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Vorbildliche Kooperation
Modellflieger und Umweltschützer - geht das gut?

Die Grünstädter Modellflieger und BUND sind vorbildlich aufeinander zugegangen. Der Modellflugreferent des Luftfahrtvereins Grünstadt e.V. Volker Schlehdorn beschreibt seine Erfahrung mit dem BUND wie folgt:
 
Das Modellfluggelände des Luftfahrt-vereines Grünstadt e.V. liegt im Natur- park Pfälzerwald, in einem internatio- nalen Vogelschutzgebiet und in einem Trockenrasenbiotop. Wir haben ca. 100 aktive Mitglieder, auf unserem Platz wer- den fast alle Sparten des RC-Modell-fluges betrieben.

Foto: Das Fluggelände Grünstadt

   


   Informationen
   Luftfahrtverein Grünstadt e.V.



Anfang 2005 gründete der BUND eine Ortsgruppe in Grünstadt. Bald danach gingen Gerüchte hinsichtlich der Zukunft unseres Modellflugplatzes um. Für uns als neue Vorstände eine schwierige Situation.

Ein Zeitungsartikel über die Gründungsversammlung des BUND-Grünstadt brachte Rat. Der Schlusssatz dieses Artikels lautete: „Sollten Sie weitere Fragen zu den Aktivitäten des BUND Grünstadt haben, wenden Sie sich an Herrn ...) Das haben wir getan. Wir stellten per E-Mail unseren Verein und dessen Aktivitäten im Naturschutz vor. Die Antwort kam sofort, der BUND Sprecher zeigte sich verwundert darüber, dass eine Modellfluggruppe so offen auf eine Naturschutzgruppe zugeht. Gleichzeitig wurden Bedenken wegen Lärm und Menschenansammlungen in der freien Natur geäußert. Aber es wurden auch gemeinsame Interessen aufgezeigt. Es gab aber diesen besonderen Satz: „Wir sollten respektvoll aufeinander zugehen“.

Wir Modellflieger und der BUND Grünstadt blieben in Kontakt, es wurde ein Exkursionstermin auf unserem Gelände und dem angrenzenden, ausgedienten Camp der US Army vereinbart.

Am Tage der Exkursion war auch der zuständige Landespfleger anwesend, mit dem die Modellflieger viele Naturschutzaktionen abstimmen. Er wusste, dass wir Modellflieger auch etwas für die Natur übrig haben und kannte unsere bisherigen Aktionen.

Es war für uns Modellflieger sehr interessant zu sehen, was die Natur um den Modellflugplatz zu bieten hat. Es begannen Gespräche mit den Vertretern des BUND. Wir erfuhren, dass um unseren Platz sehr seltene Pflanzen wachsen. Es gab auch geschichtliches, geologisches u.s.w. Es war ein Nachmittag voller interessanter Informationen.

Die hauptsächliche Erfahrung für uns war aber, dass die „Naturschützer“ nette Menschen sind, mit denen wir über Probleme und Lösungen reden können und die auch für unsere Modellfliegerprobleme ein offenes Ohr haben. Natürlich sagten uns die Vertreter des BUND auch, was an unseren Tätig-keiten nicht passt, diese Punkte waren berechtigt und sind heute abgestellt.

Zwei Vorstandsmitglieder unseres Modellflugvereines wurden Mitglieder beim BUND. Seitdem treffen wir uns zu den monatlichen BUND-Sitzungen. Wir lösen u.a. gemeinsame Probleme, die den Modellflugplatz und das schützenswerte Gelände in seiner Umgebung betreffen.
 
  
Foto: Naturnahe Schutzhütte

Beispielsweise haben wir den Umwelt- und Naturschutz als Verpflichtung für jedes Mitglied in unsere Platzordnung aufgenommen, wir haben das Ein- laufen von Motoren und den Umgang mit Treibstoff geregelt und vieles mehr. Heute arbeiten wir an der Seite des BUND gegen illegales Befahren der schützenswerten Rasenflächen um
unseren Flugplatz. Wir planen gemeinsame Entbuschungsaktion auf unserem Gelände, wir legen zusammen einen Wildacker an usw. Fliegerisch hat sich durch die Anwesenheit einer Naturschutzorganisation auf unserem Gelände nichts geändert.

Es funktioniert also doch mit den Modellfliegern und den Naturschützern!
Wir fühlen uns durch den Rat und die Hilfe des BUND sicherer im Umgang mit der Natur. Wir bereuen unseren unkonventionellen Schritt, auf eine Natur-schutzorganisation zuzugehen, in keiner Weise ! Der BUND Sprecher brachte es damals auf den Punkt, indem er schrieb : „... Wir sollten respektvoll aufeinander zugehen“. Diesem Satz ist nichts hinzuzufügen.

Den Modellflugvereinen können wir Grünstadter Modellflieger die enge Zusam-menarbeit mit Naturschutzorganisationen und den zuständigen Landespflege-behörden sehr empfehlen.

   Informationen
   Kooperation aus Sicht des BUND

 

 

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