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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Deutsche F3K Junioren sind Weltmeister

In der letzten Juliwoche (24. bis 31.07.2022) fand die Weltmeisterschaft der Modellflugklasse F3K (Schleudersegler) in Martin in der Slowakei statt.

Das Juniorpodium mit Deutschland auf Platz 1, Polen auf Platz 2 und Österreich auf Platz 3. Foto: Izabela Krawczyk

Die Siegerehrung der Senioren: Kroatien auf Platz 1, Deutschland belegt Platz 2 und Tschechien Platz 3. Foto: Izabela Krawczyk

Colin Angermann beim Wurf. Foto: Izabela Krawczyk

Henri Sander Foto: Izabela Krawczyk

Das gesamte deutsche F3K-Team Foto: Izabela Krawczyk

Das Deutsche Team war als Titelverteidiger in der Mannschaftswertung und mit dem amtierenden Weltmeister Henri Sander in die Slowakei gereist.

Bereits an den Tagen vor der Weltmeisterschaft wurde ein Vorwettbewerb ausgetragen, der in die World-Cup-Wertung sowie in die CONTEST-Eurotour-F3K einging. Das deutsche Team konnte in diesem Wettbewerb überzeugen. Henri Sander sicherte sich mit solidem Vorsprung den ersten Platz. Auch der deutsche Junior Aaron Haußmann konnte sich im Feld durchsetzen und gewann im Vorwettbewerb die Juniorenwertung. Spätestens nun ging man als Favorit in die Weltmeisterschaft.

Am Sonntag begann die Weltmeisterschaft mit dem obligatorischen Modellprozessing, bei dem alle eingesetzten Fluggeräte auf Regelkonformität überprüft wurden. Im Anschluss wurde der Wettbewerb durch Jury-Präsident und Vorsitzenden des Segelflugkommitees der CIAM Tomas Bartovsky in einer feierlichen offiziellen Eröffnung begonnen.

Die ersten Wertungsflüge der WM-Vorrunde wurden am Montagmorgen ausgetragen. Das Wetter war unerwartet ruhig und so zeigte sich das Ranking nach den ersten Durchgängen sehr eng. Für die kommenden Tage waren weitere Vorrunden geplant. Lediglich am Dienstagnachmittag musste der Wettbewerb wegen widriger Wetterverhältnisse unterbrochen werden. Am Donnerstagabend waren dann insgesamt 15 Vorrunden geflogen worden. Damit stand auch die Teamwertung der WM fest. In einer sehr knappen Entscheidung konnte sich das Kroatische Team vor dem deutschen Team durchsetzen und feierte nach einem „Herzschlagfinale“ die knappe Überlegenheit von cirka 40 Punkten (von insgesamt cirka 40.000 möglichen Punkten). Auf dem dritten Rang ordnete sich das Team aus Tschechien ein.

Henri Sander konnte sich mit einer Überzeugenden Performance auf dem ersten Platz der Vorrunde souverän einen Platz im für Freitag geplanten Fly-off sichern. Die weiteren Deutschen Senioren André Walkenhorst und Paul König verpassten das Fly-off auf den Rängen 14 und 18 nur knapp.

Neben dem Fly-off der Senioren stand für den Finalfreitag auch noch die letzte Vorrunde der Junioren auf dem Zeitplan. Der Tag versprach also spannend zu werden.

Am Freitagmorgen erwartete die Sportler erneut nahezu windstilles Wetter und blauer Himmel. Die ersten drei Finalrunden waren dadurch wenig selektiv und fast alle Wettbewerber erflogen die maximale Flugzeit. Nun waren die Junioren an der Reihe. Die finale Runde festigte, was sich am Vorabend bereits abzeichnete: Das Juniorenteam gewann die Teamwertung auf Platz 1 und wurde somit Junioren-Weltmeister F3K. Aaron Haußmann erflog Platz 4 der Einzelwertung und Colin Angermann und Leo Bednarz belegten die Plätze 6 und 9.

Weiter ging es mit den letzten drei finalen Runden der Senioren. Insgesamt sollten sechs Runden geflogen werden. Nachdem Henri Sander in der Aufgabe 5x2 bei einem der Flüge ca. 1,5 Sekunden Flugzeit vergab, schien das Treppchen in Anbetracht des sehr engen Feldes nicht mehr erreichbar. Das sollte sich aber in der letzten Aufgabe AllUp ändern. Die finale Aufgabe hieß: Alle starten zeitgleich. Wer als letztes noch fliegt, gewinnt. Die Maximalzeit beträgt 3 Minuten. Die Wetterverhältnisse hatten sich mittlerweile geändert. Ein kühler Wind wehte aufgrund eines aufziehenden Gewitters über den Platz. Viele der Wettbewerber landeten ihre unter 300g leichten Flugmodelle innerhalb der 3 Minuten. Henri Sander flog die Maximalzeit und sorgte so für eine spannende Entscheidung. Am Ende reichte es für Sander für die Bronzemedaille.

Sowohl das Junioren- als auch das Seniorenteam sind mit den erflogenen Ergebnissen sehr zufrieden.