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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Gesetze und Verordnungen

Der Zugang zu Pilotensitz und Steuerknüppel, das Verhalten in der Luft und am Boden, die Ausbildung und die Anforderungen an Ausbilder und Prüfer, die Verfahren zur Sicherstellung der Lufttüchtigkeit, ..., ..., sind in einer Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen beschrieben. Sie im Deteil zu beschreiben, sprengt den Rahmen dieser Publikation, deshalb sollen nur die unterschiedlichen Rechtsysteme genannt, und die wichtigsten Inhalte angesprochen werden.

ICAO

(Civil International Aviation Organisation)

Die Civil International Aviation Organisation ist der internationale Organisation, die grundlegende Regeln für Lizenzierung und Flugbetrieb beschreibt. Diese Regeln sind von Einzelstaaten und regionalen Zusammenschlüssen (z.B. der EU) umzusetzen.

Ausbildungen und Lizenzen "nach den Regeln der ICAO" haben weltweit Bedeutung.

Ursprünglich in einzelstaatlichen Lösungen, später in staatsübergreifenden Zusammenschlüssen wie der europäischen Joint Aviation Authorities (JAA) werden heute in Europa die Regeln für Flight Crew (fliegendes Personal), Maintenance (Wartung) und Airworthiness (Lufttauglichkeit) von der Europäischen Union (EU) verwaltet und gepflegt. Große Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die European Aviation Safety Agency (EASA), welche Regelfindungsprozesse leitet und Regelvorschläge erarbeitet.

Auch die nach diesen Regeln erteilten Lizenzen tragen bis auf wenige Ausnahmen den textlichen Zusatz "ausgestellt nach den Regeln der ICAO", und werden weltweit anerkannt.

Eine Sonderstellung nehmen die "Leicht"-Lizenzen ein (LAPx), die es für Flugzeuge (x=A), Hubschrauber (x=H), Segelflugzeuge (x=S) und Ballone (x=B) gibt. Der Erwerb dieser Lizenzen ist mit Erleichterungen verbunden. Sie haben allerdings nur innerhalb des Rechtsraumes der EU sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz Gültigkeit.

JL

LuftVG, LuftVO, LuftPersV, ...

(Nationales Regelwerk)

Die europäische Verordnungsgebung hat Freiräume gelassen, die es ermöglichen, neben dem europäisch einheitlichen Regelwerk, nationale Systeme aufrecht zu erhalten. Dazu gehören in Deutschland nicht nur die Luftsportgeräte und Modellflugzeuge, seit dem Frühjahr 2017 sind alle unbemannten Luftfahrzeuge in einer "Drohnenverordnung" reglementiert.
So gibt es trotz Inkrafttretens der europäischen Regeln nach wie vor die deutschen Regelwerke, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen. Für Luftsportler sind die wichtigsten:- Luftverkehrsgesetz (LuftVG)

- Luftverkehrsordnung (LuftVO)
- Verordnung für Luftfahrtpersonal (LuftPersV)
- Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG)

Deutsche Gesetzestexte finden man als Serviceleistung des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) als Gesetze im Internet.

JL