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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Ausbau von Stromnetzen

Der Ausbau von erneuerbaren Energien stellt hohe Anforderungen an das Stromnetz und besonders an dessen Ausbau. Da die Energie nicht dort gewonnen wird, wo sie notwendig ist, soll die Versorgung der Verbraucher mit Hilfe großer Stromtrassen quer durch Deutschland sichergestellt werden. Hauptsächlich sind Freileitungen im Gespräch, da diese weniger Flächen verbrauchen, einfacher zu warten und viel kostengünstiger als Erdverkabelungen sind.

Bei geplanten Stromtrassen von mehreren Tausend Kilometern Länge ist es daher nicht auszuschließen, dass auch Flugplätze von der geplanten Trassenführung betroffen sein werden. Wie der Übertragungsnetzbetreiber Amprion auf ein Schreiben des Luftsportverbandes Bayern mitteilte, werden internationale Flughäfen, Regionalflughäfen, Verkehrslandeplätze, Hubschrauberflugplätze, Landeplätze, Sonderlandeplätze und Segelflugplätze als "Raumwiderstandsklasse I" (hoch) eingestuft, jedoch nur zweidimensional bewertet. Das heißt, dass Platzrunden oder Einflugschneisen bei der Planung nicht berücksichtigt werden.

Auf der Website des Übertragungsnetzbetreibers Tennet steht seit dem 10. Oktober 2014 die Vorabversion des Antrags auf Bundesfachplanung zur Stromtrassenführung des Projekts SuedLink zur Verfügung.

Der Antrag enthält den von Tennet vorgeschlagenen Trassenverlauf sowie die durch die Bürgerbeteiligung herausgearbeiteten Alternativrouten. Außerdem beinhaltet der Antrag auch Erläuterungen zur Auswahl der Alternativen.

Vereine, die durch eine der Routen betroffen sind, sollten sich mit einer Stellungnahme an Tennet und die Bundesnetzagentur wenden, um die Belange des Vereins für den Flugbetrieb vorzutragen. Nur so kann dies von Tennet in der weiteren Planung berücksichtigt werden. Mit einer verbindlichen Trassenführung, die von der Bundesnetzagentur genehmigt werden muss, ist voraussichtlich erst 2016/2017 zu rechnen.

Betroffene Vereine möchten ihre Vorschläge für ihre favorisierte Route vorab an ihren Landesverband sowie den Dachverband (d.kluge@daec.de) schicken. So können Interessenskonflikte mit benachbarten Luftsportvereinen frühzeitig erkannt und vermieden werden.

Mehr dazu unter: suedlink.tennet.eu/bundesfachplanung.html