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Was wird aus den nationalen Lizenzen?

Am 8. April 2013 werden die neuen Vorschriften für europäische Lizenzen gemäß der Verordnung 1178/2011 in Kraft treten. In dieser neu eingerichteten Rubrik werden häufig gestellte Fragen zur Umwandlung der nationalen in europäische Lizenzen beantwortet. Die Seite wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt.

Fragen, die hier noch nicht beantwortet sind bitte an g.bertram@daec.de  

Anschriften der Landesluftfahrtbehörden

1.

Was geschieht mit meiner angefangenen Pilotenausbildung?
(Stand 7. Mai 2013)

a

Generell wird ICAO konforme Ausbildung mit einem Anrechnungsbericht anerkannt, JAR konforme Ausbildung 1:1 auch ohne Anrechnungsbericht (da kein Delta in der Ausbildung besteht). Siehe. VO 1178/2011 Artikel 9 (1)

b
neu

Bewerber, die eine Ausbildung zum PPL (A) nach LuftPersV vor dem Zeitpunkt (8.4.2013)der Anwendung der VO 1178/2011 begonnen haben, schließen diese Ausbildung nach nationalen Vorgaben ab. Die erteilten Lizenzen sind bis zuim Ende des Opt-out (8.4.2014)auf Antrg gemäß der Festlegungen des Umwandlungsberichtes umzuwandeln. Stellt die Ausbildungseinrichtung im Verlauf der Ausbildung einen Antrag auf Anerkennung als „ATO“ kann die Anrechnung der Ausbildung jeweils individuell nach der VO 1178/2011 FCL.035 Buchstabe a)Absatz(23) lit. i angerechnet werden. Einen Anrechnungsbericht nach VO 1178/2011 gibt es nicht für die PPL -A (national) da es sich nicht um eine ICAO konforme Ausbildung handelt.

c
neu

Die jeweiligen Pilotenlizenzen für Segelflug, Luftschiffe und Ballone sind hiervon zunächst nicht betroffen. Das Opt-out für diese Bereiche lautet, dass Deutschland die Bestimmungen hierzu nicht anwendet. Das bedeutet, es gelten die bisherigen nationalen Regelungen vollumfänglich solange bis der Lizenzinhaber seine Lizenz umwandelt. Danach gelten die Regelungen der 1178/2011. Dies gilt auch für die Ausbildungseinrichtungen für diese Lizenzen. Bis zum 8. Apriil 2015 müssen alerdings alle Lizenzen und Zeugnisse umgewandelt sein.

2.

Wie lang sind die neuen Lizenzen gültig?

a

Die neuen europäischen Lizenzen sind unbefristet gültig. Zur Ausübung der Rechte der Lizenz müssen die Anforderungen hinsichtlich der fortlaufenden Flugerfahrung erfüllt sein.

3.

Was muss ich als JAR-FCL Inhaber tun um eine neue Lizenz zu erhalten?

a

JAR-FCL Lizenzen gelten als gemäß der Verordnung 1178/2011 ausgestellt und gelten damit ohne Einschränkung weiter bis zum Gültigkeitsdatum.

b

Die Lizenz wird zum Gültigkeitsdatum (Feld IX) in eine europäische Lizenz umgewandelt

  • Erst dann erfolgt auch der Eintrag Sprachlevel 6 Deutsch. Eine Erklärung des Piloten genügt als Nachweis.

c

Die Lizenz wird neu ausgestellt, wenn weitere Berechtigungen oder Änderungen vorzunehmen sind. z.B. Fluglehrer

  • Erst dann erfolgt auch der Eintrag Sprachlevel 6 Deutsch. Eine Erklärung des Piloten genügt als Nachweis.

4.

Was wird das alles kosten?

a

Dazu gibt die Luftkostenverordnung in Kapitel IV Auskunft.

5.

Was geschieht mit PPL -A-national bzw. PPL -A- ICAO?

a

Im Zeitraum vom 8.4.2013 bis zum 08.04.2014 werden die PPL -A-national bzw. PPL -A- ICAO auf Antrag in europäische Lizenzen nach “Teil FCL” umgewandelt. Der Pilot entscheidet ob er zukünftig den weltweit gültigen PPL -A oder den europaweit gültigen LAPL beantragt. Die Bedingungen für die Umwandlung sind durch das BMVBS in Umwandlungsberichten festgehalten.Erst dann erfolgt auch der Eintrag Sprachlevel 6 Deutsch. Eine Erklärung des Piloten genügt als Nachweis.

6.

