Suche schließen X
Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

„Jeder Tag und jeder Flug sind anders“

Schon in seiner Kindheit fühlte sich Olaf Starmanns vom Modellflug fasziniert. Über die Zeit hinweg hat der 27-Jährige diese Leidenschaft mit großem Erfolg gepflegt. Die Stadt Köln hat den Piloten und Drittplatzierten der F3K-Weltmeisterschaften 2017 nun für die Auswahl zum Sportler des Jahres nominiert. Der DAeC sprach mit dem gebürtigen Kölner über den Reiz des Modellfliegens, familiäre Verbundenheit und den sportlichen Anspruch verschiedener Modellflugsport-Klassen.

"Jeder Flug ist anders", sagt Olaf Starmanns. Foto: privat

Olaf Starmanns ist seit seiner Kindheit fasziniert vom Modellflug. Foto: privat

Olaf Starmanns schaltet beim Modellflug vom Alltag ab. Foto: privat

DAeC: Herr Starmanns, seit wann sind sie Modellflieger und wie kamen Sie zum Sport?

Olaf Starmanns: Ich bin sozusagen auf dem Modellflugplatz aufgewachsen. Mein Opa und mein Vater waren selbst aktiv und haben mich immer mitgenommen. Mit sieben Jahren durfte ich dann selbst fliegen. Auch davor ging es schon in die „richtige“ Richtung: ich war als Kleinkind von ferngesteuerten Autos und Freifliegern begeistert.

DAeC: Was macht für Sie den Reiz des Modellfliegens aus?

Olaf Starmanns: Mich fasziniert die Mischung aus Technik und Natur immer wieder aufs Neue. Jeder Tag und jeder Flug sind anders. Da spielen viele Faktoren eine Rolle: Der Ort, das Wetter und natürlich auch die eigene Form. Und eins ist sicher: Auf dem Modellflugplatz schaffe ich es, völlig vom Alltag abzuschalten. In allen Klassen geht es zudem sehr freundschaftlich zu, was den Spaß am Fliegen und vor allem an den Wettbewerben nochmal deutlich steigert.

DAeC: In welcher Klasse haben Sie sich zuerst zu Hause gefühlt?

Olaf Starmanns: Mit der Thermik-Segelflug-Klasse F3J habe ich angefangen. Hier gefällt mir auch heute noch besonders der Bullenschlepp. Bei diesem Startmanöver ziehen zwei Teamkameraden den Segelflieger an einer Seilwinde in die Höhe. Das ist Mannschaftssport ¬– da hast Du als Einzelkämpfer keine Chance.

DAeC: Welche Klassen zählen noch zu Ihrem Repertoire?

Olaf Starmanns: Neben F3J fliege ich noch F3K und F5J. An der Klasse der Handstart-Segelflugmodelle F3K fasziniert mich die Kombination aus Sportlichkeit, Taktik, aber auch die Einfachheit Zugang zu diesem Sport zu gewinnen. Du brauchst nur eine kleine Wiese und schon kannst Du fliegen. Einfach Rumpf und Tragfläche mit zwei Schrauben verbinden und los geht’s. Und F5J ist die Klasse für dauerhaften Elektro-Thermiksegelflug. Hier musst Du als Pilot in minimaler Höhe Thermik finden und aufsteigen. Dazu braucht man das richtige Gespür, die passende Taktik und die nötige Nervenstärke.

DAeC: Haben Sie sich für die kommenden Jahre Ziele gesteckt?

Olaf Starmanns: Nein, ich gehe das alles ganz locker an und sehe, was die Zukunft bringt.

Olaf Starmanns: größte sportliche Erfolge

  • 2012 Deutscher Meister Junioren F3K
  • 2013 Vize Deutscher Meister Junioren F3K
               Vize Deutscher Meister Junioren F3J
  • 2015 Deutscher Meister Junioren F3J
  • 2017 3. Platz Worldcup-Gesamtwertung F3K
  • 2018 3. Platz Europameisterschaft F3K im Team

Sie möchten für Olaf Starmanns als Kölner Sportler des Jahres 2018 stimmen? Dann einfach auf https://www.koelschesportnacht.de/2018-2/ klicken und ihren Favoriten auswählen.