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05.04.2017 Allgemein, Luftfahrttechnik & -betrieb

8,33-kHz-Flugfunk: DAeC appelliert an BMVI

In wenigen Monaten wird das 8,33-kHz-Raster eingeführt. Obwohl der DAeC seit Bekanntwerden der Umstellung bei den Behörden auf verträgliche Lösungen hinarbeitet, sind noch immer wichtige Fragen unbeantwortet.

Jetzt hat sich der Verband mit einem eindringlichen Appell an das BMVI gewandt. Ein weiteres Zögern werde den legalen Betrieb eines großen Teils der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland infrage stellen, schreiben DAeC-Präsident Wolfgang Müther und der Vorsitzende des Bundesausschuss Technik, Rudolf Schuegraf, in dem Brief an das BMVI . Es drohe nicht weniger als eine erhebliche Einschränkung persönlicher Freiheit.

Eines der Probleme entstehe dann, wenn – wie geplant – eine besondere Regelung der Verordnung über die Flugsicherungsausrüstung der Luftfahrzeuge (FSAV) wegfalle. Die Regelung besagt nämlich, dass in zahlreichen Luftsportgeräten Handfunkgeräte für den Flugfunk eingesetzt werden dürfen. Ohne diese Erlaubnis wären tausende Piloten von Hängegleitern, Trikes, Motorschirmen und Ultraleichtflugzeugen künftig gezwungen, auf den Funk zu verzichten. Die Forderung des DAeC lautet deshalb, die jetzt gültige Formulierung in den aktuellen Entwurf zu übernehmen – und diesen zur kurzfristigen Kommentierung zuzusenden.

Ein weiteres Problem: Derzeit ist die Zulassung von 8,33-kHz-Handfunkgeräten an Bürokratie kaum zu überbieten. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung ( BAF ) orientiert sich an der komplexen Flugsicherungs-Anlagen- und Geräte-Musterzulassungs-Verordnung – obwohl Handfunkgeräte nicht zu den flugsicherungsrelevanten Anlagen gehören. „Ein Importeur ist mit diesen Forderungen hilflos überfordert“, so Müther und Schuegraf. Der Appell des DAeC: Das BAF solle stattdessen sinnvolle Kriterien für einfache Geräte erarbeiten,  beziehungsweise das englische Verfahren übernehmen.

Außerdem fordert der Verband, dass das BMVI das BAF dazu anhält, zeitnah das Ergebnis eines Gutachtens zu veröffentlichen: Darin geht es um die Frage, ob es für Flugplätze mit reiner INFO-Frequenz ausreichend ist, eine zugelassene Flugfunkstation als Bodenfunkstelle einzusetzen. Der DAeC hatte das Gutachten im Sommer 2016 angestoßen. Dem BAF liegt es seit dem 3. März vor – der Bitte um Einsicht ist es bislang nicht nachgekommen