Wie wird aus einem PPL -A- national eine EASA “Teil FCL” Lizenz PPL -A Antrag an die Luftfahrtbehörde

a

Mit Sprachnachweis in English und/oder Deutsch (Selbsterklärung)

b

Kenntnisse der Teil-FCL Regel

c

Mindestflugerfahrung von 70h oder

  • 5h Flugzeit mit einem Lehrberechtigten, in dieser Zeit können auch Zusatzqualifikationen erworben werden.

d

Erfolgreiche Prüfung in der Benutzung von Funknavigation

7.

Was darf ich mit einem "Teil FCL" LAPL(A)

a

Flugzeuge / TMG bis 2000kg MTOM europaweit fliegen, sofern Language Proficiency Level 4 in Englisch erreicht wurde.

8.

Was darf ich mit einem “Teil FCL” PPL -A

a

Weltweit Flugzeuge/TMG  führen, sofern  mindestens ein Language Proficiency Level 4 in Englisch erreicht wurde.

9.

Welche Gesetze und Verordnungen gelten nach dem Opt-Out Termin?
(Stand: 7. Mai 2013)

a

Ab dem 8.4.2013 gilt für das Lizenzwesen in Europa die Verordnung 1178/2011. Deutsches Recht ordnet sich diesem unter.

b
neu

Das Opt-out für die jeweiligen Pilotenlizenzen für Segelflug, Luftschiffe und Ballone lautet, dass Deutschland die Bestimmungen hierzu nicht anwendet. Das bedeutet, es gelten die bisherigen nationalen Regelungen vollumfänglich solange bis der Lizenzinhaber seine Lizenz umwandelt. Danach gelten die Regelungen der 1178/2011.

10.

Wer ist meine zuständige Behörde?

a

Heute ist üblicherweise die Luftfahrtbehörde zuständig in deren Bereich mein erster Wohnsitz liegt. Nach europäischem Recht kann der Pilot eine Übertragung aller Lizenzen an eine Luftfahrtbehörde beantragen- unabhängig vom Wohnsitz- so lange die Behörde durch die EASA anerkannt ist.

b

Anträge auf die Erteilung einer Lizenz für eine weitere Luftfahrzeugkategorie oder auf die Erteilung weiterer Berechtigungen oder Zeugnisse sowie für einen Nachtrag zu oder eine Verlängerung oder Erneuerung dieser Lizenzen, Berechtigungen oder Zeugnisse sind bei der zuständigen Behörde zu stellen, die die Pilotenlizenz ursprünglich ausgestellt hat, es sei denn, der Pilot hat einen Wechsel der zuständigen Behörde und eine Übertragung seiner Lizenzierung und medizinischen Berichte auf diese Behörde beantragt.

Anschriften der Landesluftfahrtbehörden

11.

LAPL(S) oder Segelflugpilotenlizenz (SPL)

Ein SPL gilt weltweit, hingegen ein LAPL(S) nur europaweit. Language Proficiency Prüfungen müssen Segelflugzeugführer(innen) nicht ablegen. Gemäß VO 1178/2011 FCL.915 und FCL.915.FI e.) kann im Segelflug mit der jeweiligen Lizenz die FI(S) für die jeweilige Lizenz SPL oder LAPL(S) erworben werden. Gastflüge gegen Entgelt sind nur mit dem SPL möglich sofern die Regelungen nach Absatz FCL.205.S Buchstabe b) Nummer 2 erfüllt sind.

12.

Warum LAPL (A);(B);(H)

a

Die nicht ICAO konforme Lizenz  wird  in allen EU Ländern als Ersatz für die nationalen Lizenzen eingeführt. Die Bedingungen zu erstmaligen Erlangung der Lizenz sind weniger aufwändig als beim ICAO konformen PPL -A. Die Anforderungen an das Medical sind anders, und die Zeitspanne zwischen den Untersuchungen ist länger.

13.

Was geschieht mit meinem Segelflugschein?

a

Die nationalen Segelflugscheine müssen bis zum 8.4.2015 umgeschrieben werden um die Rechte auszuüben. Der zeitliche Ablauf bei den Landesluftfahrtbehörden  wird noch festgelegt.

b

Nach Aushändigung des neuen Luftfahrerscheines werden die neuen Regeln zur Erhaltung des Segelflugscheines angewandt

  • 5 Stunden Flugzeit als verantwortlicher Flugzeugführer einschließlich 15 Starts
  • Zwei  Schulungsflüge mit einem Lehrberechtigten

14.

