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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Kunstflugwettbewerb in Welzow

Aus der Not, dass es keine internationalen Unlimited Wettbewerbe gibt, hat Klaus Schrodt ein Konzept für ein neues Format von Kunstflugwettbewerben entworfen und wird es in der kommenden Woche (27. bis 30. August) auf dem Flugplatz Welzow-Spremberg einem „Stresstest“ unterziehen.

Das heißt: ca. 13 hochkarätige Unlimited-Piloten werden einen Wettbewerb absolvieren, der zwar in Anlehnung an die von der FAI herausgegebenen Regeln, aber deutlich kompakter abgewickelt wird. So sind die Piloten erstmalig aufgefordert, zwei Programme am selben Tag zu absolvieren. Über die Wettbewerbstage kommen fünf Flugaufgaben auf die Teilnehmer zu: Zunächst ein Pflicht-Programm, das für alle gleich ist, ein weiteres, aus dem aktuellen Regelwerk der FAI entnommenes, weiteres Pflicht-Programm (Free-Known), in dem der Teilnehmer aber die Hälfte der zehn Figuren selbst beisteuern kann.

Diese beiden Programme können vor dem Wettbewerb trainiert werden. Anschließend folgen sogenannte Unbekannte Programme, die erst während des Wettbewerbes entstehen, und die ausschließlich mental einstudiert und „trainiert“ werden dürfen. Den Abschluss bildet die „Final Freestyle“ am Samstag, in der die Wettbewerber mit Rauch, Phantasie und Können die Möglichkeiten, ein Kunstflugzeug durch die Luft zu bewegen, eindrucksvoll unter Beweis stellen werden.

Der Wettbewerb gilt als Test für ein neues Format, das den Vorteil der zeitlichen Kompaktheit bietet. Die Bundeskommission Motorflug unterstützt diese Maßnahme um hier einen Blick in eine mögliche Zukunft zu tun. Möglicherweise wird es später weitere Wettbewerbe dieser Art geben, die als Serie zu einer Art dezentraler Meisterschaft zusammengefasst werden könnte.

Zum EXTRA UNLIMITED AEROBATICS - Welzow Airport sind Kunstflugpiloten aus acht Nationen eingeladen worden und aus Frankreich, Luxemburg, Polen, Schweiz, Tschechische Republik, Ungarn und Deutschland sind Teilnehmer vertreten. Corona hat die Möglichkeiten eingeschrännkt und wird allgegenwärtig sein. Maskenpflicht und "Distancing" werden an der Tagesordnung sein. Auch die Gruppe der Schiedsrichter (die Judgeline) ist mit Personal aus Frankreich, Ungarn, Deutschland und der Tschechischen Republik international besetzt und arbeitet akribisch unter der Leitung von Michael Garbers. Garbers ist bei German Aerobatics, der Vereinigung der Wettbewerbs Motorkunstflugpiloten im DAeC für die Schiedsrichter zuständig. Die Judgeline ist nicht die einzige Schlüsselstelle in der Verantwortung dieser unermüdlichen Gruppierung, auch das gesamte Dokumentenhandling und die Auswertung erfolgen in der Verantwortung und mit der Kompetenz des „Personals“ dieser starken Solidargemeinschaft von Luftsportlern.

Zur Freude des Initiators hat sich eine Gruppe von Freunden und Förderern des Kunstfluges und vor allem dieser Idee zusammengefunden und hilft so der Umsetzung der Idee auf die Beine. Namhafte Unternehmen wie mt-propeller und die Extra Flugzeugproduktions und Vertriebs GmbH gehören dazu, genauso auch lokale Unternehmen, wie die Lausitz Energie Bergbau AG und Einzelpersonen wie die Flugmedizinische Untersuchungsstelle (AME) Dr. Martin Gräf, selbst Kunstflugpilot,  in Karben.

Weitere Infos im Netz.