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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Neue Bundes-AG: „Luftraum für alle“

"Luftraum für alle" – unter diesem Namen trifft sich künftig eine Bundesarbeitsgemeinschaft aus 15 Verbänden, die bei einem Gründungsworkshop in Braunschweig gemeinsame Ziele definiert hat.

Gemeinsam stark: Die neue Bundesarbeitsgemeinschaft "Luftraum für alle".

Der DAeC hatte für den 12. Januar zu dem Treffen in das Lilienthalhaus am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg eingeladen.

Für den Luftsport und die Allgemeine Luftfahrt gehe es darum, ein faires Miteinander im Luftraum zu erhalten, sagte DAeC-Präsident Wolfgang Müther zur Eröffnung der Veranstaltung – ein Ziel des Gründungsworkshops sei es, zu definieren, was für eine solche faire Nutzung wichtig ist. Nach zwei Fachvorträgen und einer Diskussionsrunde hielten die Teilnehmer des Workshops ihre Ideen dazu fest.

Konsens fand unter anderem die zentrale Forderung, sämtliche Interessen der 15 vertretenen Verbände zu bündeln – darunter der "Deutsche Modellflieger Verband", die "Interessengemeinschaft deutscher akademischer Fliegergruppen", der "Deutsche Hängegleiterverband", der "UAV DACH – Verband für unbemannte Luftfahrt" und der "Deutsche Hubschrauber Verband".  "Wenn sich diese 15 Verbände zusammenschließen und sich immer wieder gemeinsam bei den politischen Gremien einbringen, entsteht Handlungsdruck", so DAeC-Generalsekretär Hubertus von Samson. Dass gemeinsames Auftreten etwas bewirkt, habe sich zum Beispiel gezeigt, als AOPA, IDRF und DAeC die Wahlprüfsteine veröffentlichten und alle etablierten Parteien Stellung bezogen. "Hier konnten wir viel erreichen." Aber auch individuelle Ziele könnten – sofern sie Zustimmung fänden – im Namen der Gruppe vorgetragen werden und hätten damit eine größere Chance, öffentlich Gehör zu erlangen.

Weitere wesentliche Ziele, die beim Gründungsworkshop formuliert wurden: Unbemannte Systeme (umgangssprachlich häufig als "Drohnen" bezeichnet) müssen bemannten Systemen ausweichen, es darf keine weiteren Einschränkungen des Luftraums zugunsten eines bestimmten Teilnehmers geben. Neue Technologien, die sich bereits im Markt bewährt haben, müssen auf Risiken und Chancen analysiert und eingebunden werden, Innovationen aus dem Bereich der UAS-Technologien müssen die Chance einer Umsetzung erhalten. Erste Ergebnisse sollen zeitnah der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt in Berlin vorgestellt werden.

Von Samson hatte zur Abstimmung gestellt, ob aus dem Treffen eine feste Bundesarbeitsgemeinschaft oder eine lose Interessensvertretung erwächst. Zum Ende stand fest: Um mit einer Stimme zu sprechen und Geschlossenheit zu demonstrieren, braucht es eine Geschäftsordnung. Der DAeC wird hierfür die Statuten erarbeiten. Die Gruppe will sich regelmäßig treffen, die Gastgeber sollen sich abwechseln.

Diese Verbände gehören zu der neuen Bundesarbeitsgemeinschaft "Luftraum für alle":

  • Deutscher Aero Club e.V.
  • Deutscher Fallschirmsport Verband e.V.
  • Deutscher Freiballonsport-Verband e.V.
  • Deutscher Hängegleiterverband e.V.
  • Deutscher Hubschrauber Verband e.V.
  • Deutscher Modellflieger Verband e.V.
  • Deutscher Verband zur Förderung des Sports mit Leichten Luftsportgeräten e.V.
  • Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V.
  • Interessengemeischaft deutscher akademischer Fliegergruppen e.V.
  • Modellflugsportverband Deutschland e.V.
  • Oskar-Ursinus-Vereinigung e.V.
  • Traditionsgemeinschaft Alte Adler e.V.
  • UAV DACH e.V.
  • Verband deutscher Segelflugzeughersteller e.V.
  • Vereinigung Deutscher Pilotinnen e.V.