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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

Prüfung der Avionikausrüstung

Es scheint immer noch eine Reihe von Unsicherheiten zu geben, wie die NfL 2-2017-382 bezüglich der Prüfung der Avionikausrüstung auszulegen ist.

Grundsätzlich entscheidet der Hersteller des Gerätes über notwendige Maßnahmen zur laufenden Instandhaltung. Finden sich in den Wartungsunterlagen des Luftfahrzeuges oder des Bauteiles keine Hinweise zur Instandhaltung und gibt es auch keine Lufttüchtigkeitsanweisungen/AD durch die Behörden, entscheidet der Eigentümer/Halter in seinem Instandhaltungsprogramm über die laufende Instandhaltung seiner Avionik-Ausrüstung.

Laut der o.a. NfL ist dabei für Transponder zu beachten:
"Sind in den Anweisungen zur Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit der Halter der Musterzulassung des Luftfahrzeuges oder der Transponderhersteller keine entsprechenden Instandhaltungsmaßnahmen beschrieben, hat insbesondere die Funktionsprüfung nach dem EASA SIB 2011-15 in der jeweils gültigen Fassung im angegebenen Intervall von 2 Jahren zu erfolgen."

Nur wenn der Gerätehersteller explizit angegeben hat, dass keine Instandhaltung notwendig ist, muss das EASA-SIB nicht berücksichtigt werden. In allen anderen Fällen sollten die Empfehlungen des Herstellers umgesetzt werden.
Insbesondere mit einem selbsterklärten IHP entscheidet also in den meisten Fällen der Halter eines nichtgewerblichen ELA1-Luftfahrzeuges, wie und in welchem Umfang er die Funktionskontrollen durchfüht. Eine Funktionskontrolle (jährlich) ist dabei als Minimum aus dem Mindestinspektionsprogramm (MIP) durch die EASA definiert.

Unsere Empfehlung lautet, die Transponder mindestens im 2-Jahres-Rhytmus unter Nutzung der vorhandenen Testgeräte von einem  Freigabeberechtigten (CS) bzw. Prüfer Kl.3 testen zu lassen. Das dient am Ende Ihrer eigenen Sicherheit.

Wir empfehlen jährlich einen Checkflug vorzusehen und diesen entsprechend nachzuweisen.
Bitte beachten Sie dabei die die Empfehlung des LBA den Funktionstest für COM-Geräte jeweils auf einer unteren, mittleren und oberen Frequenz des Flugfunkbandes (also drei verschiedene Stellen) durchzuführen.

In Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung durch die Firma AMOffice haben wir eine einfache Vorlage entwickelt, die  dem Halter als Checkliste für eine Funktionskontrolle während des Fluges dienen kann.

Wenn nur COM/TRD eingebaut sind genügt als Minimum auch ein entsprechender Eintrag im Bordbuch mit den Eckdaten

COM-Funktionstest 3x>50km - ok.
TRX-Funktionstest FIS xxxx Squark xxxx Flughöhe xxxx - ok
Datum xx.xx.xxxx              Name/Unterschrift

Vorschlag Checkliste Prüfung elektronische Ausrüstung

Auch in Zusammenarbeit mit AM Office:
Flugbericht Flugzeug
Flugbericht MoSe (Klapptriebwerk)

 

 

 

Verlängerung der Lizenzen für Prüfer von Luftfahrtgerät Klasse 3

Es gibt derzeit häufiger Irritationen, die Verlängerung der Prüferlizenzen der Klasse 3 betreffend.

Grund ist das Antragsformular (Form 712) beim LBA, welches ausschließlich die Angaben für Prüfer von Luftfahrtgerät nach §109 LuftVO berücksichtigt.

Mit dem Wirksamwerden des Part-M sind die Prüfer der Klasse 3 berechtigt zur Freigabe von Instandhaltungsarbeiten an EASA-Flugzeugen. Das gilt in der Übergangszeit bis zum Vorliegen entsprechender Part-66-Lizenzen.

Nach Absprache mit dem LBA wird bis zum Vorliegen eines überarbeiteten Antragsformulars die Form I-712 zur Verlängerung weiter genutzt.

Beachten Sie, dass im Tätigkeitsnachweis unabhängig von der Spaltenüberschrift sowohl die Prüfungen an Annex II-Luftfahrtzeugen als auch die Freigeben am EASA-Luftfahrzeugen eingetragen werden.

Bitte tragen sie in die Spalte JNP/aNP auch die durchgeführten Lufttüchtigkeitsfolgeprüfungen ein.

Der Eintrag aller durchgeführten Freigaben nach Instandhaltungsarbeiten erfolgt in der Spalte W/kl.R/kl.Ä.

Beachten Sie, dass Sie im Zweifelsfall die Einträge belegen können (Prüfbuch)!

Zeichnungsberechtigt für die Übereinstimmung mit dem Prüfbuch ist im Sinne des eines Teil M/Teil M-Instandhaltungsbetriebes auch der Zeichnungsberechtigte eines Betriebes nach Teil M(G) – CAMO.

Instandhaltungsprogramme gemäß Part M

Die EU-Instandhaltungsvorschriften schreiben im Part M für jedes Luftfahrzeug ein genehmigtes Instandhaltungsprogramm (IHP) vor. Ausgenommen davon sind Luftfahrzeuge, die im Annex II der Basic Regulation vom EU-Recht ausgenommen wurden.

 

Mit der Bekanntmachung über die Änderung von genehmigten Instandhaltungsprogrammen für Luftfahrzeuge, die in den Verantwortungsbereiche der EASA übertragen wurden, die nicht als „Technisch komplizierte Luftfahrzeuge nach Verordnung (EG) Nr. 216/2008“ definiert sind, und die nicht gewerblich betrieben werden, wurde auf der Grundlage des M.A.302 des Part M veröffentlicht, dass mit einer Übergangsfrist bis zum 30.12.2013 die bisherigen Standard-Instandhltungsprogramme (SIHP) durch individuelle IHPs zu ersetzen sind.

Die Rahmeninstandhaltungsprogramme für die einzelnen Luftfahrzeugkategorien finden Sie beim Luftfahrt-Bundesamt. Die Programme müssen noch an die jeweilige Werk-Nummer angepasst werden. Als Hilfe für die Anpassung dient das ebenfalls bekanntgemachte Merkblatt.