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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Luftraum-Segelflugregelungen 2018

Aktuell stehen wieder einige Luftraumänderungen an. Für die kommende Saison werden alle neuen und bestehenden überörtlichen Segelflugregelungen in den Rubriken „Luftraum und Flugbetrieb“ sowie „Segelflug“ auf der DAeC-Website www.daec.de veröffentlicht. Segelflieger, die in bisherigen oder neuen überörtlichen Segelflugsektoren fliegen wollen, brauchen diese Informationen und müssen sich im Rahmen Ihrer Flugvorbereitung mit den entsprechenden Daten vor dem Flug vertraut machen. Sie ergänzen sehr sinnvoll die gesetzlich vorgeschriebenen Navigationsunterlagen im Cockpit.

Mehr als 12 Millionen Streckenflugkilometer in 2017

Ein kleiner Rückblick: In der vergangenen Saison waren unsere Segelflieger oft in der Luft und viel unterwegs. Und das, obwohl der Sommer 2017 nicht überall die besten Voraussetzungen dafür bot. Immerhin - mehr als 8.000 Piloten meldeten knapp über 47.000 Überlandflüge und erflogen dabei mehr als 12 Millionen Kilometer! So dokumentierten die Segelflieger sehr nachhaltig und eindrucksvoll ihren unumstößlichen Bedarf an Luftraum. Denn nicht nur die einfach zugänglichen Lufträume G und E sondern auch die intensive Nutzung aller Lufträume sind für die Ausübung des Luftsports daher unverzichtbar. Diese wichtigen Voraussetzungen bilden die Basis für alle Verhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung sowie den anderen beteiligten Luftraumnutzern.

Segelflugsektoren

Die überörtlichen Sektoren betreffen die Lufträume C, D (nicht CTR) sowie die TMZ, in dem Segelflugzeuge, Gleitschirme und Hängegleiter ohne Transponder, gemäß den jeweils für den Sektor gültigen Nachrichten für Luftfahrer, fliegen dürfen. Alle wichtigen Details hierfür sind auf der Webseite des DAeC zu finden. Wichtige Luftraumänderungen für 2018 gibt es hier in der Zusammenfassung.

Bitte um Feedback von Euch

Anregungen, evtl. Probleme sowie Kommentare zum Segelflug allgemein und zum Segelflugbetrieb in den entsprechenden Sektoren sind deshalb sehr wichtig. Diese werden zunächst je nach Dringlichkeit gesammelt, zeitnah für die Meetings und Gespräche des Bundesausschusses Unterer Luftraum (BAUL) aufbereitet und dann in den Luftraumabstimmungsgesprächen mit der DFS im Einzelnen erörtert.

Zentraler Ansprechpartner für all dies ist der Referent Luftraum, Flugbetrieb und Flugsicherheit Jürgen Kubicki in der DAeC-Bundesgeschäftsstelle in Braunschweig, Tel: 0531-2354050, E-Mail: j.kubicki@daec.de. Als Luftraumreferent der Bundeskommission Segelflug steht Michael Thomsen zur Verfügung, Tel.: 0179-2910044, E-Mail: tm-mt@t-online.de

Ganz wichtig für alle Segelflieger

Jedes Jahr verhandeln die Vertreter der Segelflieger mit den anderen Luftraumnutzern und der DFS erneut die Luftraumstruktur. Dabei sind bestehende Regelungen keineswegs in Stein gemeißelt. Die vergleichsweise guten Bedingungen in Deutschland sind das Ergebnis jahrzehntelanger kontinuierlicher Abstimmungen mit allen Luftfahrern und der konsequenten Einhaltung der Regeln durch die Piloten der Allgemeinen Luftfahrt.

Priorität Sicherheit

Die Sicherheit im Luftverkehr hat dabei die höchste Priorität und es gibt kein Grundrecht auf freien Zugang zu allen Lufträumen zu jeder Zeit. Jeder Verstoß, möglicherweise sogar mit Gefährdung anderer, führt zu einer Verschlechterung der Verhandlungsposition der Vertreter des Luftsports bei den Luftraumnutzergesprächen.

Bitte Sichtflugregeln und Wolkenabstände unbedingt einhalten

Besondere Regelungen für den Segelflug werden normalerweise in Lufträumen eingerichtet, in denen auch kommerzieller Flugbetrieb unter hoher Arbeitsbelastung stattfindet. Dort müssen genauso wie in allen anderen Lufträumen die für Flüge nach Sichtflugregeln festgelegten Mindestabstände von Wolken strikt eingehalten werden.

Die Unterschreitung der Wolkenabstände wird als Ordnungswidrigkeit und ggf. auch als Straftat geahndet. Durch die Wolkenabstände wird nicht nur gewährleistet, dass wir uns im Sichtflug rechtzeitig genug erkennen, um sicher ausweichen zu können. Aus den Wolken kommender IFR-Verkehr kann uns Segelfliegern nur dann rechtzeitig ausweichen, wenn wir die gesetzlich vorgeschriebenen Wolkenabstände bedingungslos einhalten. Wer dies nicht tut, handelt rücksichtslos und gefährlich.

Richtige Höhenmesser-Einstellungen

Genauso wichtig ist die richtige Einstellung und Nutzung des Höhenmessers. Bitte achtet auf die Angabe von Unter- und Obergrenzen der Lufträume auf der aktuellen ICAO-Karte und stellt den Höhenmesser entsprechend der Flughöhe ein (in der Regel bis 5000 Fuß MSL beziehungsweise 1524 Meter MSL auf QNH, darüber auf den Standardwert von 1013,2 hPa). Die richtige Einstellung des Höhenmessers macht Kopfrechnen im Cockpit überflüssig und trägt so zum regelgerechten Fliegen bei.

Neue Struktur der Fluginformationsgebiete (FIR)

Zum 29. März 2018 werden die Fluginformationsdienste der FIR Langen und München zusammengelegt. Die neuen FIS-Sektoren von „Langen Information“ umfassen damit auch den Süden Deutschlands. Mit dem Projekt „zentralisierter Fluginformationsdienst“ (zFIS) soll in der Zukunft auch der FIS Bremen mit dem FIS Langen verbunden werden Auch die Grenzen der einzelnen FIS-Sektoren verändern sich. Nähere Informationen finden sich hier.