Suche schließen X
Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Erlebnisberichte Deutschlandflug 2019

Vom 19. bis 23. Juni 2019 fand der traditionsreiche Deutschlandflug mit mehr als 60 Flugzeugen statt. Unterschiedliche Routen und Erlebnisse führten die Touring- und die Wettbewerbsgruppe zum gemeinsamen Ziel Bad Wörishofen.

Foto: Peter Weigelt

Foto: Peter Weigelt

Foto: Reinhard Ruck

Foto: Peter Weigelt

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Foto: Christian Mannsbart

Anreise und Eröffnung des Deutschlandflugs 2019

Während das Organisationsteam zu letzten Absprachen bereits am Dienstag in die DAeC Geschäftsstelle in Braunschweig kam, landeten die Teilnehmer des Deutschlandfluges am Mittwoch mit freundlicher Begleitung durch die Flugsicherung. Sie wurden in der Geschäftsstelle unter Leitung des Referenten Motorflug, Jürgen Leukefeld, von einem bewährten Aufnahmeteam mit Katrin Kuhles, Edith Breitrück, Gudrun Herbich, Dörthe Grubek und Renate Ruck mit allen erforderlichen Unterlagen und leckeren Häppchen versorgt. Mit Eintreffen und Verzurren der letzten Maschine am Abend brach das schon für mittags vorhergesagte Unwetter los.

Die Eröffnungsveranstaltung fand am Abend in Braunschweig im festlichen Ambiente des gotischen Altstadtrathauses statt. Durch den Abend führte DAeC Vizepräsident Mike Rottland und begrüßte dabei den Geschäftsführer des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg Michael Schwarz und den ersten Stadtrat Christian Geiger. Der Gesamtleiter des Deutschlandfluges Arnold Grubek stimmte die versammelten Flieger in seinem Eröffnungsbriefing auf die bedeutende Flugveranstaltung ein und stelle dabei den Leiter der Touringgruppe Werner Tommek, den Leiter der Wettbewerbsgruppe Ralf Grunwald und den Hauptschiedsrichter Henry Franzkowiak vor.

Die Route und Erlebnisse der Wettbewerbsgruppe

Entgegen der anfänglich schlechten Wetterprognose konnte der Wettbewerbsflug mit zeitlicher Verzögerung doch gestartet werden und führte in einem großen Bogen um den Ostharz nach Arnstadt. Im Anschluss wurde den Teilnehmern erstmalig eine ANR Strecke (Air Navigation Race) mit zwei Wertungsrunden angeboten, die auch von allen genutzt wurde.

Die Wetterprognosen für den kommenden Tag verhießen nichts Gutes. Aber die vorzügliche Beratung durch den Deutschen Wetterdienst ergab am späten Vormittag, dass der Wettbewerbsflug doch möglich war. Bei bestem Wetter führte die Strecke westlich um den Thüringer Wald dann zum Segelfluggelände Burg Feuerstein. Mit Beginn der Ziellandungen musste der Schleppbetrieb der Segelflieger eingestellt werden. Diese warteten mit großer Geduld, halfen sogar als Schiedsrichter bei den Ziellandungen und bewirteten die Schiedsrichter des DAeC mit Kuchen und Getränken. Anschließend hatte in Erlangen jeder die Möglichkeit, diese schöne Stadt nach eigener Vorstellung zu erkunden.

Aufgrund der schlechten Wetterprognose konnte die Etappe nach Bad Wörishofen nicht ohne weiteres durchgeführt werden. Letztendlich hielt der Wetterdienst einen Direktanflug zumindest bis Augsburg für möglich. Das bestätigten auch die vorausfliegenden Pfadfinder und konnten sogar für den Flug bis Bad Wörishofen Entwarnung geben. Das vorausgesagte Unwetter stellte sich erst zur Abendveranstaltung im Hotel „Sonnengarten“ ein.

Im Rahmen der Siegerehrung wurde die Luftsportgruppe Breitscheid-Haiger für die Teilnahme mit acht Mannschaften besonders geehrt. Bedingt durch die Modalitäten der Wettbewerbsordnung für den Deutschlandflug ging der 1. Platz in der Einsteigerwertung an die sehr erfahrene österreichische Mannschaft Wolfgang Schneckenreiter und Cornelia Marsch. Den damit verbundenen Cookie-Koch-Gedächtnispreis in Höhe von 500 Euro stiftete das Team spontan für die Jugendarbeit des DAeC.

Besonderer Dank gilt dem Chefauswerter Thomas Weise, der in verblüffend kurzer Zeit mit Unterstützung von Wiebke Grubek die jeweiligen Auswertungen zur Verfügung stellen konnte. Wichtige Transport- und Kurierdienste leisteten Kilian Grubek, Torben Grubek und Nick Grunwald. Die positive Resonanz der Teilnehmer und des Organisationsteams signalisieren, dass auch 2021 wieder ein Deutschlandflug stattfinden wird.

Die Route und Erlebnisse der Touringgruppe

Die Touringgruppe trat am ersten Tag den Flug nach Kulmbach an. An bestimmten  Streckenpunkten mussten die Teilnehmer Sichtzeichen finden. In Kulmbach wartete dann ein herzlicher Empfang. Wer Interesse hatte, konnte sich bei einer Führung im Bier- oder Kräutermuseeum einklinken. Zum Abschluss gab es ein hauseigen gebrautes kühles Blondes.

Nach einem gesunden Frühstück am Freitagmorgen gab es auf dem Flugplatz ein ausführliches Briefing. So wurden die Flugzeuge entsprechend ihrer Startnummern auf die Reise geschickt, Ziel an diesem Tag war Aschaffenburg. Natürlich gab es auch für diese Strecke Aufgaben, die es zu bearbeiten galt. In Aschaffenburg wurden wir vom Flugsportclub Aschaffenburg, dem Bürgermeister Klaus Herzog  herzlich empfangen. Eine Besichtigung und ein geschichtlicher Ausflug in die Dokumentations- und Begegnungsstätte „Bunker am Nordring“ brachte den Teilnehmern die Geschichte des Gebietes näher. Abends winkte ein gemütliches Beisammensein im Hotel mit regionaler Küche, musikalischer Begleitung und viel Zeit zum Austausch und Kontakte knüpfen. Zusätzlich ging der „Wolfgang Drexel – Wanderpokal“ an das älteste Team „80 & 80/ Haaga und Schnabel“.

Abends erfuhr die Gruppen von einer Schlecht-Wetter- Front mit böigen Winden und großen Gewitterzellen. Demokratischer Entscheid: die Reise zum nächsten Streckenpunkt Bad Wörishofen wird mit dem Bus angetreten. Auch wenn am Morgen des Sonnabend die Sonne schien, bestätigte unterwegs das Wetter, dass die Gruppe die richtige Entscheidung getroffen hatte. Abends trafen wir uns pünktlich im Hotel „Sonnengarten“ in Bad Wörishofen mit der Wettbewerbsguppe zum Sektempfang und Abschluss der fliegerischen Veranstaltung. Hier zeichneten wir unsere Sieger aus. Den ersten Platz belegte das Team: Arnold Schmutte und Ullrich Warmuth. Der Pokal für „den jüngsten Teilnehmer“ ging an Henricke Ruße (8 Jahre).

Sonntagmorgen war die Touringgruppe zeitig verabredet um die Rückfahrt mit dem Bus anzutreten. Unterwegs wurde das Wetter zunehmend besser und alle konnten in Aschaffenburg entspannt in ihren Flieger steigen und einen guten Heimflug antreten. Allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön und allzeit gute Landungen!

Die Siegerlisten zum Download