Wie wird aus einem PPL -A- national gemäß ICAO eine EASA “Teil FCL” Lizenz? PPL -A Antrag an die Luftfahrtbehörde

a

Mit Sprachnachweis in English und/oder Deutsch (durch Selbsterklärung)

b

Kenntnisse der Teil-FCL Regeln

c

Mindestflugerfahrung von 70h oder

  • 5h Flugzeit mit einem Lehrberechtigten, in dieser Zeit können auch Zusatzqualifikationen erworben werden.

d

Erfolgreiche Prüfung in der Benutzung von Funknavigation

15.

Ich habe noch keine 70 h Flugerfahrung, wie wird meine Lizenz umgewandelt?

a

Ersatzweise kann die 70h Flugerfahrung durch 5 h Flugzeit mit einem Lehrberechtigten ersetzt werden. Das Flugprofil bzw. Ausbildungsinhalte sind nicht festgeschrieben.

16.

Was muss ich tun um die Rechte meiner Lizenz ausüben zu können?

a

Die europäischen Lizenzen sind alle unbegrenzt gültig und die Rechte zur Ausübung der Lizenz (LAPL, SPL, BPL) werden rollend verlängert, d.h. die Voraussetzungen zur Ausübung der Rechte sind jeweils für die letzten 24 Monate nachzuweisen. . Dieser Nachweis der weiteren Ausübung der Rechte aus einer Lizenz steht im Gegensatz zum terminlich gebundenen, festen Datum einer Verlängerung (Stichtag, an dem die Rechte erneuert werden müssen) beim PPL , CLP und ATPL.

17.

Was wird aus den Medicals/Tauglichkeitszeugnissen?

a

Die  VO 1178/2013 sagt hier im Artikel 5:

Bestehende einzelstaatliche Tauglichkeitszeugnisse für Piloten und Zeugnisse flugmedizinischer Sachverständiger.

JAR-gemäße Tauglichkeitszeugnisse für Piloten und Zeugnisse flugmedizinischer Sachverständiger, die von einem Mitgliedstaat vor Anwendbarkeit dieser Verordnung erteilt oder anerkannt wurden, gelten als gemäß dieser Verordnung erteilt.

Alle nationalen Tauglichkeitszeugnisse sind JAR und ICAO konform.

18.

Was wird aus den Fluglehrerlizenzen nach § 88a LuftPersV -nationaler Fluglehrer?

a

Eine nationale Fluglehrberechtigung wird auf Antrag in eine „Teil FCL“ PPL A (FI) mit der Einschränkung nur LAPL(A) Ausbildung. Bei Nachweis der CPL Theorie wird ein PPL A(FI) ohne Einschränkung ausgestellt.

Anlage FI (A) zum Umwandlungsbericht

19.

Wer ist zukünftig meine Behörde?

a

Für die erste Ausstellung einer Lizenz ist die Luftfahrtbehörde mit dem Wohnsitz des Piloten bzw. die Luftfahrtbehörde in der die Flugschule liegt zuständig.

b

In FCL.015 Beantragung und Erteilung von Lizenzen, Berechtigungen und Zeugnissen findet man unter d) es sei denn, der Pilot hat einen Wechsel der zuständigen Behörde und eine Übertragung seiner Lizenzierung und medizinischen Berichte auf diese Behörde beantragt.

Anschriften der Landesluftfahrtbehörden

c

Zitat aus der Quelle des Verkehrsministeriums:

•    Der Wechsel der zuständigen Behörde kann nicht aus FCL.015 Buchstabe d) abgeleitet werden, da die Festlegung der zuständigen Behörde im Innenverhältnis nicht Regelungsgegenstand oder –befugnis der EU ist. Somit ist hier der freie Wechsel innerhalb der EU im Sinne einer Berufs- oder Standortfreiheit zu verstehen, nicht aber ein innerstaatlicher Wechsel. Die Festlegung der zuständigen Behörde anhand des Hauptwohnsitzes bleibt somit erhalten.

Zitat Ende.

20.

Wie wandle ich eine Lizenz um?

Segelflug

 

  • Die Lizenz muss zum Zeitpunkt der Umwandlung gültig sein und die Bedingungen für die fortlaufende Flugerfahrung (25 Starts in 24 Monaten) muss erfüllt sein.
  • Die neue Lizenz hat den Status einer neu ausgestellten Lizenz und in den nächsten 24 Monaten müssen die neuen Anforderungen an die fortlaufende Flugerfahrung (15 Starts, 5h und 2 Übungsflüge mit FI)erfüllt sein. Ersatzweise Befähigungsüberprüfung mit FE.

