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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Hubschrauber WM Ballenstedt: Alle ziehen an einem Strang

Diese Woche veröffentlicht die FAI in der Wettbewerbsausschreibung „Bulletin 2“ die finalen Details zur Modell-Hubschrauber-Kunstflug WM in Ballenstedt. Wir sprachen mit dem Hauptorganisator der WM und Präsidenten des Modellflugsportverbandes Deutschland (MFSD) Ralf Bäumener.

F3C-Junior Frieder Völkle in Action. Foto: Michael Mai

Herr Bäumener, wie zufrieden sind Sie mit den Vorbereitungen zur WM?

Ich bin äußerst zufrieden und freue mich schon auf den ersten Start. Rund 75 Piloten aus 15 Nationen sind gemeldet, 50 davon in der klassischen Hubschrauberkunstflug-Klasse F3C, während die Freestyler der Klasse F3N das andere Drittel darstellen. Mit dieser Zahl an Teilnehmern haben wir gerechnet und sind gut darauf vorbereitet. Bei den Vorbereitungen einer solchen Großveranstaltung ist absolutes Teamwork gefragt. Der Deutsche Aero Club, Veranstalter der WM, sowie die unterstützenden Verbände MFSD und der Deutsche Modellfliegerverband (DMFV) ziehen hier an einem Strang.

Wieso bietet ausgerechnet Ballenstedt die richtigen Voraussetzungen?

Der Flugplatz in Ballenstedt bringt zum einen die erforderliche Größe und zum anderen die nötige Infrastruktur mit. So müssen beispielsweise die Startstellen der beiden Helikopterklassen 500 Meter voneinander entfernt sein, wie es der Sporting Code der CIAM, der internationalen Kommission für Modellflug in der FAI, vorschreibt. Besser noch: Das Gelände in Ballenstedt hat sich inzwischen mehr als bewährt. Regelmäßig richtet der DAeC hier seine Deutschen Meisterschaften im Speedflug sowie die Weltrekordversuche aus. Außerdem konnten wir hier bereits 2012 die Europameisterschaften im Modellhubschrauber-Kunstflug der Klassen F3C und F3N erfolgreich durchführen können.

Wer hat in Ihren Augen die größten Chancen auf den Sieg?

Oh, das ist schwer vorauszusagen. Alle Teilnehmer gehen mit gleichen Voraussetzungen an den Start. Frankreich stellt aktuell den Mannschafts-Weltmeister in der Klasse F3C und Deutschland in der Klasse F3N. Die sind also in den Mannschaftswertungen schon einmal heiße Kandidaten auf einen Sieg. Aber auch die Konkurrenz schläft sicher nicht. In den Einzelwertungen rechnen sich Ennio Graber aus der Schweiz (Weltmeister F3C) und Ko Huan Chen aus Chinese Taipei (Weltmeister F3N) große Chancen aus. Aber Achtung: Eric Weber, F3N Weltmeister 2013 und 2015, möchte den Titel sicherlich gerne nach Deutschland holen, dieses mal aber in der Klasse F3C.

Wer startet für Deutschland in den Wettbewerb?

Im Deutschen F3C-Team treten in Stefan Wachsmuth, Eric Weber, Sascha Kunz und Junior Frieder Völkle an. Das F3N-Team besteht aus Felix Braun, Uwe Naujoks, Marcel Döring und als Junior Niklas Mai. Ich drücke den Jungs fest die Daumen.

Welche Highlights warten abseits der Startstellen auf die Besucher?

Der Harz an sich ist ein natürliches Highlight. Zudem werden wir während der WM verschiedene Pressekonferenzen abhalten, sei es nun zum Start mit verschiedenen Vertretern aus Politik und Sport, zwischendurch mit den führenden Athleten oder auch zum Schluss mit den Siegern. Wer nach den Wettbewerben noch Lust hat, das Tanzbein zu schwingen, kommt am Mittwoch bei Live-Musik voll auf seine Kosten. Modellflugbegeisterte finden auf der Händlermeile vielleicht ein Schnäppchen. Und natürlich stellen sich auch die Verbände DAeC, MFSD und DMFV vor.