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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Netzwerkarbeit in Europa

Die Teilnehmer v.li.: Hans Hynek und Manfred Kunschitz (Österreich), Martin Ryff (Schweiz), Huber-tus von Samson-Himmelstjerna und Sigrid Berner (Deutschland), Frits Brink (FAI), Ronald Schnit-ker (Niederlande), Jo van de Woestyne (Belgien), Ernest Mattiusse (Luxemburg), Bengt Lindgren (Schweden, FAI-Vorstand), Arny Weber und Carlo Lecuit (Luxemburg) sowie Ronald Termaat (Niederlande).

Gemeinsam stark auftreten, Erfahrungen austauschen und Positionen zu aktuellen Themen entwickeln: Dafür trafen sich die die Delegierten der nationalen Aeroclubs aus sieben europäischen Ländern auf Einladung des DAeC am 28. und 29. September 2018 in Deidesheim/Weinstraße. Auch Frits Brink, Präsident der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), reiste zum diesjährigen Meeting. 

Die drängenden Themen und Fragen sind in den Verbänden ähnlich: Wie kann eine positive Mitgliederentwicklung erreicht werden? Welche Chancen bietet der Multicopterboom für den Luftsport? Wie können nachteilige gesetzliche Vorschriften auf europäischer und nationaler Ebene verhindert werden? Und nicht zuletzt: welche Konsequenzen hat der Ausbau der Windenergieanlagen für die Fliegerei? 

Für den DAeC berichteten Vizepräsidentin Sigrid Berner und Generalsekretär Hubertus von Samson-Himmelstjerna von dem Engagement des Verbandes. 

Einig waren sich die Teilnehmer, dass die Wahrnehmung des Luftsports in der Öffentlichkeit verbessert werden muss. Dafür bieten vor allem die neuen, medientauglichen Luftsportarten gute Chancen. Dazu gehört unter anderem Indoor Skydiving. Diese Fallschirmsportdisziplin erfuhr bei der ersten Deutschen Meisterschaft in Bochum im Frühjahr große Aufmerksamkeit. Auch in anderen Ländern sind die Springer in den modernsten Windtunneln so aktiv, dass mittlerweile realistische Chancen für die Aufnahme ins olympische Programm 2024 bestehen.

Wie positionieren sich die Aeroclubs zum Thema E-Sport? Dank der rasanten elektronischen Entwicklung werden die sportlichen Wettkämpfe zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen immer attraktiver. Zunehmend richten die traditionellen Sportverbände für E-Sport eigene Sparten ein. Der organisierte Luftsport sollte zügig auf die Herausforderung reagieren, um nicht den Anschluss an eine möglicherweise erfolgversprechende Entwicklung zu verlieren.

Frits Brink und Bengt Lindgren informierten über aktuelle Schwerpunkte im Weltluftsportverband FAI. Dazu gehörte auch das Entwicklungspotenzial im Multicoptersport. Die entwickelten Wettbewerbsformate sind außerordentlich erfolgreich. Die neue Sportklasse wirkt sich positiv auf die Mitgliederentwicklung vor allem auch im asiatischen Raum aus. Auf der nächsten Generalkonferenz Ende Oktober im Ägypten stehen unter anderem die finanzielle Situation der FAI und geplante Beitragserhöhungen und Wahlen auf der Tagesordnung.