    • Mögliche Engpässe stellen die Anzahl der FI und Doppelsitzer für die Übungsflüge dar
    • Mögliche Engpässe stellen die Anzahl der FE für Segelflug bei möglichen Befähigungsüberprüfungen dar
  • Diese Bedingungen für die fortlaufende Flugerfahrung müssen dann wie heute bei jedem Start rückblickend über die letzten 24 Monate erfüllt sein.

 

Motorflug

b

  • Die Lizenz muss zum Zeitpunkt gültig sein und die Anforderungen an die fortlaufende Flugerfahrung müssen vorliegen (siehe LuftPersV ). Die Umwandlungsberichte sind zu beachten
  • Die neue Lizenz hat den Status einer neu ausgestellten Lizenz und in den nächsten 24 Monaten müssen die neuen Anforderungen an die fortlaufende Flugerfahrung erfüllt werden (12h als PIC und eine 1h Auffrischungsschulung mit FI). Ersatzweise Befähigungsüberprüfung mit FE.

21.

Wann wandele ich meine Lizenz am besten um?

In den kommenden 12 bzw. 24 Monaten müssen die Landesluftfahrtbehörden sehr viele Lizenzen umwandeln. Gemäß den Zahlen des LBA sind annähernd 12.000 PPL -A gemäß ICAO, ca.1100 PPL -A(national) bis zum 8.4.2014 umzuwandeln. Parallel stehen 20% = 3500 der JAR-Lizenzen zur turnusmäßigen 5 jährigen letztmaligen Verlängerung an. Zusätzlich müssen in den 24 Monaten ca. 34.000 Segelfluglizenzen umgewandelt werden. Eine Abstimmung über die Vorgehensweise fehlt noch.

  • Vorschläge zum Ablauf folgen sobald die
    Abstimmung des BMVBS und der Landesluftfahrtbehörden stattgefunden hat. Nicht ratsam erscheint die Lizenz jetzt an die Behörde zu senden, da diese erst ab dem 8.4. loslegen können und sicherlich auch eine Anlaufphase brauchen.
  • Die Bundeskommissionen Segelflug und Motorflug werden versuchen mit dem BMVBS eine einvernehmlicheLösung zu finden, die die Umwandlung zügig gestalten.
  • Für Motorflugpiloten mit PPL -A(national) oder PPL -A gemäß ICAO ist der 7.4.2014 sicherlich auch der falsche Termin.
  • Für Segelflugpiloten ist der entscheidende Termin der 7.4.2015. Zu bedenken ist.

 

22.

Was wird aus der LuftPersV ?

Zurzeit befindet sich eine VO zur „Änderung luftrechtlicher Bestimmungen in Bezug auf das fliegende Personal in der Zivilluftfahrt" in der Verbändebeteiligung. Alle Mitgliedsverbände des DAeC sind beteiligt.

23.

Bis wann können ICAO konforme Ausbildungen fortgeführt werden?

Ausbildungen für Segelflug, Luftschiffe und Ballone die gemäß LuftPersV durchgeführt werden, können bis zum 9.4.2015 durch die jetzigen RF/FTO gemäß des Entwurfes zur VO zur „Änderung luftrechtlicher Bestimmungen in Bezug auf das fliegende Personal in der Zivilluftfahrt“ in der Verbändebeteiligung durchgeführt werden.

24.

Verlängerung EU-FCL PPL (A)/CPL(A) mit SEP und TMG

Beim Nachweis der erforderlichen Flugstunden zur Verlängerung von Klassenberechtigungen ist die Kumulation von Stunden beider Klassen ( SEP und TMG) möglich.

25.

LAPL(S) FI - geht denn das?

Bereits im Juli 2014 hat das BMVI folgendes erklärt:

"Auf der letzten Bund-Länder AG hatte Herr Borgmeier als Vertreter EASA mitgeteilt, dass es (eigentlich auf Grund eines „EASA-Verordnungs Fehlers“) möglich ist, auch einen Fluglehrer in den LAPL(S) und LAPL(B) einzutragen. Zur Zeit ist auch nicht beabsichtigt, das zu ändern. Alle Länder wurden darüber in Kenntnis gesetzt. Das LBA hat außerdem die Aufgabe bekommen, das LIZ-Programm dahingehend zu ändern, dass bei dem FI-Eintrag im LAPL zusätzlich auch „LAPL-only“ steht. Damit soll vorgebeugt werden, dass jemand bei einem „Lizenzupgrading“ plötzlich den vollwertigen FI bekommt. Nach h.K. ist diese Funktion zwischenzeitlich frei geschaltet."

