Suche schließen X
Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

 

 

 

 

 

Luftraum- und Flugbetrieb

Flugplan im Segelflug

Immer wieder stellen sich Segelflug-Piloten die Frage, ob ein Flugplan benötigt wird, und wenn ja, wie dieser auszufüllen ist. Anbei die Bestimmungen für Österreich und die Schweiz sowie ein Beispiel, wie ein Flugplan auf der Webseite der Deutschen Flugsicherung ausgefüllt wird.

Foto: Christian Mannsbart / DAeC

Luftfahrthandbuch Österreich AIP Austria

3. Flugplanung und Flughafenkoordination von Linien- und programmiertem Gelegenheitsflugverkehr für Österreichische Flughäfen.

  • 3.2. Für die Flugplanung und Flughafenkoordination auf österreichischen Flughäfen gelten die folgenden Bestimmungen:
  • 3.2.1.1. Im Sinne der Verordnung 155/2008 sind die Flughäfen Salzburg, Linz, Innsbruck, Graz und Klagenfurt flugplanvermittelte Flughäfen.

  • 3.2.1.2. Der Flughafen Wien-Schwechat ist ein koordinierter Flughafen. (VFR-Flüge der General Aviation sind von der Flughafenkoordination ausgenommen. Jedoch kann im Bedarfsfall jederzeit eine PPR-Regelung mittels NOTAM verlautbart werden. Der ICAO-Flugplan ist in allen Fällen erforderlich.)
  • 3.2.1.3. Der Flughafen Innsbruck ist ein flugplanvermittelter Flughafen, ausgenommen an Samstagen und Sonntagen in der Winterflugplanperiode, an denen der Flughafen Innsbruck ein koordinierter Flughafen ist. (VFR-Flüge der General Aviation sind von der Flughafenkoordination ausgenommen. Jedoch kann im Bedarfsfall jederzeit eine PPR-Regelung mittels NOTAM verlautbart werden. Der ICAO-Flugplan ist in allen Fällen erforderlich.)

ENR 1.10 Flugplanung

1. SERA.4001 Flugplanabgabe

  • 1.2.5. ein Flug über Staatsgrenzen. Ausgenommen hiervon sind:
  • Flüge ziviler Luftfahrzeuge nach Sichtflugregeln mit direktem Grenzüberflug in die/aus der Bundesrepublik Deutschland, wobei kein Drittland überflogen werden darf
  • Flüge mit Segelflugzeugen, die in den Lufträumen “G” und “E” die Grenze zwischen Österreich und der Tschechischen Republik überfliegen
  • Flüge ziviler Segelflugzeuge und Ballone, die über die Staatsgrenze in das Bundesgebiet der Republik Österreich in die Lufträume der Klassen "G" oder "E" einfliegen
  • Alle Sichtflüge mit Segelflugzeugen, die vom österreichischen Luftraum in den slowakischen Luftraum im Luftraum der Klasse "G" einfliegen

Schweiz: Verordnung des UVEK über die Verkehrsregeln für Luftfahrzeuge

Art. 16 Einreichen eines Flugplans

  • Die Flugplanpflicht richtet sich nach SERA.4001.
  • Bei Flügen mit Segelflugzeugen und Fahrten mit Ballonen über die Landesgrenze ist kein Flugplan erforderlich, sofern die betreffenden ausländischen Staaten auf einen solchen verzichten (SERA.4001 Bst. b Ziff. 5). Im Luftfahrthandbuch1 wird publiziert, welche Staaten darauf verzichten.

Art. 19 Streckenflugformular

Bei Flügen mit Segelflugzeugen und Fahrten mit Ballonen ins Ausland, bei denen kein Flugplan eingereicht werden muss (Art. 16 Abs. 2), muss das vom BAZL herausgegebene Streckenflugformular1 mitgeführt und ausgefüllt werden.

Nachfolgend ein Beispiel, welches auf der Homepage der DFS ausgefüllt werden kann:

Klicken Sie zuerst auf den Menüpunkt Services, dann AIS Portal, danach Registrierung (kostenlos) oder Login.

  • FELD 13:    Realistische Abflugzeit in UTC
  • FELD 15;    Route:     Flugplätze oder Wegpunkte mit DCT (Direct) dazwischen.
  • FELD16:     Gesamtflugdauer großzügig wählen.
  • FELD 18:    Info da EET nicht vorausgeplant werden kann.

  • Höchstflugdauer Danach beginnt die Suche (Abmelden nicht vergessen).
  • Geben Sie Ihre Mobilnummer an, falls Rückfragen (auch wichtig wenn der Flugplan aus Versehen nicht geschlossen wurde).

Anbei finden Sie den Streckenflugausweis der Schweizer Behörden als PDF.