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Kappenformationsspringen

Früher CRW (Canopy-Relativ-Work) genannt, heute kurz CF, abgeleitet aus dem Englischen Canopy Formations, ist Kappenformationsspringen eine höchst anspruchsvolle und sehenswerte Disziplin im Fallschirmsport.

Diente der Fallschirm früher nur der sicheren Landung nach faszinierenden Sekunden im freien Fall, so ist es heute mit den modernen, steuerbaren Flächenfallschirmen möglich, auch mit den geöffneten Fallschirmen Formationen zu fliegen. Die CF- Springer verzichten bewusst auf den freien Fall und öffnen ihren Schirm direkt nach Verlassen des Flugzeugs in Höhen zwischen 2000 und 4500 Metern.

Jeder CF-Springer muss seinen Schirm so steuern, dass er zentimetergenau an einen Mitspringer heran fliegt, der dann seinen Fuß in den Leinen des anderen Fallschirms locker einhakt. Nach und nach lassen sich auf diese Weise die verschiedensten Formationen aufbauen.

Wie auch in anderen Sportarten, so besteht im CF der Drang, die Grenzen des Machbaren auszuloten bzw. immer weiter zu verschieben. So finden sich nahezu jährlich die besten Springer einer oder mehrerer Nationen zur Bildung von Großformationen zusammen. Ziel dieser Rekordversuche ist es, eine möglichst große Formation, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick, zusammen zu fliegen. Da die Absprunghöhe nach oben begrenzt ist, wird die Rekordgröße irgendwann einmal erreicht sein. Ob sie aber bei 90, vielleicht sogar 100 oder noch höher liegt, wird die Zukunft zeigen. Der bestehende Weltrekord ist eine 85er- Formation aus dem Jahre 2005.