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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

DAeC-Vorstand: Update Umwelt- und Naturschutz

Die Auftaktveranstaltung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zum Thema „Sport.Outdoor – Verantwortung für Natur, Umwelt und Gesellschaft“ sollte eigentlich Anfang März 2020 in Berlin starten. Im Zusammenhang mit COVID-19 steht aber zunächst eine zeitliche Verschiebung an.

Optisch äußerst anschaulich präsentiert Natursport.info den Segelflug. Foto: Screenshot

Und auch den Ballonsport und seine Auswirkungen auf Flora und Fauna erklärt das Infoportal detailliert. Foto: Screenshot

Der DAeC- Leitfaden zum Vorgehen zur Ermittlung des ökologischen und ökonomischen Potentials eines Luftsportvereins - wurde im letzten Jahr fertiggestellt und auf der AERO 2019 verteilt. (v.l.) René Heise, der damalige Präsident und das heutige Ehrenmitglied Wolfgang Müther und DAeC-Generalsekretär Hubertus von Samson-Himmelstjerna. Foto: DAeC

Als Dachverband der deutschen Luftsportverbände verfolgt der DAeC aufmerksam die dort anvisierten neuen Ansätze und Diskussionen zu den Themen nachhaltige Sportentwicklung im Vereinsbetrieb, Förderung eines verantwortungsbewussten Erlebens in Naturräumen bzw. klimafreundliche Umgestaltung von Sportveranstaltungen.

Als Projektträger konnte im April das BMU  über den erfolgreichen Relaunch des Online-Informationsportals „www.NaturSport.info“ berichten. Dieses Webportal bündelt Fachinformationen anschaulich zu verschiedenen Natursportarten und deren Auswirkungen auf Flora und Fauna bzw. deren Lebensräume.

Der DAeC bzw. die Bundeskommissionen hatten sich hier in gemeinsamer Abstimmung bei der Portalerstellung „Entdecke Natursport in der Luft“ fachlich eingebracht und neben dem Wissenswerten zum Drachen- und Gleitschirmfliegen, Ballonfahren, Modell-, Segel- und Ultraleichtflug auch die Anforderungen und Auswirkungen auf den Naturraum beschrieben.

Schwierige Konflikte zwischen Luftsportlern und Umweltschützern sind glücklicherweise selten geworden, nicht weil es weniger Diskussionspunkte gäbe, sondern weil sich beide Seiten auf das Motto „Kooperation statt Konfrontation“ geeinigt haben.

Auf lokaler Ebene leben Luftsportvereine und Flugplatzbetreiber täglich den Naturschutz. Flugplätze bieten einen nahezu unveränderten stabilen Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren, darunter viele bedrohte Arten. Grünflächen werden nicht gedüngt oder mit Pflanzenschutzmitteln besprüht. Kiebitz,Bekassine, Wiesenpieper, Braunkehlchen und Neuntöter danken dafür.

Der DAeC-Vorstand begleitet Studien und Projekte zu den Themen Umwelt und Klimaanpassung im Sport aktiv. Vizepräsident René Heise, der gemeinsam mit den beteiligten Bundeskommissionen die Entstehung des NaturSportInfo Portals mit begleitet  hat, ist laut Geschäftsverteilungsplan  für Umweltthemen des DAeC im Vorstand zuständig. Bekannt sind den Mitgliedern seine Aktivitäten bei der Leitung der Arbeitsgruppe Windkraftanlagen mit den Auswirkungen auf die Luftfahrt, sowie dem vom DOSB geförderten DAeC-Projekt: „Klimaneutral. Energieeffizient. Nachhaltig-  Innovationen im Luftsport“.

Auf den letzten Mitgliederhauptversammlungen hatte er das Konzept einer DAeC-Informationsplattform in der Form eines Geoportals vorgestellt, ein geographisches Informationssystem (GIS), was neben räumlichen Vereins- und Luftsportinformationen (Thermikkarten, Rekordflüge, Online-Flüge/Wettbewerbe), Web- Dienste der Behörden auch umweltrelevante Daten (Vogelschutzgebiete, Windkrafteignungsgebiete, Umweltprojekte der Flugplätze) mit einfließen lässt.

Erste Erhebungen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Sportvereine werden mit dem neuen BMU-Projekt „KlimASport“ untersucht. Heise hatte hier versucht erste Antworten u.a. auf Fragen der Betroffenheitstendenzen  durch bereits eingetretene Klimawandelfolgen auf den Flugplätzen bzw. den Unterschied zur Relevanz vom Klimawandel im Spitzen- und Breitensport zu geben.  Vor allem in den östlichen Bundesländern scheint sich der Klimawandel besonders auszuwirken und die Flug-plätze sind direkt oder indirekt davon zunehmend betroffen.  Beruflich ist er ohnehin in Brüssel zu dem Thema  Klimaveränderungen mit den Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft unterwegs, so dass ihm die Climate Change-Thematik fachlich vertraut war.

Flankiert werden alle diese Punkte durch die Anstrengungen und neuen (Förder-)Programme der Bundesministerien und Landesbehörden. Rene Heise informiert hier kontinuierlich die Gremien des DAeC und hofft bei zukünftigen sportpolitischen Strukturanpassungen im Verband, dass diese Themen  zentral in der DAeC- Bundesgeschäftsstelle mit wahrgenommen werden können. „Der DAeC als nationaler Verband sollte jedoch in Umweltfragen nicht nur koordinierend wirken,sondern auch als Impulsgeber für nachhaltige Entwicklungen in der Luftfahrt allgemein tätig sein.“