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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Blauer Himmel, viele Flugzeuge, unzählige Attraktionen

Geschwenda. „Heißluftballone, die so großartig glühen habe ich noch nie gesehen. Und dazu die beleuchteten Schmetterlinge… Einfach nur schön an solch einem Sommerabend“, betont Svenja Kallenbach voller Euphorie. Sie hatte in der Zeitung die Ankündigung zur 20. Modellflugshow des MFC Geschwenda e.V. gelesen und war mit ihrer Familie aus Neuhaus am Rennweg angereist.

Auch Heiko Urland aus der Vorstandsgruppe des Vereins ist erleichtert: „Es war eine wirklich runde Veranstaltung mit sehr viel Abwechslung. Man denkt schon gar nicht mehr daran, wie viele Monate Vorbereitungszeit in diese Veranstaltung investiert worden sind. Ich habe glückliche Besucher mit strahlenden Augen gesehen – und das ist in der angespannten Zeit ein sehr positiver Aspekt.“

Weil es sich um eine große Luftsportveranstaltung handelte, bei denen drei Sparten des Luftsportes zum Einsatz kamen, hatte man über die Deutsche Flugsicherung – Eurocontrol einen Luftsicherheitsbereich rund um den Modellflugplatz einrichten lassen. Zur Sicherheit für alle, welche sich im unteren Luftraum bewegen.

Der Verein hatte zu der Jubiläumsveranstaltung alle Register gezogen. Die ganze Bandbreite des Modellfluges wurde präsentiert. War es ja auch die größte Modellflugveranstaltung in Thüringen.

Die Besucher erlebten Flugzeuge, Helikopter, Heißluftballone verschiedenster Bauarten. Vorgeführt wurden diese von Piloten aus dem gesamten bundesdeutschen Raum und Österreich. Aber nicht nur die gestandenen Vereinspiloten zeigten ihr Können. Auch der Nachwuchs – hier im Besonderen Cathalena und Niklas Gräser sowie Moritz Kirves -, sowie Menschen, welche durch ein Handicap im Rollstuhl sitzen, präsentierten ihr Geschick im Umgang mit der Fernsteuerung und dem Flugmodell in der Luft. Dazu mit Heiko und Moritz Gärtner die absoluten Profis vom „Jet Team Germany“, welche als Deutsche Nationalmannschaft den Modellflug als Spitzensport international betreiben.

Für weitere fliegerische Höhepunkte an diesem Wochenende sorgten die Piloten der manntragen Zunft. So die Zlin-Formation der Fliegerschule Rudolstadt e.V. mit dem Überflug der Kunstflugmaschinen und die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 60 der DRF Luftrettung, welche wegen einem medizinischen Notfall auf dem Modellflugplatz „Kammberg“ landen musste. Erwähnt sei auch, dem Patienten geht es mittlerweile wieder gut.  Die Flugpause – in welcher sich der Notarzt um den Patienten sorgte – nutzen viele Gäste, um einmal den Rettungshelikopter aus der Nähe zu bestaunen. Und der Pilot musste sehr viele Fragen beantworten.

Für eine besondere Überraschung sorgten auch die Sportfreunde mit ihren Heißluftballonen. Sie ermöglichten es den Kindern, aber auch Erwachsenen, sich einmal im Inneren einer großen Ballonhülle aufhalten zu können. Diese einmalige Chance nutze auch die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders.

Verbunden mit der 20. Modellflugshow war das 3. Flugplatz-Open-Air. Hier engagiert der Verein Bands aus dem regionalen Umland und bietet diesen somit eine ganz besondere Plattform für ein öffentliches Konzert. In diesem Jahr standen die Musiker von BraRoG aus Gräfenroda auf der Flugplatz-Bühne. Mit Beginn der Dämmerung legte sich zum Glück auch der Wind über dem Fluggelände. So konnten die Heißluft-Modellsportler doch noch ihre Ballonhüllen entfalten – mit einem Ballonglühen das Gelände in ein magisches Flair tauchen – und somit das Nachtfliegen der Modellpiloten bereichern.

Text und Bilder: Andreas Abendroth