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< BAUL interveniert beim BMVI
19.10.2017 Allgemein, Luftraum & Flugbetrieb

BAUL bei DFS

Beim Luftraumabstimmungsgespräch in Langen haben der 1. Vorsitzende des Bundesausschusses Unterer Luftraum (BAUL), Volker Engelmann, und DAeC-Referent Jürgen Kubicki die Interessen der Luftraumnutzer aus der Allgemeinen Luftfahrt vorgetragen und mit der DFS diskutiert.

Der Sitz der DFS in Langen. Foto: Robert Gottwald

Der BAUL reichte eine schriftliche Stellungnahme zu den von der DFS vorgeschlagenen Änderungen der Luftraumstruktur ein. Neben den BAUL -Vertretern waren auch andere Luftraumnutzer sowie ein Vertreter des BMVI anwesend. In dem insgesamt sehr konstruktiven Gespräch erzielte der BAUL nicht in allen Punkten Einigkeit mit der DFS – eine Luftraum-AG soll demnächst Möglichkeiten für Kompromisse ausloten. Hierzu wird der BAUL zeitnah informieren.

Am Rande des Luftraumabstimmungsgespräches wies der BAUL eindringlich auf die seit mehr als zwei Jahren immer wieder vom DAeC geforderte und vom BMVI zugesagte Wiedergestattung der Wolkenflugberechtigung für Segelflugzeugführer hin. Dieses Recht hatte sich der DAeC bei der Erarbeitung gemeinsamer europäischer Luftfahrtregeln (SERA) mit dem LBA erstritten. Das BMVI hatte eine zunächst gemeinsam erarbeitete und abgestimmte NfL im Entwurfsstadium plötzlich wieder zurückgezogen. Die nun durch das BMVI vorgeschlagene Einrichtung von Special Acivity Areas (SAA) über bestimmten Flugplätzen ist impraktikabel, weil de facto nicht nutzbar. Wann und wo mit einem Segelflugzeug in Wolken geflogen werden kann, lässt sich nicht durch die Luftraumstruktur bestimmen – es kommen viele Faktoren zusammen, die bei der Nutzung von SAA nicht berücksichtigt werden können. Mehr als 40 Jahre war es möglich, Wolkenflug durch Aufgabe eines Flugplanes durchzuführen. Derzeit verfügen noch immer mehr als 90 Luftfahrer in Deutschland über eine Wolkenflugberechtigung. Ihnen muss die Möglichkeit wiedergegeben werden, ihren Luftsport auszuüben. Andere Luftfahrer wollen diese Berechtigung erwerben.

Der BAUL wird ohne Unterlass eine Wiedereinführung fordern und gegebenenfalls auch bei einer neuen Bundesregierung vorstellig werden. Außerdem wird der BAUL durch BAUL -Infos und Roadshows in den Regionalbereichen zeitnah beginnen, die Luftraumänderungen vorzustellen und auf Besonderheiten hinzuweisen. Ausrichter von Fluglehrerfortbildungen werden gebeten, sich diesbezüglich an Jürgen Kubicki zu wenden – per E-Mail an j.kubicki(at)daec.de oder per Telefon unter 0531 23540-50.

BAUL