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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Bundesausscheid UHU-Cup 2012

 

36 Kinder, 7 Wettbewerbe und 85 Urkunden
…eigentlich war es ein großes Familienfest, das am Pfingstwochenende auf dem Flugplatz in Laucha an der Unstrut stattgefunden hat. Viele Teilnehmer brachten Eltern und Geschwister mit zum Bundesausscheid UHU-Cup, zu dem die Luftsportjugend eingeladen hatte.

Die meisten kannten sich schon vom letzten Jahr, manche waren das erste Mal dabei, wurden aber sofort in die Gemeinschaft der UHU-Modellflieger aufgenommen. Nach der teilweise recht langen Anreise am Freitag ging es am Samstagmorgen eine Stunde früher als üblich los, damit genügend Zeit für alle Klassen blieb. Wettbewerbsleiter Hilmar Damm, der Leiter des Hauses der Luftsportjugend, Stephan Olessak und Lauchas Bürgermeister, Herr Bielstein, begrüßten die Kinder und Jugendlichen sowie die Begleiter und die Helfer und eröffneten die Wettbewerbe. Der Samstag stand ganz im Zeichen der ferngesteuerten Segelflugmodelle. Zuerst die Gliding Class, nach dem Mittagessen in der geräumigen Segelflugzeughalle kam die Open Gliding Class dran. Am späten Nachmittag wurde noch ein Demonstrations-Wettbewerb in der neuen Klasse „Schleuder UHU“ durchgeführt.

Michael Jäckel, der in Sachsen schon mehrere Modelle dieser Art mit Kindern gebaut und geflogen hat, zeigte, wie ein Wettbewerb mit diesen kleinen und wendigen Modellen aussehen kann. Den 4 Teilnehmern hat´s riesigen Spaß gemacht und alle waren sich einig, dass es eine gute Entscheidung war, die Klasse einzuführen.Am Sonntag wurde am anderen Ende des Flugplatzes der Wettbewerb „Der kleine UHU“ gestartet, der Wind war etwas eingeschlafen,
also genau richtig für Freiflug, bei dem die Kinder ihre Modelle selber zurückholen müssen. Weite Strecken mussten nicht zurückgelegt werden, doch 2 Modelle stiegen in der Thermik so hoch, dass man sie nicht mehr sehen konnte. Die Besitzer hoffen nun auf eine Nachricht von ehrlichen Findern, die die Modelle zurück geben wollen. Nachmittags hatten die Kinder die Möglichkeit, am Wurfgleiterwettbewerb „Mini UHU“ teilzunehmen. Es ist erstaunlich,
wie sich in nur einem Jahr die Leistung bei Teilnehmern sowie bei den Modellen gesteigert hat. Durch unterschiedliche Wurftechniken wurden Zeiten von bis zu 60 Sekunden pro Flug erreicht, die Sieger erreichten bei 4 Starts über 100 Sekunden. Voriges Jahr waren es noch unter 40…

 

Den Abschluss der Wettbewerbe bildete die Electric Class, bei der sogar 6 Durchgänge geflogen wurden. Durch die ausgereifte Technik und die guten Leistungen der Piloten wird dieser Wettbewerb fast zur reinen Landepunkte-Jagd. Deshalb entschieden sich die Punktrichter zusammen mit den Teilnehmern zu mehr Starts. Die Regeln sind in diesem Jahr auch angepasst worden, bei zukünftigen Wettbewerben ist nur noch ein durchgehender Steigflug von maximal 60 Sekunden erlaubt, die Gesamtflugzeit bleibt bei 3 Minuten. So soll das fliegerische Können neben der Landung, die wie bisher gewertet wird, in den Vordergrund rücken. Neben den Wettbewerben gab es noch ausreichend Zeit, um in einem richtigen Segelflugzeug mitzufliegen, und so den Flugplatz und die wunderschöne Landschaft an der Unstrut von oben zu bewundern. Samstagabend wurde auf dem Volleyballplatz gegrillt, anschließend gab es ein Lagerfeuer, an dem es sich sehr gut über Modellflug und andere wichtige Sachen diskutieren ließ. Heftig diskutiert wurde auch am Sonntag nach dem Abendessen, als alle Kinder und Jugendlichen im Seminarraum die Möglichkeit hatten, Verbesserungsvorschläge und Beschwerden vorzutragen. Erwachsene waren ausgeschlossen, die Teilnehmer sollten frei und ohne Hemmungen reden können. Vieles wurde notiert, und am Ende der Wettbewerbsleitung übergeben. Die Ergebnisse werden bei der nächsten Arbeitstagung der Multiplikatoren im Modellflug besprochen und sollen helfen, die Regeln der UHU-Wettbewerbe zu verbessern. Doch viele Anregungen können direkt bei den nächsten Events umgesetzt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit ging es auf „Schatzsuche“. Mit Fackeln bestückt, ging es am Hang entlang bis zum Fledermausweg.
An dessen Ende war ein Koffer voller Süßigkeiten versteckt, den die Kinder sofort plünderten. Wieder im Haus der Luftsportjugend angekommen, fielen die Meisten müde in ihre Betten, um in Gedanken an die Siegerehrung einzuschlafen. Bei der Siegerehrung am Montag gratulierten Bundesjugendleiter Mathias Müller, der extra angereist war, der Leiter HdL und der Bürgermeister von Laucha den Gewinnern. 85 Urkunden wurden vergeben, zu jeder gab es einen Sachpreis. Diese Preise wurden von den Firmen Graupner und UHU gespendet, die damit die Arbeit der Luftsportjugend unterstützen. Glücklich, alle Starts erfolgreich geschafft zu haben und um viele Erfahrungen reicher, begaben sich alle wieder auf den Heimweg, in der Hoffnung, sich nächstes Jahr wiederzusehen.