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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

„Jugend fliegt“: Auf baldige Wiederholung!

Junge Menschen für den Luftsport und die Allgemeine Luftfahrt begeistern – auch solche, die vorher keine Berührungspunkte zur Fliegerei hatten. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich „Jugend fliegt“ gesetzt und erfüllt.

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

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Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Ein breites Grinsen zieht sich über das Gesicht des Jungen im Cockpit des Motorseglers. Er darf, wie alle 30 Teilnehmer des Jugendcamps, an der Seite eines erfahrenen Piloten der Luftsportjugend einen 20-minütigen Rundflug um die Gegend des Flugplatzes Eisenach-Kindel miterleben.

Doch nicht nur das, mancher verschaffte sich vom Korb eines der Heißluftballone der Luftsportjugend aus einen luftigen Überblick über die Region oder ließ sich vom passionierten Segelkunstflieger Lars Reinhold im Cockpit eines Janus bei einem Rundflug in die Geheimnisse des Luftsports einweihen. Das Segelflugzeug hatte der Dr. Angelika Machinek Förderverein Frauensegelflug zur Verfügung gestellt.

Aktives Mitfliegen und viele Themen, die damit einhergehen – etwa berufliche Aussichten in der Luftfahrtbranche oder aber auch sportliche Entfaltungsmöglichkeiten – standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die vom 4. bis 10. August auf dem Flugplatz Eisenach-Kindel stattfand. Als Vorbild diente das ProAero-Lager des Schweizer Aero Clubs, das bereits seit 37 Jahren erfolgreich an den Start geht.

Wenn das Wetter mal nicht mitspielte, bot sich den Teilnehmern ein ganzer Strauß an Indoor-Aktivitäten. Sie bastelten Bumerangs, Balsagleiter, Heißluftballone und Raketen. Letztere ließen sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht in den Eisenacher Himmel sausen – bis zu 90 Meter hoch. Die Flugkörper glitten anschließend ganz sanft und anmutig an einem Fallschirm zu Boden.

An Informationen rund um Luftsport und Luftfahrt kann es auf keinen Fall gemangelt haben. Auf der Agenda standen Vorträge zum Segelkunstflug, zum Thema wie man Sportsoldat bei der Bundeswehr wird oder auch über den Weg zur Pilotenlizenz. Ganz besonderer Dank galt am Ende Sven Schlothauer, der seinen Luftfahrt-Showroom Avieur für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.

Auch DAeC-Präsident Stefan Klett ließ eine selbstgebastelte Rakete starten. „Houston, ich hatte kein Problem“, kommentierte er humorvoll auf Facebook. Er hatte sich mehr als einen Tag Zeit aus in seinem vollen Terminkalender freigeschaufelt, um persönlich „Jugend fliegt“ erleben zu dürfen.

„Es ist unglaublich wichtig für den Luftsport aber auch für die Luftfahrt nachhaltig  Nachwuchs zu generieren. Hier leistet das Konzept „Jugend fliegt“, das sich die Luftsportjugend ausgedacht hat, wichtige Vorarbeit. Ich habe meinen Besuch in Eisenach sehr genossen. Mein Dank gilt allen Teilnehmern, Eltern, Organisatoren und Sponsoren“, freute sich der Präsident nach seinem Besuch.

Die Beteiligung von 30 Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren war für eine Premiere ansehnlich. Rund 40 Helfer versuchten den Teilnehmern jeden Wunsch zu erfüllen. „Wenn wir 2020 doppelt so viele Teilnehmer wie heute haben, also irgendwo zwischen 50 und 60 landen, dann können wir zufrieden sein“, zieht Bundesjugendleiter Max Heilmann sein Fazit und merkt selbstkritisch an, dass man natürlich auch Verbesserungspotenziale ausgemacht habe. „Das gehen wir an und lernen daraus.“