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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

„Endlich brummt‘s“: DM Motorkunstflug in Ballenstedt

Gespannte Gesichter und gleichzeitig gelöste Stimmung am Mittwoch beim zweiten Briefing um 10 Uhr morgens. Es werden T-Shirts verteilt, Witze gemacht und gemeinschaftlich gelacht. Die Atmosphäre ist familiär, die Motorkunstflug-Gemeinde ist in Deutschland klein aber fein. Noch bis Samstag dauern die Deutschen Meisterschaften auf dem Flugplatz Ballenstedt an.

Foto: DAeC / Christian Mannsbart

Foto: DAeC / Christian Mannsbart

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Trotz des Lachens ist den Piloten anzumerken, dass sie förmlich auf den ersten Flug hinfiebern. Für manchen ist es der erste Start bei einer Deutschen Meisterschaft überhaupt. Immerhin soll der Wettbewerb schon zwei Tage laufen und bis auf einen Testflug, nach dem der Pilot allerdings zu starke Windböen gemeldet hatte, hat der Ballenstedter Himmel noch keine Kunstflug-Action gesehen.

Auch an diesem Mittwoch sind die Erwartungen anfangs eher gedämpft: Eine dichte graue Wolkendecke und Nieselregen machen beim ersten Briefing im Flughafengebäude frühs um neun nicht viel Hoffnung, dass die Piloten der drei Klassen Sportsman, Intermediate, Advanced und Unlimited endlich würden starten können.

Doch die Wettkampfleitung gibt zumindest teilweise Entwarnung. Vor der Mittagspause sind keine Flüge möglich, aber ab 13:30 Uhr sollen die ersten Maschinen in den Himmel starten. Und so werden vor dem Mittagessen die Maschinen aus den Hallen auf das Feld gerollt, der ein oder andere Flieger noch einmal aufgetankt. „Endlich brummt´s“, freut sich einer der Piloten.

Die Punktrichter (Judges) bauen ihre Stühle unweit der asphaltierten Start- und Landebahn auf, spannen Sonnenschirme, da sich das Wetter nun doch von seiner sehr warmen Seite zeigt. Eine Kamera zeichnet alle Flüge auf, falls erhöhter Diskussionsbedarf bei der Bewertung der gezeigten Figuren unter den Punktrichtern aufkommen sollte.

Nach einem Testflug ist es dann tatsächlich soweit. Die DM startet – und wie! Der amtierende Deutsche Meister Florian Bergér fegt mit seiner Extra 330SC förmlich in den Himmel. Er geht in der Klasse Unlimited an den Start, in der sich die erfahrensten Piloten behaupten.

Doch vor der Kür kommt noch die Pflicht. Bergér testet wie jeder Teilnehmer seine Maschine in vorgegebenen Sicherheitsfiguren auf „Herz und Nieren“ und ob seine Gurte auch richtig sitzen, denn auf die Piloten wirken währen des Fluges starke Kräfte und Sicherheit ist oberstes Gebot.

Dann „winkt“ Bergér dreimal mit dem Flügel seiner Extra und los geht der wilde Ritt. Die Punktrichter notieren ihre Wertungen hinter den gezeigten Figuren, ein sogenannter Caller sagt ihnen an, welche Figur gerade geflogen wird. Auf dem Programm stehen fünf Figuren die vom Weltverband  vorgegeben werden und fünf, die sich der Pilot selber aussucht. Zehn Minuten hat jeder Teilnehmer zur Verfügung, um sein Können zu zeigen.

Je nach Klasse varriert die Präzision der Manöver. Die Judges notieren eifrig mit. Doch bei allem sportlichen Ehrgeiz ist jedem einzelnen Piloten anzumerken, wie sehr er sich freut, heute endlich abheben zu dürfen und Männchen, 1/4 und 1/2 Drehungen und viele andere Figuren mehr in den Himmel zaubern zu können. Dies ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt aus einem Wettbewerb, der eine ganze Woche dauert. Doch schon dieses kurze Zeitfenster hat Lust auf deutlich mehr gemacht.

Weitere Impressionen finden Sie in der Bildergalerie und im Video.

Aktuelle Ergebnisse aller Klassen: http://results.german-aerobatics.com