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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

U-Space: DAeC und EAS sprechen mit einer Stimme

Der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC) und Europe Air Sports (EAS) stehen in der Diskussion um den U-Space eng zusammen: Bestehende Strukturen und Regeln für den Luftraum müssen das verbindliche Grundgerüst für eine Einführung des U-Space sein, der das Zusammenspiel von kommerziell genutzten Unbemannten Flugsystemen (UAV) und herkömmlicher Luftfahrt regeln soll.

Im Dialog mit Joachim Lücking (mitte), Referatsleiter der Europäischen Kommission Verkehr Generaldirektion für Luftsicherheit: EAS-Vizepräsident Rudolf Schuegraf (links) und EAS-Präsident Andrea Anesini. Foto: Christian Mannsbart

Sind sich mit Europe Air Sports in der Kommentierung des EASA Diskussionspapiers völlig einig: DAeC-Präsident Stefan Klett (links) und DAeC-Generalsekretär Hubertus von Samson-Himmelstjerna. Foto: DAeC

„Wir sind sehr überrascht über den Inhalt des Diskussionspapiers der EASA und auch darüber, wie viel Fahrt das Thema so plötzlich aufnimmt. Schließlich hat nur eine sehr kleine Gruppe von Teilnehmern daran gearbeitet, ohne wichtige Stakeholder in die Diskussion mit einzubeziehen“, kommentiert EAS-Präsident Andrea Anesini das inoffizielle Papier der europäischen Behörde.

Das Diskussionspapier war in einem Workshop der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der Europäischen Kommission vorgestellt worden, zu dem Vertreter der Mitgliedsstaaten und Industrie geladen worden waren. Dem DAeC wurde nach Bekanntgabe des Ergebnisses ein Zeitfenster von drei Tagen eingeräumt, um die Diskussionspunkte zu kommentieren, was Dank einer konzentrierten Aktion aller Beteiligten am Freitag, 24. Mai gelungen war. Das zugehörige Statement lesen Sie hier.

Auch die Experten von Europe Air Sports haben die Frist zur Kommentierung nach dem entscheidenden Hinweis durch den DAeC einhalten können. Europe Air Sports  schließt sich für seine europaweit 650 000 aktiven Luftsportler der Kommentierung seines Mitglieds DAeC voll und ganz an. „Es freut mich, dass diese Solidarität innerhalb der europäischen Luftsportfamilie da ist und unsere Fachkompetenz in Luftraumfragen deutlich wird!“, so DAeC-Präsident Stefan Klett.

„Wir erwarten, dass wir in die künftige Diskussion und Ausarbeitung des U-Space mit einbezogen werden und bieten gerne unsere Expertise  an. Wir freuen uns auf den Dialog mit allen Beteiligten“, ergänzt EAS-Vizepräsident Rudi Schuegraf. Europe Air Sports wird das Thema am 12. Juni 2019 mit Experten der EU Kommission in Brüssel erörtern.

DAeC und EAS weisen in diesem Zusammenhang gemeinsam darauf hin, dass die  „Roadmap for the safe integration of drones into all classes of airspace“, welche zum ATM (Air Traffic Management) Masterplan 2018 erstellt wurde, folgende Kernaussagen getroffen hat, an denen unbedingt festgehalten werden muss:

  • U-Space ist keine eigene Luftraumkategorie, sondern ein Konzept zur stufenweisen Integration des Drohnenfluges in mehrere Luftraumkategorien.
  • U-Space ermöglicht die nahtlose Einbettung der unbemannten Luftfahrt in die bestehende bemannte Luftraumnutzung, ohne die ICAO-Standards zu verändern.
  • Demzufolge bleibt es auch bei Einführung von U-Space bei den bestehenden ICAO Luftraumkategorien. Europa darf da keinen Sonderweg gehen.
  • Die „Schlüssel-Prinzipien“ des Roadmap-Dokuments der ICAO müssen eingehalten werden.