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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

WeGlide: "So offen wie möglich, damit die Innovation nie stoppt"

Die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) startet am 1. April durch. Ebenfalls an Bord: WeGlide - ein neuer Partner, der die passende Plattform mit vielen Neuerungen für ein solches Unterfangen bietet. Wir sprachen mit den Entwicklern Samuel, Moritz und Johannes.

Die WeGlide Entwickler Johannes, Moritz und Samuel. Foto: WeGlide

In drei Sätzen: Was macht WeGlide für jeden Segelflieger unverzichtbar?


Samuel: WeGlide bietet von der Flugplanung über die Wettbewerbe bis zum Teilen der Fluggeschichten alles an - das gab es vorher noch nicht in einer Plattform. Das eröffnet neue Möglichkeiten wie die Online-Deklaration oder den Austausch von Wissen durch Filterfunktionen. Letztendlich wollen wir auch mit einfacher Bedienung und gutem Support überzeugen.

Moritz: Ja genau, wir wollen als Plattform sehr transparent sein und gerade auch den Gemeinschafts-Aspekt fördern, dass alle Informationen einfach zugänglich sind, man sich austauschen kann und besser von den Erfahrungen der anderen lernen kann.

Wie kommt man auf eine solche Idee beziehungsweise wie habt Ihr gespürt, dass Bedarf an einem solchen Portal besteht?

    
Johannes: Wir waren wohl schon immer diejenigen, die mehr Zeit vor den Portalen zur Flugbetrachtung, als mit dem eigentlichen Fliegen verbracht haben und haben da gewisse Dinge vermisst. Moritz hat beispielsweise einen Artikel zur Auswertung der tatsächlichen Leistung von Flugzeugen geschrieben, da war es schwierig genügend Flugdaten zu sammeln – jetzt gibt es das alles auf WeGlide. Und ich für meinen Teil habe immer eine Möglichkeit vermisst, um alles durchsuchen zu können. Wer ist die größte Strecke mit einer LS 8 geflogen? Wer hat die langsamsten 800 km geflogen? Irgendwann sind wir an die Grenzen dessen gestoßen, was wir ohne eigene Plattform erreichen konnten. Das ist auch einer der Gründe, wieso wir WeGlide so offen wie möglich gestalten wollen, damit die Innovation nie stoppt.

Nun seid Ihr ja gerade erst mit dem Angebot durchgestartet, aber gibt es schon Pläne für die Weiterentwicklung?


Samuel: Momentan arbeiten wir an der Wetterintegration von den bekannten Diensten und natürlich dass alles zum Start der DMSt auch richtig gut läuft. Danach werden wir uns das Livetracking vornehmen, welches wiederum die Kombinationen mit Auswertungen und Wetter erlaubt. SeeYou und LXNAV arbeiten ebenfalls an Integrationen. Es bleibt also spannend!

Moritz: Auch die bisherigen Nutzer*innen haben uns jetzt schon viele Hinweise gegeben und Ideen geliefert, was wir noch alles entwickeln könnten. Da gibt es immer noch mehr Potenzial und viel zu tun.

Wie sammelt Ihr Feedback?

Johannes: Ja (lacht). Da unser Team so klein ist, bekommen wir in der Regel alles mit und an uns kann einfach über einen der Kanäle geschrieben werden. E-Mails am besten immer an info@weglide.org, dann ist die Chance geringer, dass wir sie übersehen. Für die, die sich damit auskennen, haben wir auch einen Bugtracker auf Github eröffnet, aber sonst gerne auch alle Fehler und Hinweise per Mail schreiben, am besten mit Link zum betroffenen Flug, dann gucken wir uns das an.

Wie sind die bisherigen Reaktionen?

Samuel: Überwältigend. Täglich erreichen uns Nachrichten, die uns wirklich helfen WeGlide zu verbessern. Aber nicht nur das, viele packen direkt mit an. Die Übersetzung in sieben Sprachen war beispielsweise innerhalb von ein paar Wochen erledigt. Das hat uns positiv überrascht. Aber auch der Aufgabenplaner, ein komplexes Stück Software, wäre ohne die Community nicht da, wo er momentan ist. Natürlich sind wir aufgeregt, wenn WeGlide im Segelfliegen-Magazin erscheint oder beim Late Night Soaring Stammtisch genutzt wird, um Wissen weiterzugeben. Solche Erfahrungen zusammen mit den positiven Rückmeldungen motivieren uns extrem.

Moritz: Und wir sind auch einfach sehr dankbar, dass die Plattform allgemein und Funktionen wie die Fluggeschichten bisher so gut angenommen werden und so viele direkt auch mehrere ältere Flüge hochgeladen haben. Daran kann man gut sehen, was funktioniert und was wir noch ausbauen müssen.

Wie geht Ihr mit Kritik um?

Samuel: Ganz einfach, es sind immer die Nutzer schuld (lacht). Nein, Kritik ist der wichtigste Baustein für stetige Verbesserung. Da wir nicht planen die Arbeit einzustellen ist sie willkommen und wir möchten alle einladen sich zu beteiligen. Wenn etwas in unseren Augen nicht umsetzbar erscheint, können wir das begründen und tun dies auch. So entstehen konstruktive Diskussionen, die mit kreativem Denken zu guten Lösungen führen können. Ein gutes Beispiel dafür ist die Art und Weise, wie man auf WeGlide nach Zeiträumen filtert, da hatten wir viel Feedback und jetzt funktioniert es!