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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

 

 

 

 

 

Luftraum- und Flugbetrieb

Fristverlängerung von Lizenzen in der Coronakrise

Das Luftfahrtbundesamt und die Landesluftfahrtbehörden handeln im Angesicht der Corona-Krise zügig, damit sichergestellt ist, dass auch Luftsportler in den nächsten Monaten nicht um ihre Lizenzen bangen müssen, solange der Flugbetrieb weiter ausgesetzt ist. Inzwischen ist auch dank des konstruktiven Austauschs zwischen LBA und DAeC die Frage nach der Verlängerung ablaufender Medicals endgültig geklärt.

Nach und nach veröffentlichen die Landesluftfahrtbehörden nun Allgemeinverfügungen zur Verlängerung der Gültigkeit von Rechten, Berechtigungen, Zertifikaten, Zeugnissen, Eintragungen und (Gültigkeits-) Zeiträumen gemäß Art. 71 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2018/1139 und folgen somit dem Luftfahrtbundesamt, das für die dort geführten Lizenzen vorgelegt hatte. Für den Luftsport ein entscheidender Schritt, da die Länder über VFR-Lizenzen bestimmen.

Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Die getroffenen Regelungen gelten ausschließlich innerhalb des Hoheitsgebiets der Bundesrepublik Deutschland und nur sofern kein Transport von Fluggästen bzw. Fahrgästen erfolgt.Der Deutsche Aero Club befindet sich im Austausch mit den Behörden, um diese Restriktionen eventuell abzuschwächen oder ganz aufzuheben, auf Basis einer EU-einheitlichen Regelung.

Medicals, die zwischen dem 17.03. und dem 31.07. ablaufen, werden durch das LBA pauschal um vier Monate verlängert. Hier hatte Unstimmigkeit bestanden. Die LBA-Allgemeinverfügung  sah zuerst eine Pauschalverlängerung von vier Monaten vor, sollte das medizinische Tauglichkeitszeugnis seine Gültigkeit zwischen dem 31.03. und 31.07. verlieren. Der DAeC wies in der Folge darauf hin, dass auch Medicals betroffen seien, die in den Wochen davor ihre Gültigkeit verloren haben. Die Behörde hat mit der Änderung sehr schnell und vorbildlich reagiert. 

Bisher haben die Landesluftfahrtbehörden der folgenden Bundesländern eine Allgemeinverfügung veröffentlicht:

Wer die Ausnahmeregelung in Anspruch nimmt, muss zwingend die Allgemeinverfügungen beim Fliegen mitführen.

Außerdem sollte beachtet werden, dass sich die Allgemeinverfügungen der Länder unterscheiden können, wenngleich die Landesluftfahrtbehörden angehalten wurden, dem Vorschlag des BMVI, der sich eng an die Allgemeinverfügung des LBA anlehnt, eins zu eins zu folgen.