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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Kunstflug

Was darf man, was nicht? Die Formulierung in §8 der Luftverkehrsordnung ist eindeutig. Sie zeigt die Höhenbeschränkung nach unten ebenso auf, wie die erforderlichen Maßnahmen zur Integration der Kunstflugmaßnahme in den kontrollierten Luftraum (Flugplan, soweit anwendbar).

Absatz 2 des Paragraphen weist den Weg für den Fall, dass der gesteckte Rahmen zu eng ist. Das kann erforderlich sein bei Luftfahrtveranstaltungen im Sinne von Flugplatzfesten, Airshows und Messen, es gilt aber auch für rein sportliche Veranstaltungen wie Kunstflugwettbewerbe nach anerkannten Regularien.

Soweit der Bereich der klar formulierten Vorgaben, so zu sagen der Pflicht. Daneben gibt es auch die Kür, die implizit im §1 versteckt ist. Sie wird von manchem Piloten gern übersehen. Er hat einen Flugplan aufgegeben und hat seine Freigabe erhalten. Wenn er für Wettbewerbe trainiert und die Sicherheitsmindeshöhe für Kunstflug unterschreiten muss, hat er dafür bei der Landesluftfahrtbehörde eine Genehmigung eingeholt. Damit wähnt er sich in seinem Lieblings-Kunstfluggebiet, in dem er regelmäßig zu sehen und zu hören ist, allen Anfeindungen gegenüber im Recht. Und ja, was er da tut ist legal. Der verantwortungsbewusste Kunstflieger weiß indes, dass nicht jeder Bürger begeistert ist von dem, was regelmäßig Zehntausende zu Luftfahrtveranstaltungen auf die Flugplätze lockt, und trägt dem Rechnung. Er fliegt mal hier und mal dort, natürlich unter Beachtung der oben genannten Rechtsvorschriften, und ist erst nach vielen Tagen oder Wochen wieder am selben Ort zu sehen ... und zu hören.

Es ist deutlich, und sollte jedem klar sein, dass man hier verantwortungsbewusst zwischen dem Ausleben von persönlichen Interessen und Rechten und den berechtigten Ansprüchen der anderen abwägen muss. Daran sollte denken, wer regelmäßig Kunstflug ausübt.