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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Roland Aircraft Z602 mit Junkers Magnum 601

Heute erfolgte die Änderung der Musterzulassung des UL Roland Aircraft Z602 (Kennblattnummer 61144.5) mit dem Rettungsgerät Junkers Magnum 601. Unter der Aufsicht eines DAeC-Prüfers hatte der Hersteller die Ausschusstests am 13. Mai auf dem Flugplatz Mendig in der Eifel erfolgreich durchführen können.

Während des Ausschusstests wirken starke Kräfte auf das Material. Foto: Roland Aircraft

Die Änderung der Musterzulassung ist ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zur zukünftigen Auflastung der Roland Aircraft Z602. Nach zukünftiger Auflastung ist für diesen Typ neben dem Magnum 601 mit dem BRS-6 bereits ein weiteres Rettungsgerät zugelassen.

Folgende Schritte sind für die erfolgreiche Musterzulassung des Einbaus eines Rettungsgerätes nötig:

  • Lastnachweis der Aufhängungspunkte
  • Ausschusstest
  • Adaptionsprüfung (schriftliche Abstimmung zwischen dem Hersteller des Rettungsgeräts und dem Flugzeughersteller

Um zu gewährleisten, dass Rettungsgeräte in jedem UL-Flugzeug funktionieren, müssen die oben genannten Prüfungen für jeden Typ gemacht werden. Der Einbau des Rettungsgerätes muss aufgrund der sicherheitsrelevanten Befestigung beim Hersteller stattfinden.

Vereinfacht dargestellt funktionieren Rettungsgeräte nach dem folgenden Schema: Im Ernstfall zieht der Pilot den Auslösegriff im Cockpit. In der Folge schießt eine Rakete aus der vorgesehenen Vorrichtung im Flugzeugrumpf. Mit einem Rückstoß von mindestens 150 Kilogramm zieht diese den Fallschirm in die Luft. Danach muss die Aufhängung des Rettungsgeräts zirka fünf Tonnen Entfaltungsstoß aufnehmen können.