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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

 

 

 

 

Bundeskommission Motorflug im DAeC

Dank guter Lobbyarbeit Etappenziel erreicht

Bei der gestrigen Sitzung des Bundestages entschieden sich die Abgeordneten für die Umsetzung der EU-Drohnenverordnung in nationales Recht. Darin wurden wichtige Argumente des DAeC berücksichtigt.

Dazu ein Kommentar von DAeC-Präsident Stefan Klett:

"Das war ein wichtiger Tag: Am 19. April durfte der DAeC als Sachverständiger im Verkehrsausschuss des Bundestags die Positionen des Luftsports vertreten. So eine Einladung ist kein Zufall.

Damit wir in solchen Gremien gehört werden, arbeiten wir seit Jahren sehr engagiert. Dabei gibt es zwei Ebenen: die fachliche und die kommunikative. Auf der fachlichen Seite müssen wir mit Kompetenz und schlüssigen Lösungen auf uns aufmerksam machen. Das ist eine oft recht mühsame und anspruchsvolle Arbeit. Unsere Experten kommentieren Entwürfe – oft bleibt für die Stellungnahme nur eine kurze Frist –, entwickeln Modelle und erklären, warum Entscheidungen für den Luftsport oft so gravierend sind. Auf der kommunikativen Ebene müssen wir intensive persönliche Kontakte aufbauen und pflegen und uns einen guten Ruf erwerben. Für den Erfolg müssen alle Beteiligte sehr eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das ist uns beispielsweise beim Thema Drohnenverordnung gut gelungen, die auch eine Passage beinhaltet, die dem bemannten Luftsport schaden könnte. Die Bundeskommission Modellflug, der Luftsport-Verband Bayern und die DAeC-Bundesgeschäftsstelle haben akribisch die Dokumente bearbeitet und unsere Argumentationslinie ausgearbeitet. Als Sprecher werden üblicherweise die Präsidenten oder Vorsitzenden der Verbände eingeladen. Ausgezeichnet gebrieft konnte ich vortragen und die Fragen der Ausschussmitglieder beantworten.

Die zweite und dritte Lesung im Bundestag am 6. Mai nach 23 Uhr zeigte, dass unsere Argumente überzeugen konnten, was uns für die Zukunft optimistisch stimmt und motiviert. Staatssekretär Steffen Bilger, MdB, lobte in seinem Beitrag die gute Zusammenarbeit mit den Luftsportverbänden. Das Ergebnis gibt uns zudem Gelegenheit, weiter mit den Ministerien und Behörden an Themen zu arbeiten, um den Luftsport weiterhin mit allen Freiheiten so weit wie möglich ausüben zu können. Das Gesetz muss nun noch den Bundesrat passieren.

Grundsätzlich gilt für die politische Arbeit: in der Sache hart, aber immer sachlich und fair. Eine gewisse Kompromissbereitschaft gehört auch dazu.

Dieses Vorgehen ist nicht immer einfach. Die größte Aufmerksamkeit erhalten oft die, die laut durch Aktionismus auffallen oder rechtliche Schritte androhen. Um nicht falsch verstanden zu werden: Wenn es nicht anders geht, scheuen wir nicht den Rechtsweg. Nachhaltiger sind aber Lösungen, die auf Akzeptanz und Verständnis basieren. Damit wurde bereits ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, und der DAeC wird von den Entscheidungsträgern gehört.

Ohne diese Lobbyarbeit hat der Luftsport in Deutschland keine sichere Zukunft. Um Erfolg zu haben, müssen wir glaubwürdig sein und erklären, warum der Luftsport gut für alle und kein Privileg für einige ist. Das gelingt uns nur, wenn wir geschlossen für unsere Ziele eintreten."

 

Mehr über die Sitzung auf der Bundestags-Website