Suche schließen X
Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Sprachanforderungen, die LTO-010

Seit dem 5. März 2008 ist die Regelung der ICAO in Kraft, nach der deutsche Piloten bei Flügen ins nicht deutschsprachige Ausland ihre englischen Sprachkenntnisse nachweisen müssen. Diese Vorschrift gilt für Piloten von Flugzeugen und Hubschraubern. Inhaber der Segelfluglizenz mit Eintrag TMG  brauchen keine Sprachkompetenz nachzuweisen.
Nachdem die Pläne für die Sprachprüfungen bekannt wurden, hatte sich die DAeC-Motorflugkommission mit dem Luftfahrt-Bundesamt in Verbindung gesetzt. Das Ergebnis der Bemühungen ist eine praxisfreundliche, günstige Regelung für die Luftsportler, ihren Sprachlevel nachzuweisen. Wären beispielsweise nur Sprachschulen zur Prüfungsabnahme berechtigt, hätten die Piloten viel Zeit und Geld für den Nachweis investieren müssen.
Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) hat dem DAeC die Zulassung als Stelle zur Abnahme von Sprachprüfungen erteilt. Die Bundeskommission Motorflug hat die Federführung für die Umsetzung der Beauftragung im DAeC übernommen. Damit können Piloten zukünftig die geforderten Erst- und Verlängerungsprüfungen auf Level 4 und 5 bei den DAeC-Sprachprüfern ablegen.
Im DAeC sind insgesamt zehn leitende Sprachprüfer (LSP) tätig. Sie sind berechtigt, interne Sprachprüfer (SIP), beispielsweise Fluglehrer, zu qualifizieren. Ziel war es, mit einem dichten Netz an Prüfern allen DAeC-Piloten die Möglichkeit zu bieten, den Nachweis einfach und preiswert zu erwerben.
Die DAeC-Organisationsstruktur für die Prüfstelle, die vom LBA anerkannt wurde, sieht vor, dass die Bundesländer in sechs Regionalzentren zusammengefasst werden. "Nord" betreut Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, "Ost" Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, "West" Nordrhein-Westfalen, "Mitte" Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, "Südost" Bayern und "Südwest" Baden-Württemberg. Für jedes Regionalzentrum ist ein leitender Sprachprüfer mit Sprachlevel 6 aktiv. Als Verantwortlicher für die Qualitätssicherung (Prüfungen und Ausbildung des prüfungsberechtigten Personals) wurde Carsten Brandt eingesetzt. Er ist Vorsitzender des Gremiums der leitenden Sprachprüfer. Brandt und die leitenden Sprachprüfer sind verpflichtet, auf die Einhaltung von Vorschriften und die Durchführung der standardisierten Prüfungsverfahren unter Verwendung genormter, vom LBA zur Verfügung gestellter Prüfungsunterlagen zu achten. Damit soll ein einheitlicher Standard gewährleistet werden.
Um als Prüforganisation vom LBA anerkannt zu werden, musste die Motorflugkommission mehr als 10.000 Euro für Verwaltungsgebühren und Qualifikation der LSP aufbringen. Um die Fortführung der Arbeiten zu gewährleisten, werden moderate Preise für Prüfungen und Qualifizierungen erhoben. Vorgesehen ist, für DAeC-Mitglieder ein deutlichen, und für Nichtmitglieder auch noch einen spürbaren Preisvorteil  gegenüber professionellen Sprachinstituten zu realisieren. Die aktuellen Tarife für die verschiedenen Prüfungsarten sind in einer Tablelle zusammengefasst.

Nähere Informationen zu den Sprachprüfungen gibt es hier: Link