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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

 

 

 

 

 

Luftraum- und Flugbetrieb

Dem Luftsport eine Chance: Konstruktiver Austausch in Krisenzeiten

In Krisenzeiten ist ein konstruktiver Austausch besonders wichtig. Bestes Beispiel stellt der Entstehungsprozess der aktuellen Allgemeinverfügungen der Landesluftfahrtbehörden sowie des soeben veröffentlichten Informationsblatts dar, das deren Inhalte erläutert. Der DAeC war in alle Stufen des Evolutionsprozesses maßgeblich eingebunden und hat die Interessen seiner Mitglieder vertreten. Im Verlauf wurden zahlreiche Telefonate geführt und es fand ein reger E-Mailverkehr des DAeC mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI), dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und derAOPA-Deutschland statt.

Das Ergebnis stellt die Bedürfnisse der Privatpiloten weitestegehnd sicher, wenn auch nicht alle Anregungen und Eingaben im Interesse der Allgemeinen Luftfahrt Berücksichtigung fanden. Der Verband wird sich hier nach wie vor für die Belange des Luftsports und der Allgemeinen Luftfahrt vehement einsetzen.
 
Zum Entstehungsprozess: Bereits am 19. März hatte das BMVI den Luftsportverbänden und den Landes-Luftfahrtbehörden ein Template zukommen lassen, das die wesentlichen Inhalte der späteren Allgemeinverfügungen skizzierte. Aus dieser Vorlage wurde in den folgenden Tagen eine "Notfication", mit der das BMVI die erforderlichen Abweichungen von den Regeln, der EASA mitteilte. Dieser Schritt ist erforderlich, um auf der Grundlage des Artikel 71(1) der Basic Regulation (VO 2018/1139) von den vorgegebenen Regeln abweichen zu dürfen; dies geschah am 25. März. Damit war der Weg frei für die Allgemeinverfügungen, von denen die erste, für die gewerbliche Luftfahrt, am 26.März vom LBA veröffentlicht wurde. Hier wurden u.a. Festsetzungen für die Tauglichkeitszeugnisse und Sprachkompetenz-Einträge getroffen.  

Anschließend stimmte sich das Bundesverkehrsministerium mit den Landesluftfahrtbehörden ab, da diese die Hoheit über die Sichtflug-Lizenzen ausüben. Das BMVI stellte am 26. März den Ländern einen Textvorschlag für deren Allgemeinverfügungen zu, der sich eng an die Vorlage des LBA anlehnte. Die ersten Landesbehörden veröffentlichten dann bereits am 27. März.

Um Unsicherheiten  der Luftsportler bezüglich der Anwendung der Allgemeinverfügungen zu vermeiden, stellte das BMVI den Ländern nun auch ein Informationsblatt zur Verfügung.

An dieser Stelle möchten wir, als bundesweite Interessenvertretung des Luftsports und der Allgemeinen Luftfahrt, den europäischen, nationalen und regionalen Behörden dafür danken, dass sie den Handlungsbedarf schnell erkannt, entsprechend informiert und in der Folge rasch gehandelt haben. Diese Tatkraft gilt es auch über die Krise hinaus zu bewahren.