Luftraum: Drohnenflüge außerhalb der Sichtlinie

Bisher sind wir davon ausgegangen, dass erst ein U-Space eingerichtet werden muss, bevor Drohnen außerhalb der Sichtlinie des „Piloten“ (Beyond visual line of sight - BVLOS) fliegen dürfen. Nun haben wir aber die Information erhalten, dass diese Drohnen bereits in der heutigen Luftraumstruktur fliegen dürfen, wenn die Genehmigung durch die zuständige Stelle eines Mitgliedstaates oder durch das Luftfahrtbundesamt (LBA) oder durch eine Landesluftfahrtbehörde sowie eine Sicherheitsbewertung nach SORA (Specific Operational Risk Assessment) vorliegt.

Die Firma flyxdrive führt Drohnenflüge im Luftraum G durch. Foto: flyxdrive

In Sachsen führt die Firma „flyXdrive GmbH“ seit dem 28. Juni 2023 solche Flüge bis zu einer Höhe von 110 m (Luftraum G) durch. Für Drohnen gilt auch weiterhin die SERA-Regel, dass dem bemannten Luftverkehr ausgewichen werden muss.

Die Fluggeräte sind mit FLARM („in“ + „out“) und ADS-B (nur „in“) ausgerüstet. Der Flug ist automatisiert, wird aber durch „Fernpiloten“ überwacht. Diese haben ein aktuelles Luftlagebild basierend auf den empfangenen Daten von FLARM- und ADS-B-Signalen.

Das Referat Luftraum, Flugsicherheit und Flugbetrieb befindet sich bereits in engem Austausch mit dem LBA und hat entsprechende Arbeitsgespräche vereinbart. Weitere Informationen zu folgen in der zweiten Julihälfte.