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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Bericht von der Junioren EM-Segelflug

Gold, Silber und Bronze bei der Junioren-Europameisterschaft: Nach langer coronabedingter Wettkampfpause konnten die Junioren bei der Junioren-Europameisterschaft in Pociunai/Litauen wieder Wettbewerbsluft schnuppern.

Siegerehrung der Clubklasse, Nils Fecker erkämpft sich Bronze

Simon Briel holte Gold in der Standard-Klasse

In der ersten Woche zeigte sich das litauische Wetter noch nicht von seiner besten Seite, so dass nur an einem der ersten vier Tage geflogen werden konnte. Am fünften Wettbewerbstag kam es zur Kollision ohne deutsche Beteiligung, bei der aber beide Piloten unverletzt blieben – der Tag wurde entsprechend für beide Klassen neutralisiert.

Nach einem weiteren schwachen Tag, bei dem es nur in der Clubklasse zu einer Wertung kam, und zwei weiteren neutralisierten Tagen, konnte immerhin die letzten fünf Tage jeden Tag geflogen werden, wenn auch bei sehr wechselhaften Bedingungen. Vor allem in der Clubklasse entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nachdem die Niederländer zunächst geschlossen im Team auf den ersten drei Plätzen lagen, konnten sich Nils Fecker, der Däne Lasse Edslev und der britische Vize-Weltmeister Finn Sleigh am vorletzten Tag auf die ersten drei Plätze vorbei schieben. In einem hochspannenden Finale behielten Finn Sleigh und Lasse Edslev punktgleich die Nase vorne, während sich Nils Fecker den Bronzerang sicherte. Aufgrund seiner zwei Tagessiege wurde Finn Sleigh damit neuer Junioren-Europameister. Tobias Pachowsky wurde, nach einer Außenlandung am schwierigen zweiten Tag, nach starker Aufholjagd mit zwei Tagessiegen noch Achter, knapp vor Markus Uhlig auf Rang zehn.

In der Standard-Klasse konnte sich der amtierende Vize-Weltmeister Simon Briel bereits am zweiten Wertungstag auf Platz eins vorfliegen und den Spitzenplatz dann bis zum Wettbewerbsende souverän verteidigen. Johannes Dibbern und Philipp Lauer hielten sich nach Schwierigkeiten am zweiten Wertungstag noch in den Top Ten. Am Ende reichte es für die beiden zu Platz acht und neun. In der Addition bedeutete das für das deutsche Team in der Teamwertung zudem den Titel des Vize-Europameisters.

In nur zwei Wochen geht es für die Junioren bereits weiter. Bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren auf dem Feuerstein werden neben den neuen Deutschen Meistern auch wieder die Teilnehmer der kommenden Welt- und Europameisterschaften ausgeflogen.