig in der Bundesliga fliegt, eine deutliche Leistungssteigerung. „Aber leider ist mit dem Segelfliegen kein Geld zu verdienen“, bedauert er. Daher will er nach seiner Zeit bei der Bundeswehr Maschinenbau studieren und dann ins Arbeitsleben einsteigen.

Ähnlich planen seine drei Kameraden, die mit ihm im Januar den Dienst in Hannover zur sechswöchigen Grundausbildung antraten. Anschließend kamen sie zur Sportfördergruppe Mainz. Untergebracht sind die vier Sportsoldaten wegen der räumlichen Nähe zu Marpingen beim Fallschirmjägerbataillon 261 in Lebach. Dort hat sie Oberstabsfeldwebel Martin Hammer, selbst begeisterter Freizeitpilot, unter seine Fittiche genommen. „Hier passt einfach alles zusammen“, so die einhellige Meinung der vier jungen Segelflieger. Der bisher erfolgreichste unter ihnen ist Robin Diesterweg. Der 20-jährige Trierer war 2014 Dritter bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren und hat bereits die Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaft Anfang Dezember in Australien in der Tasche. Die hat Robin Sittmann knapp verpasst. Der 19-Jährige aus Langenlonsheim in Rheinhessen ist aber erster Nachrücker, falls jemand ausfällt. Vierter und mit 18 Jahren jüngster im Bunde ist Markus Uhlig. Der Chemnitzer ist für den Fliegerclub Grossrückerswalde im Erzgebirge aktiv und erfolgreich, sodass ihm sein Verein für dieses Jahr ein Flugzeug zur Verfügung stellte.

Trainiert werden die vier Talente von Markus Barrois. Der 38-jährige Verkehrspilot fliegt eine Boeing 747 und zählt zu den besten Segelfliegern Deutschlands. Wann immer es sein Beruf zulässt, kümmert er sich um die Sportsoldaten. Die Trainings- und Wettkampfpläne sind bereits für das komplette Jahr erstellt. Im März geht es zur mehrwöchigen Gebirgsflugeinweisung ins südfranzösische Puimoisson. Anschließend wird in Marpingen trainiert, bevor es zu den verschiedenen Wettbewerben im In- und Ausland geht.  

Fotos: Pascal Rojahn

cg