31.07.2012

Was wird aus den nationalen Lizenzen?

Das Bundesministerium für Verkehr-, Bau und Stadtentwicklung hat jetzt der EASA seine Entwürfe für die Umwandlung der deutschen Scheine in europäische Lizenzen vorgelegt. Werden diese Vorschläge umgesetzt, dürfen sich die PPL (national) - Piloten über etliche Verbesserungen freuen. Der DAeC hatte sich bei den Verantwortlichen im Ministerium für luftsportfreundliche Regelungen eingesetzt.

Grundsätzlich neu ist die Leichtflugzeug-Pilotenlizenz (LAPL). Für diese Lizenzen werden weniger strenge medizinische Tauglichkeitsanforderungen und weniger Flugstunden in der Ausbildung verlangt.  Den LAPL (A) erhalten die Piloten, die bislang den PPL (A) (national) oder  PPL (A) gemäß ICAO haben. LAPL (A) gelten europaweit.
Mit einem vereinfachten Nachweis der Kenntnisse in Funknavigation durch eine praktische Prüfung, 70 Stunden Gesamtflugerfahrung und dem Sprachnachweis kann auch die Umwandlung zum PPL erfolgen.
Die Luftfahrerscheine für den Segelflug, Ballonfahrer und Luftschiffführer werden wie die JAR-FCL konformen Lizenzen 1:1 umgewandelt.
Die Lizenzen nach Part-FCL sind unbegrenzt gültig, die Piloten müssen nur die Bedingungen der fortlaufenden Flugerfahrung erfüllen und in ihren Flugbüchern dokumentieren. Die Berechtigungen sind ein bis drei Jahre gültig und müssen bei der Behörde verlängert werden.
Zuständig für die Lizenzen und Berechtigungen der Privatpiloten bleiben die Bundesländer mit ihren Landesluftfahrtbehörden.  Das Luftfahrt-Bundesamt ist die zuständige Stelle für Inhaber einer Verkehrs-  oder Berufspilotenlizenz und für PPL (A) mit IR.
Luftsportgeräte bleiben weiterhin in nationaler Verantwortung und werden hoheitlich von den Verbänden verwaltet.

Umwandlungsberichte

EU-Pilotenlizenzen

Nach dem Willen des EU-Ministerrats und des EU-Parlaments sollen bis April 2012 alle nationalen Lizenzsysteme (incl. JAR-FCL) durch ein EU-Pilotenlizenzsystem abgelöst werden. Auch Flugschulen und der Flugbetrieb sollen bis zu diesem Datum durch EU-Verordnungen geregelt werden.

 

28.11.2011

Lizenzen: EU-Kommissare stimmen zu
Erwartungsgemäß haben die EU-Kommissare den neuen Vorschriften für europäische Lizenzen zugestimmt. Das Amtsblatt der Europäischen Kommission vom 25. November 2011 hat die neue Verordnung veröffentlicht.

Amtsblatt (PDF)

 

13.09.2011


EU-Parlament gibt grünes Licht
Am 31. August 2011 überwand das neue europäische FCL-Regelwerk eine wichtige Hürde im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments. Nachdem die Mitgliedstaaten bereits dem Entwurf der Kommission – mit Abänderungen – zugestimmt hatten, wurde dieser nun also auch von den Europaabgeordneten akzeptiert. Bevor das Regelwerk in Kraft treten kann, müssen jetzt noch die EU-Kommissare zustimmen. Hiermit wird Ende Oktober gerechnet. Die Zustimmung gilt als sicher. Sofern der Zeitplan eingehalten wird, können im April 2012 die neuen europäischen Bestimmungen für die Pilotenlizenzen rechtskräftig werden.

Zu den Neuerungen des EU-FCL gehört die Einführung der Light Aircraft Pilot License (LAPL), welche die nicht JAR-FCL-konformen, nationalen Lizenzen ersetzen wird. Nationale Lizenzen, z.B. die PPL -N, werden in Zukunft mit Ausnahme der UL-Scheine, nicht mehr ausgestellt. Bestehende nationale Lizenzen werden allmählich auf LAPLs umgestellt. An einem Tauglichkeitszeugnis für Halter einer LAPL wir z.Z. noch gearbeitet.

