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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

LSG-B lässt sein erstes 600kg-UL zu

Heute hat das Luftsportgeräte-Büro die AVEKO VL-3 zugelassen. Der tschechische Tiefdecker (GFK/CFK) hat je nach Ausstattung ein Leergewicht bis maximal 380 kg. Die zulässige maximal Abflugmasse beträgt 600 kg. Musterbetreuer ist die JMB Aircraft Germany GmbH in Bautzen.

"Wir sind dankbar und stolz, dass die VL3 Evolution die erste in Deutschland beim DAeC veröffentlichte Musterzulassung erhalten hat.“ sagt Lisa Zosel, Kommunikationschefin von JMB Aircraft. „Es liegen viele Monate Arbeit hinter uns, dem Hersteller sowie allen, die hierbei mitgewirkt haben – jede einzelne Minute hat sich gelohnt!“

Die gute Nachricht für die Kunden: Alle VL3 ab Baunummer 100, die unter JMB Aircraft produziert wurden können auf 600kg aufgelastet werden.

Der Weg zur 600kg Klasse war lang und mühsam. Die deutschen Luftsportverbände und Europe Air Sports hatten sich seit Jahren für Anhebung des maximalen Abfluggewichts auf 600-Kilogramm beharrlich engagiert.

Im September 2018 hatten dann das Europäische Parlament und der Rat den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eröffnet, die Konstruktion, Produktion, Wartung und den Betrieb bestimmter Luftfahrzeugkategorien von den Bestimmungen der europäischen Verordnung auszunehmen. Die Bundesrepublik Deutschland hatte daraufhin der EU-Kommission und der EASA mitgeteilt, dass sie von dieser OPT-Out-Regelung für Ultraleichtflugzeuge und Ultraleichthubschrauber Gebrauch machen werden.

Am 15. Januar dieses Jahres veröffentlichte das Luftfahrt-Bundesamt die neuen Bauvorschriften für 600 kg-Ultraleichtflieger und Ultraleicht-Tragschrauber in den Nachrichten für Luftfahrer (NfL), die für Ultraleichte Hubschrauber am 28. Februar. Die Vorschriften zur Lärmmessung erschienen am 13. Juni 2019 in den NfL.

Das Kennblatt ist auf der Website veröffentlicht.