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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

IGC-Tagung in Freudenstadt

Die „International Gliding Commission“ (IGC) hat vom 2. bis 3. März ihre Jahrestagung in Freudenstadt abgehalten. Zu dem „FAI/IGC Plenary Meeting“ reisten Vertreter aus 32 Segelflugnationen an.

Delegierte aus 32 Ländern sind in Freudenstadt zur IGC-Tagung zusammengekommen.

Vier Nationen hatten außerdem ihre Stimmrechte übertragen; insgesamt konnten so 36 Segelflugnationen abstimmen. Für den gastgebenden Deutschen Aero Club war Schatzmeisterin Sigrid Berner vor Ort, für die Bundeskommission Segelflug als Ausrichter das Vorstandsmitglied Rudi Baucke sowie IGC-Delegate Christof Geissler und Alternate Howard Mills. Eingeladen waren zudem Experten, die zu Themen aus den Bereichen Technik und internationale Segelflugmeisterschaften referierten.

Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Vergabe der Weltmeisterschaften für 2021 und der Ämter für Meisterschaften 2020: Zum Chief Steward für die Junioren-WM in Ungarn wurde der Deutsche Christof Geissler gewählt, bei der WM 2020 in Stendal soll Eric Mozer aus den USA als Jury President antreten; Chief Steward wird der Schwede Robert Danewind.

Ein weiteres Ergebnis der Tagung: Ab 2021 werden die Offene, 20-Meter, 18-Meter und Junioren-WM in ungeraden Jahren ausgetragen, in den geraden Jahren sollen die Club-, Standard-, 15-Meter- und Frauen-WM stattfinden. Die Frauen-WM wird ab 2021 nur noch in zwei Klassen ausgetragen. Dabei gilt die Clubklasse als gesetzt; die zweite Klasse der Frauen-WM wird noch festgelegt und könnte von Mal zu Mal wechseln.

Bis zum nächsten Jahr soll zudem eine Regelung zum Thema Live-Tracking ausgearbeitet werden. Nach dieser könnte jeder Pilot jederzeit ohne Unterbrechung im Internet live verfolgt werden. Dabei sollen gegebenenfalls neuentwickelte OGN- oder IGC-Tracker zum Einsatz kommen, die sich von Piloten im Flug nicht manipulieren lassen. Ein weiteres Ziel der Regelung: Flarms und kompatible Geräte zur Awareness-Situation und Kollisionswarnung sollen wieder ihrem ureigenen Zweck dienen – was auch einem Antrag der Buko Segelflug des DAeC entspricht und bis Ende des Jahres im Detail erarbeitet werden muss.

Der Antrag aus Deutschland, amtierende Weltmeister der FAI-Klassen aus 2016 nochmals in 2018 als Teilnehmer anzunehmen, wurde abgelehnt.

Außerdem wichtig: Bislang galt für alle Flugzeuge eine Mindeststrecke von 250 Kilometern, um die maximale Punktezahl einer Tageswertung zu erreichen. In der Standard-, 15-Meter- und 20-Meter-Doppelsitzer-Klasse müssen künftig 300 Kilometer erreicht werden. In der 18-Meter- und Offenen Klasse gilt eine 350-Kilometer-Marke. Einzig in der Club- und 13,5-Meter-Klasse bleibt es bei der alten Mindeststrecke.

Angehoben wurde entsprechend auch die Mindeststrecke für eine Tageswertung: von 100 Kilometern auf 120 und 140 Kilometer.