Der ursprüngliche Vorschlag, eine spezielle Fluglehrerlizenz für die LAPL-Ausbildung zu schaffen, wurde nicht getragen. Jedoch wird in den neuen FCL-Regeln von Fluglehrern, die ausschließlich in der LAPL Schulung tätig sind, kein theoretisches Wissen gefordert, das für den Erwerb einer kommerziellen Pilotenlizenz notwendig wäre. Dies dürfte insbesondere für die Motorflugausbildung im Verein vorteilhaft sein.

Der DAeC wird seine Mitglieder nach endgültiger Verabschiedung des EU-FCL ausführlich über die Neuerungen informieren.

Ein Diagramm zeigt eine Übersicht der Lizenzen und deren Erweiterungsmöglichkeiten: >Zum Diagramm

 

14.10.2008

Informationsveranstaltungen des DAeC
Leider berücksichtigen die EASA -Entwürfe den in vielen Bereichen ehrenamtlichen Charakter des Luftsports nicht. Nur durch qualifizierte Kommentare können noch Änderungen im Regelwerk erwirkt werden. Der DAeC möchte daher seine Mitglieder über die geplanten Neuregelungen informieren und diese somit auch motivieren bei der EASA Kommentare abzugeben. Dazu veranstaltet der DAeC mit Unterstützung der Landesverbände fünf Infoveranstaltungen für seine Mitglieder.


26.08.2008

EASA -Entwurf: Europäische Lizenzen
Die EASA hat den Entwurf für die neuen, europaweit gültigen Bestimmungen für Pilotenlizenzen in der Luftfahrt veröffentlicht. Europe Air Sports ( EAS ) hat auf Bitte des DAeC den Antrag auf Verlängerung der Kommentierungsfrist gestellt. Bis zum 28.02.2009 können nun Kommentare zum Entwurf abgegeben werden. Der Entwurf enthält für Luftsportler einige Vorteile aber auch gravierende Nachteile. Der DAeC und EAS werden ausführliche Stellungsnahmen vorlegen. Die Regelungen sollen spätestens 2012 in Kraft treten.

 

05.06.2008

Anfang des Jahres hatten das Europäische Parlament und der Europäische Rat beschlossen die Kompetenzen der EASA auch auf Pilotenlizenzen und Flugbetrieb zu erweitern. Die Umstellung auf die Europäischen Lizenzen muss demnach bis 2012 abgeschlossen sein.

In den vergangenen zwei Jahren hatte die EASA bereits in Vorbereitung auf die Kompetenzerweiterung mehrere Arbeitsgruppen an Durchführungsverordnungen arbeiten lassen. In den Arbeitsgruppen waren unter anderem auch Vertreter des europäischen Luftsportverbandes - Europe Air Sports ( EAS ) - vertreten. Das NPA 2008-17 ist nun das erste von vier NPAs, welches zur Konsultation veröffentlicht wurde. Die weiteren NPA werden die Themen Flugbetrieb, Anforderungen an Behörden und Managementsysteme abdecken. Das aktuelle NPA 2008-17 betrifft die Pilotenlizenzen (LPL, PPL , CPL, ATPL) und die flugmedizinische Tauglichkeit.

Der DAeC wird alle NPAs kommentieren und ruft seine Mitglieder auf ihrerseits Kommentare an den DAeC zu senden.

EASA Website


19.03.2008

Im Amtsblatt der Europäischen Union wurde heute die neue Basic Regulation veröffentlicht, mit der der EU/ EASA die Kompetenzen für Pilotenlizenzwesen und Flugbetrieb übertragen werden. Die Verordnung tritt 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung, also am 8. April in Kraft. Sie hat die Nummer 216/2008 und ersetzt die EU-VO 1592/2002.

Die genauen Einführungstermine für die Europäischen Pilotenlizenzen werden in Durchführungsverordnungen geregelt werden, die die EU-Kommission erlassen wird. Es ist zu erwarten, dass die Entwürfe dazu im Laufe dieses Sommers veröffentlicht werden. Die EU-VO 216/2008 regelt jedoch, dass der Übergang auf die neuen Lizenzen bis 8. April 2012 abgeschlossen sein muss.

Die Basic Regulation ist, wie auch schon die Vorgängerversion, in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

    EU-VO 216/2008 de
    EU-VO 216/2008 en

30.01.2008

Die Erweiterung der EASA -Kompetenzen auf Pilotenlizenzwesen und Flugbetrieb wurde durch die Institutionen der EU verabschiedet. Die Veröffentlichung im Amtsblatt der EU wird für die nächsten Tage erwartet. 20 Tage nach Veröffentlichung wird dann die EU-Verordnung 1592/2002 durch die neue Verordnung ersetzt.
Die EU-Kommission wird voraussichtlich noch dieses Jahr Durchführungsbestimmungen unter anderem für Pilotenlizenzwesen und Flugbetrieb erlassen, die dann auch die exakten Einführungstermine regeln werden.

