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19.06.2017 Allgemein, Motorflug, Ultraleichtflug

Ciesielskis siegen bei Deutschlandflug

73 Flugzeuge, knapp 150 Piloten, Navigatoren und Organisatoren - eine Mission: die Reise von Lübeck nach Dresden. Der Deutschlandflug 2017 ist ohne Störungen zu Ende gegangen. Den ersten Platz sicherten sich die Erfolgsflieger Astrid und Marcus Ciesielski.

Auf Platz zwei landeten Esther Rimensberger und Thomas Kirchner, Bronze holten sich Klaus und Renate Heege - ein Paar, das bereits seit knapp drei Jahrzehnten an dem Deutschlandflug teilnimmt.

Gerade einmal 225 Strafpunkte hatten die Cieselskis nach dem letzten Flug auf ihrem Konto. Und gewannen dennoch nur knapp gegen Rimensberger und Kirchner, die lediglich 53 Punkte mehr verbuchen mussten. "Für einen solchen Unterschied reicht es schon, bei einer Ziellandung schlechter zu sein", sagt Navigationsflugreferent Ralf Grunwald. Zum Vergleich: Das letztplatzierte Team des Deutschlandflugs kam auf 6379 Strafpunkte.

Außerhalb der Wertung ging die Touringgruppe an den Start - und erlebte einen "sehr zufriedenstellenden Deutschlandflug", wie Werner Tommek, stellvertretender Vorsitzender der Bundeskommission Motorflug sagt.

Dank einer Förderung durch die Bundeskommission Motorflug waren in diesem Jahr erstmals vier Jugendteams dabei - das erfolgreichste bildeten der 21-jährige Daniel Hardt und der 17-jährige Luca Manuel Born. Mit ihrem Motorsegler, einer Grob 109B, erflogen sie sich den elften Platz (1008 Strafpunkte). Profitiert von der Teilnahme haben offenbar alle jungen Piloten. Sie wollen auch beim nächsten Deutschlandflug dabei sein: "Wir haben ausschließlich positives Feedback von den geförderten Teams bekommen", sagt Navigationsflugreferent Ralf Grunwald.

In Wertungen der Wettbewerbsgruppe beim Deutschlandflug fließen unter anderem die Strecken- und Zeitgenauigkeit sowie die Präzision bei der Landung ein. Ebenfalls wichtig: die Beobachtungsaufgabe. Hierbei müssen die Teams die auf Bildern vorgegebenen Landschaftspunkte wiederfinden und korrekt einzeichnen.

Neben den Flügen vom einen zum anderen Wettbewerbsort galt es auch, je eine zweite Runde vor Ort zu meistern. Mit einer Ausnahme in Dessau. Dort musste die Aufgabe verschoben werden; Regen und Gewitter hatten schon den Hinflug erschwert. Die Veranstalter entschieden sich aus Sicherheitsgründen, auf die zweite Runde zu verzichten, vorerst. Am darauffolgenden Tag wurde sie leicht abgespeckt nachgeholt - eine vergleichbar kleine Unwegbarkeit in einem ansonsten störungsfreien Ablauf. "Wir sind alle Strecken wie geplant geflogen", sagt DAeC-Motorflugreferent Jürgen Leukefeld. Und Ralf Grunwald erklärt: "Das Wetter hat uns in diesem Jahr sehr geholfen. Das war ein wirklich positiver Deutschlandflug."