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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

 

 

 

 

 

Luftraum- und Flugbetrieb

Pinkwart sieht Chancen für Flughafen Essen-Mühlheim

Ein weiterer Schritt in Richtung Erhalt des Flughafens Essen-Mühlheim: Gestern verschaffte sich NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart einen Überblick am Standort. DAeC-Präsident Stefan Klett und zahlreiche Repräsentanten lokal ansässiger Unternehmen erklärten Pinkwart, welche Chancen der Flughafen bietet.

In der großen Luftschiffhalle des Flughafens Essen/Mühlheim: NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart und DAeC-Präsident Stefan Klett. Foto: DAeC

Der Wirtschafts- und Innovationsminister erwartet nun von den  Städten Essen und Mühlheim in den nächsten 18 Monaten ein tragfähiges Konzept, um den Flughafen zu stärken, wie die WAZ im Nachgang berichtet. „An Argumenten fehlt es dem Luftsport für einen Erhalt des Standorts nicht. Luftsport ist Luftfahrt und Luftfahrt ist Zukunft. Um ein schönes Zitat zu bemühen: ‚entscheidend is auf´m Platz‘ – auf´m Flugplatz“, kommentiert Klett. „Ein weiterer Schritt zum Erhalt eines traditionellen Flugplatzes mit Wirtschaft, Flugschulen und Luftsport - und einer vielversprechenden Zukunft in Richtung neue Mobilität“.

Vor allem in Richtung der angesprochenen neuen Mobilität denkt Pinkwart. „Die Luftfahrt bietet mit Drohnen und Lufttaxis gute Zukunftsperspektiven. Einen Teil dieser qualifizierten Arbeitsplätze sollte im Ruhrgebiet zu Hause sein. Dafür sollten Mülheim und Essen ihre Ausstiegsbeschlüsse überdenken und ein innovatives Konzept entwickeln“, sagte er während des Termins und sicherte den Anwesenden die Unterstützung des Landes NRW zu. Die Städte Essen und Mühlheim sollen nun ein völlig transparentes Konzept für die Nutzung des Flughafens über das Jahr 2034 hinaus vorlegen. Für diesen Zeitpunkt hatten die Stadträte eigentlich die Schließung des Standortes angepeilt.

Aufgrund der momentan unklaren Situation wissen die ansässigen Flugschulen TFC und FFL, der Aeroclub Mühlheim mit 300 Luftsportlern und die Luftschiffgesellschaft WDL nicht, was die Zukunft für sie bereit hält und ob es überhaupt eine längerfristige Perspektive am Standort für sie gibt.

Diese mangelnde Planungssicherheit führt bei den Unternehmen zu Zurückhaltung, wenn es um die Schaffung neuer Arbeitsplätze geht. Die Bedeutung des Flughafens Essen-Mühlheim für den Arbeitsmarkt ist aber längst nicht nur lokal. „Rund 40 Prozent aller in Deutschland ausgebildeten Piloten lernen bei uns in Mülheim und Essen“, berichteten Ulrich Langenecker (FFL) und Christian Käufer (TFC) dem Minister.