 
23.10.2006

Nach ersten Informationen sind bei der EASA 4.400 Kommentare eingegangen. Da sieben Fragen zu beantworten waren, handelt es sich um nahezu 30.000 Einzelkommentare. Gemäß des Rulemakingverfahrens muss jeder Kommentar von der Arbeitsgruppe MDM.032 bearbeitet werden. Es gibt die Möglichkeit einen Kommentar zu akzeptieren, teilweise zu akzeptieren, zu Kenntnis zu nehmen oder zurückzuweisen. Jede Entscheidung muss begründet werden. Dabei können gleichlautende Kommentare zusammengefasst werden oder mit Standardphrasen beantwortet werden.

Die Arbeitsgruppe MDM.032 war bereits am 18.10.06 zusammengekommen, um die Kommentare zu bearbeitet. Aufgrund der ernormen Anzahl von Kommentaren wurde ein neuer Termin erst für Januar 2007 angesetzt. Die Zeit bis dahin wird von der EASA -Administration benötigt, um die Kommentare in eine Datenbank einzugeben und den Themengebieten zu zuordnen.


Es ist zu befürchten, dass sich damit die Entwicklung einfachrer Regeln für den Luftsport um einige Monate verzögert. Damit könnten außerdem Änderungen an den Instandhaltungsregeln, die über den Auftrag der Arbeitsgruppe M.017 hinausgehen, erst nach dem 28.09.2008 in Kraft treten. Der 28.09.2008 ist der späteste Termin zu dem Luftfarzeuge nach EU-Regeln instand gehalten werden müssen.


16.10.2006

Der DAeC hat bei der EASA seine Stellungnahme zum A-NPA 14/2006 eingereicht:

    DAeC zum A-NPA 14/2006

 
17.08.2006

Die Arbeitsgruppe MDM.032 hat gemäß ihres Auftrages (siehe ToR MDM.032 unten) die ersten Zwischenergebnisse vorgelegt. Das A-NPA ist auf der EASA Website veröffentlicht und kann bis 16. Oktober kommentiert werden. Die EGU wird zusammen mit Ihren Mitgliedern die gestellten Fragen beantworten und weitere Kommentare vorbereiten. Um eine koordinierte Stellungnahme des Segelflugs zu gewährleisten werden die Kommentare an die Mitgliedsverbände verteilt, um dann bei der EASA eingereicht zu werden.
Das nun veröffentlichte Ergebnis bildet die Arbeitsgrundlage für die weiteren Arbeitsgruppen im Bereich Instandhaltung, Pilotenlizenzwesen und Flugbetrieb (M.005, M.017, FCL.001, OPS.001)


09.05.2006

In der Arbeitsgruppe MDM.032 wurden alle Teilnehmer aufgefordert ihre Vorstellungen zur Ausgestaltung des Luftsports in Europa einzureichen. Der Vorschlag der European Gliding Union (EGU), der unter anderem auch mit der deutschen Segelflugkommission abgestimmt wurde steht hier zum Download bereit.

    MDM032 Proposal EGU.pdf (englisch)
    EGU Vorschläge für MDM.032 (deutsch)

 
16.03.2006

Die EASA Arbeitsgruppe MDM.032 hat ihre Arbeit aufgenommen.  Zu den Aufgaben der Gruppe gehört es unter anderem, wie Luftsportlizenzen auf der Basis des EU-Kommissionsvorschlags (com_2005_0579_de) ausgestaltet werden können. In die Arbeitsgruppe wurden zahlreiche Vertreter des Luftsports berufen.

    Trems of Reference MDM.032 (inkl. Mitglieder der Arbeitsgruppe)

16.02.2006

Bundesrat fordert Verschärfungen für den Luftsport
Der Bundesrat hat seinen Beschluss zu dem Gesetzentwurf der EU-Kommission vorgelegt. In dieser Drucksache fordert der Bundesrat, für den Luftsport nachteilige Veränderungen an dem Text der EU-Kommission vorzunehmen. Der DAeC hat mit seinen Partnern im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Kontakt aufgenommen und wird auf positive Lösungen für den Luftsport drängen. Auch die Ministerpräsidenten der Bundesländer werden mit Unterstützung der DAeC-Landesverbände aufgefordert, sich für praxistaugliche Regelungen einzusetzen.

