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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Alexander und Kristin Winker belegen die beiden Spitzenplätze bei der DMM-F1E

Nach zwei Jahren haben die Hangflieger endlich wieder einen deutschen Meister. Wie gewohnt fand die deutsche Meisterschaft in F1E am Hesselberg bei Dinkelsbühl (BY) statt. Trotz langer Pause war die Stimmung spitze. Die Ergebnisse sprechen für sich: Spannung bis zum Schluss können die „Magneter“ noch! Die Meisterschaft fand auch dieses Jahr im gewohnten Modus statt: Zwei Wettbewerbstage mit insgesamt neun Flügen gehen in die Gesamtwertung ein. Gekürt werden nach beiden Tagen deutsche Meister der Einzel- und Mannschaftswertung.

Siegerehrung bei der Deutschen Meisterschaft im Hangflug F1E: Kristin Winker (2.), Alexander Winker (1.), Paul Seren (3.) – v.l.

Wolfgang Gerlach starte am Hesselberg (Dinkelsbühl) sein F1E-Modell bei der Deutschen Meisterschaft.

Das Wetter am Samstag war wie der Hang gutmütig: maximal zweieinhalb Meter Wind. Die Sonne versteckte sich zwischendurch hinter Wolken und sorgte für maximal 12 Grad. Nach dem ersten Wettbewerbstag standen acht Teilnehmer mit fünf „Vollen“ auf der Liste. Der zweite Wettbewerbstag hatte es schon eher in sich. Das Stichwort lautet: Mais. Der Wind hatte über Nacht auf Süd gedreht. Rechts und links der Startstelle flankierten nicht nur Bäume den Hang. Auch Mais stand auf beiden Seiten.

Nach neun Durchgängen stand das Stechen an: Kristin Winker (BW), Alexander Winker (BW), Paul Seren (BY) und Werner Ackermann (HE) sammelten über alle Durchgänge nur „Volle“. Für den letzten Flug wurde die Startstelle tief unten auf den Nebenhang verlegt und eine Flugzeit von sieben Minuten angesetzt. Die Vier hatten genau fünf Minuten, um zu starten.

Werners Ackermanns Modell löste (fehlerhaft) nach einem schönen Start sofort aus. Nach 25 Sekunden kam es mit der Thermikbremse wieder zu liegen. Kristin, Paul und Alexander machten es also unter sich aus: Paul Serens Modell berührte nach 153 Sekunden dem Boden. Kristin Winkers Modell hielt sich 335 Sekunden in der Luft. Alexander Winkers Flug war wie aus dem Bilderbuch. Weit länger als sieben Minuten stieg sein Modell immer weiter über den Horizont hinweg. Mit der Bremse landete es schließlich. Nun war es klar: Alexander Winker konnte seinen vor zwei Jahren gewonnen Titel verteidigen.

Die komplette Ergebnisliste und weitere Fotos gibt es hier.

Fotos: Nick Finke

Kontakt: Bernhard Schwendemann, beschwende@t-online.de