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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Team Germany bei der Hubschrauber-WM in Minsk: Gute Mittelfeldplätze am ersten Wettbewerbstag

Die 16. FAI Helicopter World Championships in Minsk nehmen Fahrt auf. Offizieller Start der vier Disziplinen war gestern mit dem Präzisionsflug und dem Fender Rigging. Für die deutschen Helikopterfans hier schon mal die ersten Zwischenergebnisse aus der weißrussischen Hauptstadt:

Beim parallel ausgetragenen Präzisionsflug, bei dem der Helikopter dicht über dem Boden in konstant gleichmäßiger Höhe manövriert werden muss, landeten – wie erwartet – drei russische Teams mit 298,3, 296,8 und 295,7 (von 300 möglichen Punkten) auf den Medaillenrängen. Erfreulich Rang vier für Maria Mus und Jakub Malec aus Polen. Die Mixed-Crew erreichte knapp dahinter 295,2 Punkte vor dem polnischen Brüderpaar Marcin und Michal Szamborski (291,9 Punkte). Auf den Plätzen 22 und 29 etablierten sich Eigner/Schauff und Hopf/Fuß mit guten 268 beziehungsweise 234 Punkten. Morgenstern/Seer aus Österreich belegten hier Rang 15 mit 281,3 Punkten.

Bei leichtem Regen ging es nach einer kurzen Mittagspause gleich mit der zweiten Disziplin weiter: dem Parallel-Fender Rigging (oder besser: Bojen in Tonnen versenken). Diese Disziplin haben die Osteuropäer nahezu perfektioniert. 13 Crews aus Russland, Weißrussland und der Ukraine holten die maximale Punktzahl 300. Die Platzierungen unterschieden sich nur in den geflogenen Zeiten. Die beste lag bei 41 Sekunden. Zum Vergleich: Martin Eigner und Michael Schauff erreichten hervorragende 297 Punkte in 64 Sekunden (Platz 16). Hopf/Fuß flogen 78 Sekunden und holten 236,5 Punkte (Platz 30). Von den westeuropäischen Teilnehmern konnten nur Thomas Morgenstern und Stefan Seer mit 56 Sekunden und 300 Punkten auf Rang 9 die Ost-Überlegenheit durchbrechen. Beide trainieren regelmäßig mit den Russen und haben sich deren außergewöhnliche Flugtaktik inzwischen angeeignet. Am heutigen Mittwoch steht die Navigation auf dem WM-Programm.

Der erste Wettkampftag der 16. Hubschrauber-Weltmeisterschaft klang am Abend mit der offiziellen Eröffnungsfeier aus. Dem folgte das erste offizielle Get together für alle Teams, Schiedsrichter und Helfer.

Bei der WM 2018 auf dem Borovaya Airfield, nördlich von Minsk, sind insgesamt 38 Crews aus sieben Nationen (China, Deutschland, Österreich, Polen, Russland, Ukraine und Weißrussland) am Start. Nicht alle Crews fliegen beim klassischen Teil der WM mit. Vornehmlich die osteuropäische Spitzenteams konzentrieren sich auf die Qualifikationsläufe im Fender Rigging und im Slalom für den Helicopter World Cup (HWC), der im Verlauf eines Jahres europaweit sowie auch im Rahmen der WM ausgetragen wird. Das deutsche Team geht hierbei nicht an den Start.

Renate Strecker

Foto: Gaby Bühler-Seidel

Die deutschen Crews Schauff/Eigner und Hopf/Fuß (v.l.) vor ihrer in Minsk gecharterten Robinson R44.