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Dachverband der deutschen Luftsportverbände Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale und des Deutschen Olympischen Sportbundes

 

 

 

 

Luftfahrttechnik
& -betrieb

19.12.2017 - 8,33 kHz: Das ist bei der Umstellung zu beachten

Ab dem 01. Januar 2018 müssen alle am Flugfunk teilnehmenden Flugfunkstationen in der Lage sein, das neue 8,33-kHz-Flugfunkband zu rasten. Das Referat Technik des DAeC nimmt das zum Anlass, einige praktische Hinweise zur Umstellung zu geben.

Die schrittweise Umstellung der Bodenfunkfrequenzen auf das neue Band muss spätestens bis zum 31. Dezember 2018 abgeschlossen sein. Viele Vereine haben bereits Ausrüstung beschafft und die neue Frequenz beantragt. Einigen wurde diese schon zugeteilt.

Von der Umstellung sind grundsätzlich alle Frequenzen im Flugfunkband betroffen, auch die INFO-Frequenzen an Verkehrslandeplätzen, Sonderladeplätzen, UL-Geländen, Hubschrauberlandeplätzen und Segelfluggeländen. Betroffen sind zudem alle weiteren Bodenfunkfrequenzen, die im Flugfunkband zugeteilt sind, wie die Verfolger- und Rückholerfrequenzen oder spezielle Frequenzen an Startstellen, soweit diese im Flugfunkband zugeteilt wurden.

Aufgrund der Übergangszeit kann die DFS aber nicht wissen, wann genau Sie an Ihrem Info-Platz die neue Frequenz in Betrieb nehmen. Es gibt keine „automatische“ Mitteilung der BNetzA an das  Büro der Nachrichten für Luftfahrer (der DFS), das auch für die Einträge in die Luftfahrerkarten zuständig ist. Wer bereits eine neue Frequenz zugeteilt bekommen hat, sollte diese so schnell wie möglich an das Büro senden. Nur dann besteht die Chance, dass die neue Frequenz in der neuen Karte veröffentlicht wird.
Nach Informationen des DAeC erscheint die neue Luftfahrerkarte 2018 am 29. März 2018, Redaktionsschluss ist der 04. Januar 2018. Das heißt: Nur jene Frequenzen, die der DFS bis Anfang Januar vorliegen, können in der neuen Karte berücksichtigt werden. Für Ihre Meldung können Sie die E-Mail-Adresse luffahrtkarten@dfs.de nutzen, fügen Sie bitte eine Kopie der Urkunde für die Frequenzzuteilung durch die BNetzA an.

Sie haben bereits eine neue Frequenz, und sind sich nicht sicher, wie Sie mit der Übergangszeit umgehen sollen? Wie oben beschrieben, können Sie in der Übergangszeit legal auf beiden Frequenzen funken. Für den "neuen" 8,33er-Kanal gilt das ab dem Zeitpunkt der Aktivierung.  Es muss aber ab dem 01. Januar 2018 jede verwendete Flugfunkstation in der Lage sein, die 8,33er-Kanäle zu rasten. Das gilt unabhängig davon, ob diese mit 25 oder 8,33 kHz betrieben wird.

Unsere Empfehlung:
Nutzen Sie nach einer Frequenzzuteilung den bestehenden Übergangszeitraum zur Aktivierung der neuen Frequenz nicht bis zum letzten Moment aus, sondern stellen Sie frühzeitig auf den neuen Kanal um. Solange die Zuteilung für die 25 KHz-Frequenz gültig ist, können Sie per Dualwatch die "alte" Frequenz parallel überwachen und jenen, die den Wechsel auf die neue Frequenz verpasst haben, auf diese Weise helfen.

Wir empfehlen Plätzen, die sich rechtzeitig bei der DFS registriert haben, spätestens mit dem Erscheinen der neuen Luftfahrerkarten den Betrieb auf der alten Frequenz einzustellen.

Wer sich noch nicht mit der Umstellung der Bodenfrequenzen befasst hat, sollte das bald tun. Bitte beachten Sie, dass der Inhaber einer zugeteilten 25-kHz-Frequenz im Laufe des Jahres 2018 Post erhalten, wenn diese nicht selbst aktiv werden und die Umstellung auf das neue Frequenzband beantragen (siehe Flyer des BAF ).
In dieser Post wird Ihnen mitgeteilt, dass auf Grund der Umstellung die Zuteilung der Frequenz xxx zum Zeitpunkt yyy ausläuft. Beachten Sie, dass eine abgelaufene Zuteilung nicht verlängert werden kann. In diesem Fall ist immer ein Neuantrag auf Zuteilung erforderlich, der zusätzliche Kosten generiert ...
Auch wer seine Bodenstation erst im Laufe des kommenden Jahres umstellt, sollte das an das Büro der Nachrichten für Luftfahrer melden. Sie stellen damit sicher, dass spätestens 2019 der richtige Eintrag in der Luftfahrerkarte erscheint.

Abschließend noch eine Bemerkung zu den obengenannten Rückholer- und Verfolgerfrequenzen und den dazugehörigen Handfunkgeräten:  Auch diese Frequenzen liegen im 8,33-kHz-Flugfunkband und erhalten einen Partner oberhalb und unterhalb im Abstand von 8,33 kHz. Die bisher genutzten Handfunkgeräte mit dem 25-kHz-Abstand dürfen ab dem 01.01.2018 nicht mehr verwendt, bzw. im Flugfunkband betrieben werden.
Wenn Sie sich entscheiden, keinen Ersatz für ihr Funkgerät anzuschaffen, vergessen Sie bitte nicht, gegenüber der BNetzA die bestehende Frequenzzuteilung zurückzugeben. Sie vermeiden damit das Risiko, über das Jahr 2017 hinausgehende Bescheide für TKG/EMVG-Beiträge für Geräte zu erhalten, die Sie nicht mehr nutzen.  Im Falle der Ersatzbeschaffung eines Neugerätes gehört zum legalen Betrieb selbstverständlich ein Antrag auf Änderung der bestehenden Frequenzzuteilung bei der BNetzA dazu.