Am 16. November 2005 hat die EU-Kommission ihren Gesetzesentwurf für die Ausdehnung der EASA -Kompetenzen auf Lizenzierung und Flugbetrieb vorgelegt (com_2005_0579_de). Der DAeC war an der Vorbereitung des Entwurfs im Jahr 2004 maßgeblich beteiligt. In diesem Text, der noch der Zustimmung des EU-Parlaments und des Ministerrates bedarf, folgte die Kommission in wesentlichen Punkten der Argumentation und den Forderungen des Luftsports. Dazu gehören beispielsweise die „Hausarztregelung“ fürs Medical und die Beauftragung der Verbände für Lizenzierung und Musterzulassungen. Um noch wichtige Korrekturen für einige nachteilige Bestimmungen zu erreichen haben der DAeC und Europe Air Sports ihre Lobbyarbeit auf europäischer Ebene verstärkt.

In dem Beschluss des Bundesrates vom 10. Februar 2006 wird die einfache Regelung für den medizinischen Tauglichkeitsnachweis kritisiert. Vorgeschrieben werden soll wieder eine Untersuchung beim Fliegerarzt. Außerdem unterstellt der Bundesrat, dass die Verbände den anspruchsvollen Aufgaben der Beauftragung für Lizenzierung und Musterzulassung nicht gewachsen sind. Der DAeC widerspricht vehement dieser Auffassung. Seit vielen Jahren beweisen das Luftsportgeräte-Büro des DAeC, DFV, DHV , und DULV dass die beauftragten Verbände eine hoch qualifizierte, kompetente, fachgerechte, effektive, kostengünstige und praxisnahe Arbeit leisten. Wer mit diesen Aufgaben betraut wird, soll, so der der Bundesrat, in nationaler Kompetenz entschieden werden und nicht durch die EASA .

    Bundesrat_zu_com_2005_0579


16.11.2005

Gesetzesentwurf von EU-Kommission vorgelegt
Der nun vorgelegte Entwurf sieht eine spezielle Lizenz für den Luftsport vor und eröffnet die Möglichkeiten für Tauglichkeitsuntersuchungen beim Hausarzt sowie einer Beauftragung. Nach einer ersten Sichtung des Entwurfs sind noch Probleme bei der Definition von Luftsport zu lösen. Auch soll Inhabern der Luftsportlizenz der Zugang zu komplexeren Lufträumen verwehrt werden. Verschlechtert hat sich die Definition von Gleitflugzeugen von maximal 80 kg Strukturmasse auf 80 kg Leermasse. Der DAeC und die europäischen Verbände werden in den nächsten Monaten ihre Lobbyarbeit verstärken.
Die Vorlage der EU-Kommission bedarf noch der Zustimmung durch das Europaparlament und den Ministerrat.

    com_2005_0579_de.pdf
    com_2005_0579_en.pdf


07.07.2005

Die Behandlung der für Grundsatzregelungen des Flugbetriebes (Operations) und Zulassung der Flugbesatzung (Licensing) werden voraussichtlich nicht vor Dezember 2005 im EU-Parlament behandelt.

 
31.03.2005

Bericht der FAI Vertreterin bei der ICAO über die Sitzung des Flight Crew Licensing and Training Panel (FCLTP) vom 31.01 bis 11.02.05 in Montral.

    Report from Mary Anne Stevens

17.12.2007

Die EASA veröffentlicht ihren Vorschlag für Grundsatzregelungen des Flugbe-triebes (Operations) und Zulassung der Flugbesatzung (Licensing) als Fortschreibung der Verordnung (EG) 1592/2002. Der Vorschlag wird gleichzeitig an das Parlament und den Rat übermittelt.


01.10.2004

Die Fragen der EASA wurden von den europäischen Luftsportverbänden gemeinsam beantwortet und kommentiert.
 
24.09.2004

Die EASA veröffentlicht eine Zusammenfassung der Antworten (Comment Response Documents). Es lässt sich herauslesen, dass die EASA bereit ist eine Luftsportlizenz (Restricted PPL ) mit einfacheren Standards, als denen der ICAO einzuführen. Diese Lizenz soll auf nicht-komplexe Luftfahrzeuge und Lufträume sowie auf nicht kommerzielle Aktivitäten beschränkt sein.
Von EAS und EGU wurden unter anderem Kommentare zu Lufträumen und Sprachanforderungen eingereicht.