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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Wirtschaftsfaktor Luftsport

Am 11. Juli besuchte DAeC-Präsident Stefan Klett Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, in seinem Wahlkreisbüro in Düsseldorf. Die wichtigsten Themen: unbemannte Flugzeuge, Luftraum, Flugsicherheit, Innovationen und Förderprojekte.

Jarzombek wurde im April 2018 vom Bundeskabinett zum Koordinator ernannt. Diese Aufgabe ist im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie angesiedelt. Seine Aufgabe ist es, Maßnahmen zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luft- und Raumfahrt in den Bereichen Forschung und Entwicklung zu bündeln. „Luftsport und die Allgemeine Luftfahrt spielen bei den Innovationen in der Luftfahrt durchaus eine wichtige Rolle“ betonte Stefan Klett. „Fliegen mit Elektroantrieb ist beispielsweise eins der aktuellen Themen.“

Kurzfristige wirtschaftliche Interessen dürfen den Luftsport allerdings nicht gefährden. Bestrebungen der Industrie, für kommerziell genutzte Drohnen besondere Lufträume einzurichten, sind langfristig nicht zielführend. „Der Luftraum ist für alle da!“, erinnerte Klett. Nicht zu unterschätzen sei die Nachwuchsarbeit, denn oft werde das Interesse für berufliche Karrieren in der Luftfahrt auf dem Flugplatz geweckt.  

Außerdem interessierte sich der Koordinator besonders für die DAeC-Positionen zum Bau von Windenergieanlagen in Flugplatznähe. Der DAeC hatte mehrfach auf verschiedenen politischen Ebenen auf die ernste Gefahr durch die Anlagen hingewiesen.

Grundsätzlich waren sich die  Gesprächspartner einig, dass die Zuständigkeitsbereiche der Luftfahrtbehörden respektiert werden müssen. Nicht akzeptabel sei es, wenn beispielsweise Untere Landschaftsschutzbehörden ihre Forderungen, die nicht in ihrer Kompetenz liegen und die Luftfahrt betreffen, durchsetzen wollen.

Jarzombek sicherte zu, die berechtigten Interessen der Luftsportler zu unterstützen und sie in den engen Dialog mit anderen Luftraumnutzern einzubinden.

Thomas Jarzombek und Stefan Klett vereinbarten, sich regelmäßig über aktuelle Themen auszutauschen. Die beiden kennen sich schon lange aus der politischen Arbeit. Sie waren von 2009 bis 2013 Mitglieder des WDR-Rundfunkrates. Das nächste Treffen könnte auf einem Segelfluggelände stattfinden, denn Klett lud seinen Gesprächspartner ein, sich seine Heimat aus der Vogelperspektive anzuschauen.