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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

CIMA - Wolfgang Lintl wiedergewählt

Bei der Jahreshauptversammlung der FAI-Kommission für Ultraleicht und Motorschirm (CIMA) Ende November in Saudi Arabien wurde Wolfgang Lintl, Vorsitzender der Bundeskommission Ultraleichtfliegen im. DAeC, erneut einstimmig zum Vorsitzenden der Kommission gewählt.

Die Vorstandsmitglieder der CIMA von li.: Barney Townsend, Rob Hughes, Wolfgang Lintl, Nayot Kurukitkoson, Alf Niepe

Hier ein Bericht von Wolfgang Lintl:

"Mit einer richtungweisenden Entscheidung hat die FAI-Kommission für Ultraleicht und Motorschirm (CIMA) auf die Entwicklung bei den maximalen Abfluggewichten reagiert.  Bei der Jahreshauptversammlung Ende November wurde mit großer Mehrheit eine neue Definition für Ultraleichtflugzeuge festgelegt. Sie gilt künftig für Wettbewerbe und Rekordflüge. Nachdem sich nun auch in. Europa abzeichnet, was in etlichen anderen Ländern der Welt bereits gilt, lautet die Obergrenze für doppelsitzig geflogene UL jetzt 600 kg.

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des deutschen. Stellvertreters in der CIMA, Michael Kania, hatte in den vergangenen 12 Monaten das für und wider diskutiert und über die Konsequenzen dieser Gewichtsanpassung nachgedacht.

Als Ultraleichtflugzeug im Sinne der FAI-Definition gelten künftig für einsitzige UL 400 kg  MTOW und für Doppelsitzer 600 kg MTOW. Bei Wasser- oder Amphibien-UL gibt es einen Aufschlag von 50 kg. In Anpassung an diese neuen Regeln wurde auch die Minimum-Stallspeed auf 83 km/h heraufgesetzt. Mit den neuen Gewichtsgrenzen allein war es aber nicht getan. Mehrere Aufgaben bei internationalen Meisterschaften, die fast oder ausschließlich von der Geräteleistung abhängen, wie Geschwindigkeitsdreiecke oder Verbrauchsaufgaben mit begrenzter Treibstoffmenge wurden aus dem Aufgabenkatalog gestrichen. Auch die Länge des Start- und Landefeldes wurde von 100 auf 125 Meter verändert. Die Delegierten aus 22 Ländern hoffen, dass zusätzliche neue Piloten die Chance ergreifen und bei internationalen Meisterschaften unter dem FAI-Logo an den Start gehen. „Wir schließen hier die klassischen UL mit der Zulassung für 472,5 kg überhaupt nicht aus. Weil die Aufgaben jetzt noch mehr auf das Pilotenkönnen und kaum noch auf die Leistung des Flugzeuges abgestellt sind, bleiben die Chancen auf den Sieg auch für die klassischen. Ultraleichtflugzeuge gewahrt“, sagt Arbeitsgruppenchef Michael Kania.

Die CIMA-Hauptversammlung legte auch fest, dass die 15. FAI-UL-Europameisterschaft 2019 in Litauen ausgetragen wird. Motorschirm-Wettkampfpiloten müssen sich noch gedulden Es gibt Interesse aus Indien, eine Asia-Oceania Paramotor-Meisterschaft Ende nächsten Jahres auszurichten, aber die Gespräche darüber stehen noch am Anfang.  Sicher ist auf jeden Fall, das Tschechien 2020 eine UL-Weltmeisterschaft ausrichten wird.

2020 wird auch ein spannendes Jahr für die wettbewerbsorientierte Motorschirm-Szene: Brasiliens aufstrebende Motorschirmflieger wollen eine WM ausrichten, Frankreich ist an einer Slalom-WM interessieret und Estland möchte mit einer Motorschirm-Endurance-WM starten. Allerdings stehen all diesem Weltmeisterschaft in Konkurrenz zu den World Air Games, die nach dem gegenwärtigen Stand in der Türkei ausgerichtet werden."