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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

 

 

 

 

Bundeskommission Segelflug im DAeC

Meldung für Segelflieger

Laut Informationen (25.02.2015) des Bundesverkehrsministeriums sind für die Umschreibung der Segelfluglizenz nach dem 8. April 2015 möglicherweise höhere Anforderungen als bislang abgestimmt, notwendig.

Segelflug – nur noch wenige Wochen bis zum Ende des Opt-Out

Der Countdown läuft: Ab dem 8. April 2015 gelten neue Bestimmungen für die Lizenzen der Segelflugpiloten. Im folgenden Text sind die wichtigen neuen Regelungen in Deutschland zusammengefasst, ausgelegt nach den EU-VO. Zu beachten ist dabei, dass das föderale System in Deutschland mit seiner Bundesauftragsverwaltung in 16 Bundesländern und ihren mehr als 20 Landesluftfahrtbehörden eigene Interpretationen anwenden. Diese sind nur über die vorgesetzten Ministerien der Landesluftfahrtbehörde auf Landesebene oder als Klage direkt bei der EASA anzugreifen.

Foto: Andreas Hermsdorf  / pixelio.de

  • Wir weisen noch einmal darauf hin, dass die europäischen Regeln anders konzipiert sind, als die uns bekannten und vertrauten deutschen Verfahren. Prinzipiell gilt, nicht geregelte Aspekte sind nicht automatisch verboten, sie unterstehen nur keiner spezifischen Regelung.

  • Für die europäischen Lizenzen gilt ausschließlich die VO (EU) Nr. 1178/2011 sowie die aktuellen Verordnungen (EU) zur Änderung der VO (EU) Nr. 1178/2011 und n u r, wenn dort die Regulierung durch den Nationalstaat gefordert wird, muss/kann/darf dieser aktiv werden. (Beispiel: VO (EU) Nr. 1178/2011 FCL.015 a) Satz 1 „…in der von dieser Behörde festgelegten Form und Weise …“)

  • AMC (Acceptable Means of Compliance) und GM (Guidance Material) sind mögliche und von der EASA sicher akzeptierte Vorgehensweisen für die Umsetzung einer EU-VO, haben aber keinen Gesetzes oder Verordnungscharakter. Die Dokumente werden auch in Zukunft nicht durch die Europäische Kommission übersetzt und sind, wenn angewendet, in der englischen Sprache zu nutzen.

Umwandlung von Segelfluglizenzen

  • Im Bereich Lizenzierung regelt die neue LuftPersV vom 17.12.2014 grundsätzlich den in nationaler Zuständigkeit verblieben Bereich. Bis zum Ende des Opt-Out am 8.4.2015 gilt die LuftPersV auch noch für den Segelflug und Ballonfahrt für die Ausbildung bzw. die Erhaltung des GPL mit und ohne TMG.

    Das bedeutet aber auch, dass bereits heute ein EU-FCL PPL(A) (inkl.JAR-FCL) LAPL(A), SPL und LAPL(S) sich ausschließlich nach der EU-VO 1178/2011 richten. Danach fallen nur noch Luftsportgeräteführer nicht unter europäisches Recht , da sie Piloten von ANNEX 2 Luftfahrzeugen der Basic Regulation EU-VO 216/2008 sind.

  • Ausbildung von Schleppflugzeugführern
    Es dürfen PPL-A(FI) mit Lizenz zum Schleppen ausbilden. Die Ausbildung hat in einer ATO stattzufinden: Die VO (EU) 1178/2011 FCL.805 gibt die Voraussetzungen/Erfordernisse zum Erwerb der Schleppberechtigung wider.

  • Fluglehrer-Lehrgänge: hier Zulassung „FI Instruktor“:
    Ein Fluglehrer-Lehrgang muss mit einem „FI Instruktor“ besetzt werden. Bisher wurden diese von den Behörden ohne gesonderte Ausbildung zugelassen. In Zukunft regelt das die FCL.905.FI i) (2). Hier wird u.a. eine gesonderte  Kompetenzbeurteilung durch Flugleherer-Prüfer FI(E) verlangt.

    Das BMVI und die Landesluftfahrtbehörden haben sich darauf verständigt, dass, wenn ein Fluglehrer (FI) nachweisen kann, dass er bereits FI ausgebildet hat, er auf die Kompetenzbeurteilung gem. FCL.905.FI i) (2) verzichtet werden kann.

  • Erweiterung LAPL(S) in SPL
    Die Anforderungen bezüglich Erfahrung/Anrechnung sind in FCL.210.S geregelt. Darüber hinaus ist die Vorlage eines Tauglichkeitszeugnisses Klasse 2 erforderlich.

  • Umwandlung Segelflug-Lehrer FI(S)
    Die Berechtigung für Lehrberechtigte FI(S) wird gemäß Umwandlungsbericht NfL I 16/2013 auf Antrag umgewandelt. Es können nur Lehrberechtigungen umgewandelt werden, die gültig sind.
    Eine abgelaufene Fluglehrerlizenz im GPL kann bis zum 8. April 2015 noch gemäß §96 LuftPersV erneuert werden. Nach Umwandlung des GPL in SPL/LAPL(S) gemäß FCL.940.FI. sind die neuen Bedingungen nachzuweisen:

    • Auffrischungsseminar für Lehrberechtigte
    • Eine Kompetenzbeurteilung gemäß FCL.935

  • FI(S), LAPL(S)-FI, GPL-FI
    Bis zum 8. April2015 können FI(S) und GPL-FI die Aufgaben für die Erfüllung der fortlaufenden Flugerfahrung sowohl für SPL, LAPL(S) als auch GPL beaufsichtigten bzw. die geforderten Schulungsflüge durchführen. Gleiches gilt sinngemäß für die TMG Ausbildung.

    Der LAPL(S)-FI kann die Ausbildung zum LAPL(S) und die Anforderungen für die Erfüllung der fortlaufenden Flugerfahrung für LAPL(S) Inhaber durchführen bzw. beaufsichtigen.